Carmilla, der Vampir und wir - Ausstellung im Stadtmuseum Graz
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Carmilla, der Vampir und wir – Das Stadtmuseum Graz zeigt eine Ausstellung zum Thema Vampir

Carmilla von Andy Julia
Carmilla von Andy Julia
Carmilla von Andy Julia

GRAZ (BAfmW) – Der Vampirismus zieht die Menschen an, damals wie heute. Ein Mythos, der sich mit unseren eigenen Ambivalenzen beschäftigt wie kein anderer. Mit unserer Einordnung in eine nicht immer verständliche Welt, mit der vagen Grenze zwischen Realität und Fiktion, dem Reiz der Sexualität in ihren verschiedenen Ausprägungen und nicht zuletzt mit dem Tod als wenig scharfer Grenze zwischen hier und dort. Eine spannende Jahresausstellung ist garantiert, wenn wir mit Hilfe von „Carmilla“ nicht nur die literarischen, ausgerechnet in der Steiermark angesiedelten Wurzeln des Vampirismus im 19.Jahrhundert entdecken werden, sondern vielleicht auch uns selbst ein bisschen mehr.

Lisa Rücker, Kulturstadträtin Graz

Facts Carmilla, der Vampir und wir

Eröffnung: 29.01.2014, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 30.01.2014 bis 31.10.2014 Originalfassung Joseph Sheridan Le Fanu, Carmilla, In: The Dark Blue, London 1871-1872.

Joseph Sheridan Le Fanu, Carmilla, (aus dem Englischen neu übersetzt von Katja Langmaier), Wien 2011.

Eine einzigartige kulturhistorische Darstellung des Mythos Vampir. In Styria … damit beginnt eine der bedeutendsten Vampir-Erzählungen der Literaturgeschichte: Carmilla, die 1872 veröffentlichte Gothic Novel des Iren Sheridan Le Fanu. Inmitten einer schaurig-schönen Natureinsamkeit werden die Bewohner/-innen eines steirischen Schlosses von einer Vampirin heimgesucht. 1897 erscheint Bram Stokers Dracula, der Transsilvanien zum Land der Untoten machte, obwohl auch er ursprünglich in der Steiermark angesiedelt war. Hier nimmt „Carmilla, der Vampir und wir“ im GrazMuseum seinen Ausgang. Die Ausstellung begibt sich auf die Spur nach der Faszination für die Grenz- und Wiedergänger, die sich heute aktueller denn je zwischen Leben und Tod, Angst und Lust, zwischen Traum und Wirklichkeit bewegen, und uns näher stehen als durch das Zwielicht erkennbar ist. Indem sich die Ausstellung dem Verhältnis des Menschen zu Leben und Tod, Erkenntnis, Identität und Liebe widmet, eröffnet sie ungewöhnliche Perspektiven auf das Phänomen Vampir.

Das Burgfräulein von Strechau (c) Museum Stift Admont"
Das Burgfräulein von Strechau (c) Museum Stift Admont”

Vampire sind überall, denn Vampire, das sind wir. So lautet die Quintessenz der kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit dem Vampirmythos. Obwohl sich Mythen von Untoten in ähnlichen Formen in allen Zeiten und auf allen Kontinenten finden, ist der Vampir in seiner heutigen Ausformung eine Gestalt der modernen westlichen Lebenswelt. In ihm verbinden sich archaische, religiöse und volkstümliche Vorstellungen von Wiedergängern, Nachzehrern oder anderen Wesen, die nach ihrem Tod in der Welt der Lebenden verharren oder diese wiederholt heimsuchen. Der Glaube an Vampire kennzeichnet sich durch eine Mischung aus Angst und Faszination, die auch in der (pseudo-)wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Thema zu finden ist. Er bildet nicht selten einen Reigen aus Blut, Lust und Tod, der eine unüberschaubare Fülle an Spekulationen und Andeutungen, aber wenige analytische Arbeiten hervorbringt. Damit hält der Großteil der Fachliteratur den Mythos am Leben und ist bereits selbst Teil davon.

Die Ausstellung setzt einen anderen, bisher vernachlässigten Schwerpunkt und grenzt den Blickwinkel auf eine konkrete Dimension ein: der Vampir als Spiegel der Krisen des Menschen in der modernen Lebenswelt. Die Etablierung des modernen Vampirs ist eine Folgeerscheinung der Industrialisierung und Medialisierung; er ist eine Reaktion auf die veränderte Erfahrung von Welt, die mit der Aufklärung in Gang gesetzt wurde, und mit der sich das 19. Jahrhundert, in großer Intensität vor allem aber die Ende des 19. Jahrhunderts anbrechende Moderne auf allen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ebenen auseinandersetzte – bis heute. Begründet liegt diese Entwicklung in der Romantik – der Epoche des Zweifels – ebenso wie die Vampirin und der Vampir in der Romantik ihre Gestalt erhielten, was zunächst ein Verdienst der Literatur ist.

