Home / Buchveröffentlichung / Bücher für Jugendliche / Blutmond im Mitternachtsblau Band 1: Traummädchen von Blake Kato

Blutmond im Mitternachtsblau Band 1: Traummädchen von Blake Kato

Blutmond im Mitternachtsblau, ein Fantasyroman von Blake Kato

Was wäre, wenn du deine eigenen Träume und die von anderen Menschen beeinflussen könntest? Nora besitzt diese ungewöhnliche Gabe. Mit Hilfe ihrer Freunde spricht sie einen Wunschzauber, mit dem sie Kinuteros zu sich rufen, den Gott der Träume. Er erlangt Stück für Stück seine Kraft zurück und möchte in die reale Welt eindringen. Nun suchen Nora und ihre Begleiter einen Weg, dies zu verhindern.

Der Schattenmann möchte die reale Welt ebenfalls vor Kinuteros beschützen. Sein Unterfangen birgt dabei jedoch nicht nur für Nora viel Unheil.

Blutmond im Mitternachtsblau Band 1 Traummädchen
Blutmond im Mitternachtsblau Band 1 Traummädchen

Produktinformation ebook

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 786 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 313 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00OWMBZN8

Produktinformation Taschenbuch

  • Taschenbuch: 364 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (26. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • Verkauf durch Amazon Media EU S.à.r.l.
  • ISBN-10: 1502334453
  • ISBN-13: 978-1502334459
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 2,3 x 25,4 cm

Leseprobe aus ‚Blutmond im Mitternachtsblau‘

Die faltige Hand schwebte nun direkt vor Nora. Sie wusste, dass es keine andere Möglichkeit mehr gab, dies hier zu beenden. Mit geschlossenen Augen atmete sie tief durch und schnitt ein apfelgroßes Stück Fleisch aus der Hand der Fratze. Als sie die Augen wieder öffnete, hielt sie ein Stück Schokolade in ihrer Hand. Langsam führte sie es zu ihrem Mund und aß es ohne Widerworte. Man sah ihr nur zu gut an, wie Ekel ihren Körper durchfuhr, obwohl das Schokoladenstück durchaus schmackhaft aussah. Plötzlich begann die Feder zu leuchten, welche Aleks um ihren Hals hängen hatte, verborgen für die Blicke ihrer Freunde. Sie überbrachte Aleks eine schreckliche Vision. Ihr Geist verließ unbemerkt ihren Körper. Sie befand sich nun ganz woanders, umherirrend durch eine riesige Straße, deren Ende nicht sichtbar war. Links und rechts standen hohe Gebäude, dazwischen befanden sich ab und an kleine Einfamilienhäuser. Heruntergekommen war die Straße, ausgebeult von vielen Schlaglöchern und Rissen. Zuhauf lag Müll in der Umgebung verteilt und die Fassaden der Häuser zeigten große Risse, wie nach einem Erdbeben. Aleks´ Füße liefen, wie von einer fremden Hand kontrolliert, ganz brav geradeaus. Hoch oben am Himmel verdeckte ein schwarzer Schleier jegliches Licht. Allein die Laternen spendeten ein wenig Helligkeit. Ständig flackerten sie. Angestrengt versuchte Aleks, die Kontrolle an sich zu reißen. Es gelang ihr nicht.

„Schau es dir an, Kind! All das habt ihr verschuldet mit euren Wünschen. Die Welt erwartet nun den Gott der Träume! Warte ab, du wirst es gleich mit eigenen Augen sehen. Schau nur, wie eine Marionette gehst du genau dorthin, wo alles enden wird. So sehr ich dir helfen wollen würde, ist es mir untersagt. So bleibt mir nur diese eine Möglichkeit.“

Versteckt sprach eine ihr bekannte Stimme zu ihr, geheimnisvoll und beängstigend zugleich. Sofort erkannte Aleks, dass es die Stimme des Engels, nein, der Schwinge, war. So nannte die Fratze ihn. Ihr Kopf wurde zum Himmel gewendet und Aleks bemerkte, dass der Schleier in Wahrheit Wolken waren.

„Sie bestehen aus Hass, purem Hass.“, erklärte ihr die Schwinge.

