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“Bete! Verderber der Jugend! Lass einen Priester in Dein Haus und Gott in Dein Herz!”

Ein sog. "Verderber der Jugend", auch als Vampir bekannt. Im BAfmW immer willkommen. (Foto: Barbara Frommann)
Ein sog. “Verderber der Jugend”, auch als Vampir bekannt. Im BAfmW immer willkommen. (Foto: Barbara Frommann)

Der Ork vom Amt hat einen Anrufer am Telefon gehabt, der über die Suche nach einem Buchtitel mit religiösen Inhalten auf das Bundesamt für magische Wesen gestoßen war und sich telefonisch über den Umgang mit Religion im Allgemeinen und der “Heiligen Mitter Kirche” (O-Ton) im Besonderen beschwerte.

Ganz übel natürlich die Verherrlichung des Bösen in Gestalt der im Buchshop des Bundesamtes für magische Wesen angebotenen Bücher über diese “Verderber der Jugend und unheiligen Botschafter des Bösen” (O-Ton), sprich Vampire, Dämonen und Werwölfe sowie andere “unheilige Kreaturen“.

Verderber der Jugend und Gotteslästerung im Amt

Der Ork vom Amt hat es nicht immer leicht am Telefon mit dem gemeinen Bürger draußen vom Land (Foto: Bundesamt für magische Wesen)

Das sei schlimmste Gotteslästerung, das Bundesamt für magische Wesen würde die Jugend verderben und es sei aber noch nicht zu spät, wir sollten Gott um Vergebung bitten, der würde seine heiligen Engel, Erzengel und Seraphim schicken und er – der Anrufer – kenne auch mehrere Priester, die das Amt und seine Mitarbeiter auch im Amt besuchen würden, um mit allen Mitarbeitern des Bundesamtes für magische Wesen zu beten und gemeinsam die Heilige Schrift zu lesen. Nur das könne vor der ewigen Verdammnis retten!

Bislang keine Vampire, Dämonen und Magier in der Kriminalstatistik

Engel, die einen guten Umgang mit kleinen Drachen pflegen, sind im Amt auch immer willkommen. (Foto: Barbara Frommann)

Als Antwort teilte der Ork vom Amt dem anrufenden Bürger mit, dass in der deutschen Kriminalstatistik der letzten Jahre bislang kein Vampir, Dämon, Werwolf oder Zauberer aufgetaucht sei. Hingegen seien eine höhere Anzahl Priester und Repräsentanten des Katholischen Staates sowie des Evangelikalen Emirats auffällig geworden, die nachweislich eine ganze Menge Kinder und Jugendliche verdorben hätten, um in seinem Sprachgebrauch zu bleiben.

So gesehen, würde man im Bundesamt für magische Wesen doch lieber einen der vielen bisher nicht straffällig gewordenen Vampire, Werwölfe oder Magier auf eine Bloody Mary, ein T-Bone-Steak “english” oder zu einer Beratung über die Anlage von Pentagrammen im Parkett von Mietwohnungen im Zusammenhang mit dem deutschen Mietrecht begrüßen.
Und da im Amt gelegentlich auch Kinder und Jugendliche verkehren würden, sähen man es als mit dem Gewissen und der Verantwortung gegenüber der Jugend als nicht vereinbar an, Priester ins Haus zu lassen. Über Engel, Erzengel und Seraphim ließe sich reden – allerdings sei im Bundesamt für magische Wesen gewöhnlich kein Manna vorrätig.
Die danach etwas ausufernde Diskussion wurde mit dem Hinweis auf weitere Anrufer in der Warteschleife sowie der Möglichkeit der Eingabe an den Präsidenten des Bundesamtes für magische Wesen beendet
Verbreiten Sie des Amtes allumfassende Weisheit und Zuständigkeit!
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