Der Tor und der Tod, Siberbauer © GrazMuseum
Der Tor und der Tod, Siberbauer
© GrazMuseum

Die Schauergeschichten der Romantik und des ausgehenden 19. Jahrhunderts haben aus den mythischen und historischen Versatzstücken eine neue Figur geformt. Ähnlich wie Frankenstein das Ergebnis moderner Wissenschaft ist, ist der Vampir eine Komposition alter Mythen und Prinzipien. Im Vampir sind diese gewissermaßen recyclet und in die moderne Lebenswelt überführt. Die Vampirmythologie entwickelt sich aus Gegensätzen wie etwa jenen zwischen Stadt und Land, Fortschritt und Rückschritt, Glaube und Wissenschaft, Kultur und Natur, Vernunft und Triebhaftigkeit, Mann und Frau, etc. Der Vampir ist die Grenze der Versteh- und Lesbarkeit von Welt, ist Verkörperung dessen, was sich der Intelligibilität entzieht, des Mythos, Irrationalen, Triebhaften, Unheimlichen, des (Über-)Sinnlichen. Er ist der Ort, der Körper, wo das verhandelt wird, was die Vernunft für tot erklärt hat, und doch nicht ausrotten konnte.

Bereits Sheridan Le Fanus Carmilla lebt davon, wenn die Protagonist/-innen des Romans übersinnlichen Phänomenen mit rationalen Erklärungen begegnen und die Vampirin ihre Existenz als natürlich zu positionieren sucht. In Bram Stokers Dracula erreicht das Aufeinandertreffen von Alt und Neu schließlich seinen Höhepunkt und wird zu einer intellektuellen und tätlichen Auseinandersetzung. Dracula entzieht sich allen modernen Erfahrungsebenen – den naturwissenschaftlich-technischen, ökonomischen, soziologischen und psychoanalytischen Erkenntnissen der Zeit – wenngleich seine Verfolger/-innen ihn mit eben diesen Mitteln bekämpfen. Die Errungenschaften der modernen Welt – Eisenbahn, Telegraphie, Phonograph, Psychologie, Kriminologie – tragen am Ende wesentlich zum Sieg über Dracula bei. Je nach Blickwinkel finden sich im Roman Facetten eines Triumphs des Fortschritts über die Tradition, oder im Gegenteil – was am ehesten und doch nicht eindeutig den Bereich der Sexualität anbelangt – die Bewahrung traditioneller Wertvorstellungen. Welche Position auch eingenommen wird, Dracula ist unbestritten ein Roman, der die Diskurse seiner Entstehungszeit wesentlich verarbeitet.

Elisabeth Bathory (c) GrazMuseum
Elisabeth Bathory (c) GrazMuseum

Die Fachliteratur behandelt den „Moderne“-Komplex der Vampirliteratur nur nebenbei, nicht als übergreifendes Thema und nie in seiner gesamten Tragweite – nämlich von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Und doch verhandelt der Vampirmythos all die großen Fragen, die moderne Errungenschaften mit sich brachten. Er thematisiert das Verwischen geografischer, räumlicher, zeitlicher Grenzen und Vorstellungen (Erkenntnis- und Wahrnehmungskrise), das Wegbrechen des Jenseits (Glaubenskrise), die Entfremdung von der Welt, die Vereinzelung des Subjekts und die damit einhergehende Ausdifferenzierung des Eigenen und des Fremden (Identitätskrise) sowie den Bruch mit dem traditionellen Geschlechter- und Familienbild (Beziehungskrise).

Es ist signifikant, dass es sich bei Carmilla um eine Frau handelt und ebenso, dass die gesellschaftliche und familiäre Rolle der Frau ein zentraler Aspekt von Dracula ist. Die Emanzipation der Frau bewirkte eine gesellschaftliche Revolution, die in allen Krisen Niederschlag fand, und dadurch den Entwurf von weiblichen und männlichen Vampiren beeinflusste. Ob in Carmilla, in Bram Stokers Roman oder im Vamp der Jahrhundertwende, die selbstbestimmte, sexuelle Frau ist ein Vampir – eine Vorstellung, die eng mit dem Erstarken des Bürgertums verbunden ist.

