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Bundesamt für magische Wesen ruft Vampire zum Outing auf

BONN (BafmW) Das Bundesamt für magische Wesen ruft Vampire, also den bissigen Teil der Bevölkerung, jene MitbürgerInnen, die auf eine auf hämoglobinhaltigen Nahrungsmitteln basierende Ernährung angewiesen sind, anläßlich der bevorstehenden Feierlichkeiten zu Halloween zum Outing auf.

Der normale Vampir an sich – und das Bundesamt für magische Wesen bestätigt das aus der Vielzahl der bekannten Fälle – ist ein dem Alltagsleben verhafteter Mitbürger, der sich durchaus in das Leben integriert hat. Er geht einer geregelten Arbeit nach, zum Beispiel im Filmgeschäft, ist kulturell gebildet und weiß Interviews zu geben.

Vampire bei der G8-Konferenz der magischen Reiche im Maritim

Vampire bei der G8-Konferenz der magischen Reiche im Maritim

Die Spezies der Vampire ist vielfältig, hier und da gibt es noch Vertreter jener alten Art, die aufgrund einer genetisch bedingten Besonderheit auf Sonnenschutzcremes mit Lichtschutzfaktor 10.000 angewiesen sind. Die meisten jedoch sind alltagstauglich, manche haben sich sogar weiterentwickelt und haben das andere Extrem im Umgang mit Licht gewählt. Sie glitzern, was von traditionell eingestellten Vampiren immer noch argwöhnisch betrachtet wird. Manche dieser Vertreter althergebrachter Traditionen beharren darauf, dass glitzernde Vampire keine Vampire sind.

Auch von anderer Seite wird bestätigt, dass Vampire heutzutage nicht mehr als Bedrohung, sondern als weitestgehend akzeptierter Teil der Bevölkerung angesehen werden. So ergab eine von Infratest/DIMAP unter den 1000 Schülern und Schülerinnen der Edward-Cullen-und-Bella-Swan-Gesamtschule in Pfaffenhofen bei Oberpatschenknallbach an der Knatter durchgeführte Umfrage, dass 80 % der Mädchen gern einen Vampir zum Partner hätten und selbst 10 % der Jungs konnten sich mit diesem Gedanken anfreunden. Der Großteil würde allerdings lieber mit einem Werwolf zocken.

Früher rief man Priester, um Vampire loszuwerden …

Ein Vampir mit seinen Groupies

Ein Vampir mit seinen Groupies

Es ist doch so, dass die allgemeine Einstellung zu Vampiren sich in den letzten Jahren geändert hat. Früher rief man den Priester, um den Vampir loszuwerden, heute ist es doch eher der Vampir, den man ruft, um den Priester loszuwerden.

Die Bevölkerung hat mittlerweile klar erkannt, wer wen aussaugt und mit seiner Verkommenheit belästigt. Es ist nicht der Vampir.

heutzutage ruft man den Vampir, um Priester loszuwerden

Auch im Bundesamt für magische Wesen herrscht ein lockerer und gepflegter Ton, was den Umgang der für das Amt tätigen Vampire mit Mitarbeitern betrifft. Es hat sich ergeben, dass die jährlich vom Amt angebotenen Grippeschutzimpfungen einher gehen mit kurzen Überprüfungen des Blutbildes. Ein kurzer Biß, eine sensorische Überprüfung des Blutes, und der Vampir erklärt dem Mitarbeiter, worauf er bei seiner Ernährung künftig besser achten sollte. Zuviel Cholesterin im Blut – das geht gar nicht und stößt dem Vampir gar übel auf.

Das Bundesamt für magische Wesen hat bereits vor einiger Zeit in einer Verordnung zum Schutz der Kinder schwuler und nichtglitzernder Vampire festgelegt, dass es diesen Kindern nicht zuzumuten ist, in einen katholischen Kindergarten zu gehen. Kinder dieser Herkunft haben Anspruch auf eine religiös nicht imprägnierte Tagesmutter. (-> BAfmW-VO 2014/10-15)

Das Bundesamt für magische Wesen ruft daher die Vampircommunity auf, endlich den Schritt an die Öffentlichkeit zu machen und sich als wertvoller und integrierter Teil der Bevölkerung vorzustellen. Gern würde das Amt eine Reihe von Porträts und Selbstdarstellungen bekannter und weniger bekannter Vampire in lockerer Reihenfolge veröffentlichen.

Beitrag mit Bild und Text ans BAfmW

Es ist ein Vorurteil, dass Vampire kein Spiegelbild haben

Es ist ein Vorurteil, dass Vampire kein Spiegelbild haben

Gesucht werden bissige Jungs und Mädels mit Bildern aus dem Alltagsleben, via Selfie oder kunstvoll in Szene gesetzt, die sich mit einem Beitrag aus ihrem Leben vorstellen. Das Amt veröffentlicht diese Beiträge auf den üblichen Kanälen.Wer zur RingCon nach Bonn kommt, kann sich am Stand des Bundesamtes für magische Wesen auch gern von der Fotografin Barbara Frommann fotografieren lassen.

Einzusenden sind die Beiträge (Text in englisch oder deutsch als Worddatei, Bild als jpg, mindestens 800 x 600px) an info@bafmw.org

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Über den Autor : Hagen Ulrich


2 Kommentare
  1. Chris 6. September 2015 at 15:04 - Reply

    Hallo,

    ich glaube, wenn sich Vampire outen würden, hätten sie Stress mit der Autorität, weil sie die Maskerade brechen würden.

    beste Grüße
    Chris

    • Hagen Ulrich 6. September 2015 at 15:07 - Reply

      Hier in Deutschland gilt das Grundgesetz. Auch für Vampire. 🙂 Und zur freien Entfaltung der Persönlichkeit gehört auch, dass man sich nicht vestecken muß.

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