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1. Das Referat zur Erforschung und Integration verschiedener Vampirrassen

Brustansicht des B&C T-Shirts Exact 190 in Pixel Pink mit Vampir Lukas B., mit Logo Bundesamt für magische Wesen und Beschriftung Sonderbeauftragter im Bundesamt für magische Wesen auf Brust und Rücken Foto: Barbara Frommann

Porträt eines Vampirs Foto: Barbara Frommann

Dieses Referat versucht einerseits, die menschliche Rasse vor Übergriffen durch Vampire zu bewahren und die harmloseren Vampir-Rassen in die menschliche Gesellschaft zu integrieren. Dieses Vorhaben ist leider nicht ohne Verluste auf beiden Seiten durchzuführen. Wir bedauern diese „Kollateralschäden“ und werden uns bemühen, diese in Zukunft zu vermeiden.

Unsere Tätigkeiten sind außerordentlich vielseitig und beinhalten unter anderem:

  • Integration von Hybridenvampiren, Vergabe von Blutersatzstoffen. Der Hybridvampir lebt unerkannt von der Bevölkerung ganz normal unter den Menschen, wird von ihnen mit künstlichem Blut versorgt (dafür muss er sich als Bezugsperson registrieren lassen) und greift daher nur sehr selten an. Hybriden können keine weiteren Vampire erschaffen, ihre Opfer sind einfach „tot“.
  • Erfassung von Grenzgängervampiren. Eine sehr seltene Unterart, die zur Zeit der Evolution der vampirischen Rasse entstand. Diese Vampire sind immun gegen Tageslicht und die üblichen „Waffen“, müssen aber mehr oder weniger lange „Schlafperioden“ einlegen, um zu regenerieren. Auch diese Rasse wird von den Menschen versorgt ( die Menschen haben sie allerdings als Hybriden registriert, da sie von dieser Art nichts wissen). Sie können wandeln und einen Hybriden durch einen zweiten Biss zum Wandler machen. Es ist nicht klar, ob diese Unterart noch irgendwo schlafend existiert.
  • Aufspüren und Vernichtung der „alten Vampir-Fürsten“ oder Vampirmeister (in Zusammenarbeit mit dem katholischen Lichthüterorden) Die Rasse der alten Meister unterliegt nach wie vor den klassischen Gesetzen der Dunkelheit, kann nicht bei Tag existieren. Er wird von den Menschen über die sogenannten „Vertrauten“ versorgt, die den Fürsten dienen. Diese Rasse gilt 2013 bereits als vernichtet, ebenso wie die Vertrauten.
  • Dokumentieren der Entwicklungsgeschichte der Lamia – der geborenen Vampire. Lamia entstanden auf der Insel Atlantis, als Engel aus Lucifers Gefolge sich mit den Sterblichen einließen und die daraus entstehenden Kinder in Ungnade fielen. Doch Gott in seiner Gnade gab auch diesen Wesen unglaubliche, übernatürliche Kräfte und den freien Willen, Geschöpfe ihresgleichen zu erschaffen.
  • Registrierung und psychologische Betreuung von „Leftovers“. Ein Leftover ist ein gebissener, aber weder getöteter noch gewandelter Mensch. Leftovers sind nicht blutdürstig, werden aber oft psychopathisch und leiden unter anderen „Süchten“. Die Seele eines Leftovers kann zu einem Vertrauten werden, was dieses Amt verhindern möchte.

2. Strigoi – Artige Vampire

Im Normalfall ist er recht umgänglich, unser Vampir im Amt, aber bei den Dreharbeiten zum Kinospot wurde er etwas übermütig.

Im Normalfall ist er recht umgänglich, unser Vampir im Amt, aber bei den Dreharbeiten zum Kinospot wurde er etwas übermütig.

Diese Vampirart hat einiges mit den bekannteren Rassen gemein: So können sich Vampire dieser Gattung nur begrenzte Zeit im Tageslicht aufhalten. Sollten sie längere Zeit der starken oder direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein, schwinden ihre Kräfte, bis sie schließlich verenden. Ein „typisches“ Inflammenaufgehen, wie es bei einigen Vampirrassen auftritt, gibt es bei dieser Art nicht.