Die Räume
Die vorangegangenen Überlegungen bilden die theoretische Grundlage der Ausstellung. Der übergreifende Kontext besteht in der Lesart des Vampirmythos im Spiegel der Krisen des Menschen in der modernen Lebenswelt, die bis in die Gegenwart reicht. Somit folgt die Ausstellung der durch Naturwissenschaften und Aufklärung erschütterten, aber noch in sich geschlossenen Welt der Romantik in die (medial) aufgelöste, ausdifferenzierte Welt der Gegenwart.

Es ergeben sich fünf thematische Schwerpunktsetzungen, die Motiven des Vampirmythos entsprechen:

  • Raum 1: Grenzfall Steiermark (Literatur-Historischer Vampirismus)
  • Raum 2: Zwischen Leben und Tod (Vampirismus und Trauerarbeit)
  • Raum 3: Erkenntnis – Wahrnehmungskrise (Vampirismus und Aberglaube)
  • Raum 4: Identität – Krise des Subjekts (Vampirismus und Existenz)
  • Raum 5: Liebe – Beziehungskrise (Vampirismus und Lebensstil)

RAUM 1 – GRENZFALL STEIERMARK

Die unheimliche Steiermark
Ein unbekanntes Land, dessen von dichten, dunklen Wäldern, schroffen Felsen und satten Hügeln geprägte Landstriche sich in den Südosten erstrecken – so musste der Ire Sheridan Le Fanu die Steiermark gesehen haben, als er 1872 seine Gothic Novel Carmilla veröffentlichte. Die Erzählung handelt von der Vampirin Carmilla/Mircalla Karnstein, die ein steirisches Schloss und dessen Bewohner/-innen heimsucht. Le Fanu dürfte vom 1836 publizierten Reisebericht Schloss Hainfeld, or a Winter in Lower Styria des Briten Basil Hall inspiriert worden sein, der darin ein romantisches, vorindustrielles Bild der Steiermark zeichnete. Die Region bot Sheridan Le Fanu einen Schauplatz, der alle Zutaten für eine Schauergeschichte und darüber hinaus nicht nur eine Grenze zum bedrohlichen „Osten“ aufwies, sondern selbst für Rückständigkeit, archaische Riten und Aberglauben stand. Von einer Bewohnerin des Schlosses erzählt, baut Le Fanu einen Kontrast von Stadt und Land, von Zivilisation und Natureinsamkeit auf.

Die Vampirfigur zwischen Mythos und Geschichte
Übersinnliche Heimsuchungen, (als Gespenster) wiederkehrende Tote, Lebenskraft oder Blut saugende dämonische Wesen: All dies sind vampirische Motive, die es in fast allen Kulturen gibt. Die Romantik verwendet sie in Kunst, Literatur und Musik als Gegenpol zur aufklärerischen Herrschaft der Vernunft. Es entstand eine Vielzahl an literarischen Bearbeitungen. Die Geburt der Vampirfigur, wie wir sie heute kennen, wird mit einer legendären Zusammenkunft von Lord Byron, Mary Wollstonecraft-Godwin (später Shelley), Percy Shelley und John Polidori in der Villa Diodati am Genfer See im Jahr 1816 verbunden. Die Gruppe unterhielt sich damit, sich Gespenstergeschichten auszudenken. John Polidori erfand die Geschichte von Lord Ruthven, die 1819 als „Der Vampyr“ veröffentlicht wurde. Und noch ein anderes Geschöpf erblickte damals das Licht der Welt: in Mary Shelleys Frankenstein, der moderne Prometheus.

Die Steiermark rückt nach Westen
Aus einem Manuskript von Bram Stoker ist ersichtlich, dass er seinen Roman Dracula ursprünglich in der Steiermark spielen lassen wollte, doch diese schließlich durch „Transylvania“ ersetzte. Le Fanu diente sie noch als Schablone für eine fremde, abgeschiedene Region, die einerseits als Teil des „rauen“ (Süd-)Ostens und andererseits als Grenze zu diesem gesehen wurde. Durch moderne Transportmittel wie die Eisenbahn – die in Dracula eine tragende Funktion einnimmt – hatten sich jedoch die Entfernungen Ende des 19. Jahrhunderts relativiert. Für Stokers Konzeption mag die Steiermark nicht mehr entlegen genug gewesen sein; er wählte mit Transsilvanien ein östliches Randgebiet des Habsburgerreiches. Dort fand er eine Region, in der die Industrialisierung (nach westeuropäischer Vorstellung) bislang kaum Spuren hinterlassen hatte und wo auch Glaube und Aberglaube wenig ausdifferenziert waren. Zudem stieß er mit Fürst Vlad Tepes auf eine Figur, die heute als eine der historischen Vorlagen für den Vampirfürsten Dracula gilt.