Aus dem Nichts ertönte ein lauter, qualvoller Schrei eines Mädchens und die Straße fand schließlich ein Ende an einem Podest, welches wenige Meter hoch war. Mit Entsetzen sah sie Nora auf diesem. Hochschwanger würde sie darauf gleich ein Kind gebären. Ihr Gesicht war verzerrt, doch nicht der Schmerzen wegen. Ihr Blick war leer und gleichzeitig voller Hass. Rundum erschienen schwarze Schatten, die offenbar nur wegen der Geburt hierherkamen.

„So seht, wie er gleich erneut aufersteht und uns in eine neue Zukunft leiten wird. Es ist mir eine Ehre, seine Mutter zu sein. Gleich wird er die Welt mit einem neuen Körper betreten und sie besser machen.“, sprach Nora zu den Schatten.

Dann starrte sie in Aleks´ Richtung, um ihr eine Botschaft zu überbringen.

„Einer von euch spürte schon die Qualen, verharrt nun in der Ewigkeit! Bleiben nur noch drei, die mir im Wege stehen werden.“, sprach eine andere Stimme aus Nora, die sich an Aleks richtete.

Sofort fiel Aleks auf, dass es die Stimme von dem eben beschworenen Wesen war. Sie hoffte darauf, dass all dies hier nur ein dummer Traum war, sie gleich in ihrem weichen Bett aufwachte und ihr Leben leben konnte.

„Egal, was du jetzt denken magst, du wirst nicht aufwachen. Das ist nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was ihr verschuldet habt. Und lass dir gesagt sein, mein liebes Kind, alles ist ersetzbar an dieser Kulisse, mit Ausnahme von Kinuteros´ Worten aus Noras Mund. Sein Geist in ihrem Körper, er sammelte genügend Kraft, und nun wird er bald wieder auf der Erde wandeln.“, sprach die Schwinge erneut.

Das Podest erhob sich, wurde unerreichbar, und Menschen strömten in Scharen aus den Häusern herbei, rannten wie von Wölfen gejagt aus den Seitenstraßen, um diesem Schauspiel beizuwohnen. Ihre Augen waren alle matt und schwarz, kein Lichtstrahl brachte nur einen Funken Glanz in diese. Auch nicht der blutrote Mond am Himmel, der kurz davor stand, Opfer einer Mondfinsternis zu werden. Ein Drittel von ihm war schon versteckt worden.

„Betet zu mir, treue Kinder der Dunkelheit, treue Kinder des Kinuteros! Ich habe es fast vollbracht und werde euch in eine neue Ära führen. Schaut auf meine Mutter und welch großes Opfer sie vollbringt. Huldigt ihr!“, sprach die Stimme des Beschworenen aus Nora.

Ihr Rücken begann, aufzubrechen. Ein großer Schatten trat aus. Schnell umhüllte er sie und verhinderte jegliche Sicht auf ihren Körper. Dann stieg der Schatten in den Himmel, kreiste dort kurz umher und nahm an Masse zu, bis er sich auf dem Podest niederließ und sich zu einem Körper transformierte. Augen traten aus dem Nebel heraus. Schwarzgold glänzend feuerten sie Lichter auf Aleks und die Zeit hielt an, kurz bevor die Lichter ihren Körper erreichten. Schweißüberströmt stand sie da zwischen Tausenden von Menschen, die allesamt Kinuteros ergeben waren.

Geschockt von diesem Anblick fragte sie sich – in der Hoffnung, dass ihr die Schwinge noch einmal antwortete – ob dies aufzuhalten war. Stattdessen endete die Vision und ihr Geist kehrte zurück zu ihrem Körper.

Merken

Bewerten Sie dieses Buch

Bewertungen

User Rating: 4.7 ( 1 votes)

Über Blake Kato

Blake Kato
Blake Kato schreibt und lebt in Berlin. Sein Debüt-Roman ist Blutmond im Mitternachtsblau – Band 1: Traummädchen, dessen Inhalt zu einem großen Teil aus seinen Träumen herrührt.

Check Also

Gefangene meiner Selbst – Die dunkle Seite von mir von Talira Tal

Ein halbes Jahr, nachdem Patricia Simrot einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat, quälen sie grausame Visionen, …

Die Gilde der Rose - Wolfsrebellion, ein Urban Fantasy Roman von Talira Tal

Die Gilde der Rose – Wolfsrebellion von Talira Tal

Meine ganze Welt hat sich verändert, und ich meine nicht nur die Jahreszahl, die von …

Der Shop wird momentan überarbeitet, Bestellungen sind ab dem 30. Mai wieder möglich. Verstanden