Ihr Blutdurst hält sich in Grenzen. Tatsächlich ist ein strigoi-artiger Vampir nur in den ersten hundert Jahren seiner Lebensspanne überhaupt auf regelmäßige Blutzufuhr angewiesen. Den Großteil ihrer Energie, ziehen sie (ähnlich den Bubak) direkt aus der Lebensquelle des Wesens (meist Menschen), ohne dabei Wunden oder offensichtliche Hinweise zu hinterlassen. Doch gibt es hin und wieder auffällige Strigoi, die durch ihre Vorgehensweise bei der Normalbevölkerung auf Ablehnung stoßen.

Ein wichtiges Detail der strigoi-artigen Vampire ist, dass, obwohl sie körperlich stets auf dem Stand ihrer Umwandlung bleiben, sich ihre Haare und Augen, dem Alter entsprechend verfärben. So hat ein etwa 30 Jahre alter Strigoi die Haarfarbe seiner Lebzeit, die sich jedoch bis zu seinem 100ertsten Lebensjahr ins Graue verfärbt. Ebenso die Augenfarbe, die bei Strigoi stets alle Grau- und Silberstufen abdeckt.

3. Mutierte Vampire

Eine vergleichsweise friedfertige Vampir-Rasse, die relativ wenig Blut benötigt, sich jedoch Nacht für Nacht nähren muss. Mutierte Vampire verfügen über die Fähigkeit der Gedankenkontrolle, die es ihnen erlaubt, lebende Menschen mit einem Bann zu belegen, wenn sie diese zur Ader lassen. Beim Beißen injiziert der Vampir seinem Opfer ein Enzym, das während des Nährungsprozesses in die Blutbahn fließt. Richtig dosiert stabilisiert das Enzym den Kreislauf des Blutspenders und fördert die körpereigene Blutproduktion. Das Opfer merkt nicht einmal, was ihm wiederfahren ist, zumal das Enzym die Bisswunden binnen weniger Sekunden verschließt.

Eine Überdosis des Vampir-Enzyms löst eine genetische Kettenreaktion aus, was zur Folge hat, dass sich das Opfer ebenfalls in einen Vampir verwandelt. Mutierte Vampire können sich nicht im Tageslicht aufhalten. Schon ein kurzer Kontakt mit Sonnenlicht führt zu Verbrennungen. Um den Vampir tödlich zu verbrennen, ist jedoch ein längerer Aufenthalt in der Sonne nötig. Der klassische Holzpflock ins Herz ist eine weitere Methode, um einen mutierten Vampir zu vernichten. Projektile aus Schusswaffen hingegen sind für den Vampir zwar schmerzhaft, verletzen ihn jedoch nicht. Christliche Symbole, wie Kruzifixe oder Weihwasser, sind keine verlässliche Waffe gegen mutierte Vampire. Viele von ihnen sind sogar religiös. Am Tag fallen mutierte Vampire in einen schlafähnlichen Starrkrampf, für dessen Dauer sie sich in abgedunkelte Räume zurückziehen müssen. Sie vorzeitig aus diesem Starrkrampf zu wecken, ist nicht möglich.

Ferner verfügen mutierte Vampire über ein hervorragendes Gehör und einen exzellenten Geruchssinn. Letzterer kann sich für den Vampir jedoch auch als hinderlich erweisen, da er auch unangenehme Gerüche viel intensiver wahrnimmt. So bietet eine Knoblauchfahne ausgezeichneten Schutz gegen mutierte Vampire.

Abgesehen von ihrer fahlen Haut unterscheiden sich mutierte Vampire nicht von lebenden Menschen. Sie können problemlos unters Volk mischen, ohne aufzufallen. Ihre Fangzähne erscheinen nur dann, wenn sie z. B. Blut riechen oder pulsierende Schlagadern sehen. Wenn sie ihren Blutdurst gestillt haben, bilden sich ihre Fangzähne wieder zurück. Hinzu kommt, dass mutierte Vampire nach ihrer Wandlung nicht mehr altern. Im Tagesstarrkrampf regenerieren sich ihre Körper. So wie sie am Tag nach ihrer Wandlung einschlafen, so wachen sie am nächsten Abend wieder auf. Manche sind über dreihundert Jahre alt.

 

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