RAUM 2 – ZWISCHEN LEBEN UND TOD

Die Angst vor dem Tod
Totenrituale sind Teil der Trauerarbeit. Sie helfen, Abschied von den Toten zu nehmen und loszulassen. Im Glauben an ein Jenseits oder den Tod als andere Seinsform unterstützen Rituale und Grabbeigaben die Verstorbenen bei einem guten Übergang. Doch der Umgang der Gesellschaft mit dem Tod und ihren Toten hat sich stark verändert. Insbesondere die Aufklärung führte zur Erschütterung des Glaubens an die Auferstehung und verstärkte die Angst vor dem Tod, der nun kein Durchgang mehr war, sondern schlichtweg das Ende des Lebens bedeuten sollte. Die Vampirfigur ist ein Angst-Phantasma und zeigt die veränderte Beziehung des Menschen zum Tod. Es ist bezeichnend, dass klassische Vampire in Literatur und Film zwar über einen konservierten Körper, nicht jedoch über eine Seele verfügen. Ebenso vielsagend ist es, dass manche Vampire der Gegenwart genau diese suchen. Nicht zuletzt sind sie aber auch Ausdruck fehlgeleiteter Trauerarbeit, denn Verdrängung birgt die Gefahr der potenziellen Wiederkehr des Verdrängten.

Der Kreislauf des Lebens
Vampire sind Wesen, die sich dem biologischen Kreislauf des Lebens entziehen. Die Verwandlung in einen Vampir kann mit der Geburt eines Kindes gleichgesetzt werden. Das Bild einer stillenden Frau und das Saugen aus der Brust eines Vampirs gleichen einander, ebenso wie Milch und Blut als Lebenssaft betrachtet werden. Blut ist zugleich Zeichen von Lebendigkeit und von Verletzlichkeit, von Geburt und Tod. Auch die sexuelle Vereinigung und der Zeugungsakt tragen beide Komponenten in sich. Die Gleichsetzung von Sexualität und Tod ist nicht nur eine religiös motivierte Warnung gegen sexuelle Ausschweifung. Sie zeigt auch die fragile Grenze zwischen Liebe und Gewalt, zwischen Erhaltung und Vernichtung von Leben, die laut Psychoanalyse jedem Trieb innewohnt. Totentänze als Ausdruck von Lust vereinen dieses Prinzip. Auch die Darstellung vom „Tod und das Mädchen“ gehört in diesen Kontext. Das Mädchen symbolisiert nicht nur das Leben in voller Blüte, sondern auch das sich fortpflanzende Leben und somit den Erhalt der Gattung.

Der Wunsch nach ewiger Jugend
Mit dem aufklärerischen Gedanken, dass der Tod das Ende des Lebens und nicht ein Übergang in ein anderes Leben ist, wächst die Angst davor. Der Wunsch, sich zu verjüngen, das Leben zu verlängern, ewig zu leben, wird immer stärker – ein Gedanke, der sich auch auf die Darstellungen des Vampirs überträgt. Das anfängliche Monster, das den ewigen Tod brachte, ist heute ein attraktiver Partner, der nicht nur perfekt konserviert ist, sondern sich selbst regenerieren und anderen den Zutritt zum ewigen Leben ermöglichen kann. Das Blut ist in diesem Kontext nicht nur Lebenssaft, sondern auch ein Kosmetikum. Elisabeth Báthory wurde nachgesagt, auf der Suche nach ewiger Schönheit in Jungfrauenblut zu baden. Dracula vermag sich über das Trinken von Menschenblut zu verjüngen. Und heute: Das Blut des Vampirs, das anfänglich als verseucht galt, hat stärkende und heilende Kräfte. Der Vampir ist der Jungbrunnen.

RAUM 3 – ERKENNTNIS

Mit (Aber-)Glaube gegen den Vampir
Sowohl christlicher Glaube als auch Aberglaube bauen darauf auf, dass es gute und böse Kräfte gibt. Sie personifizieren sich in Gott, dem Teufel und ihren Heerscharen. Die Vorstellung, dass die Welt aus einem Diesseits und einem Jenseits besteht, ist eng verknüpft mit dem Gedanken, dass der Mensch eine Seele hat, die über den Tod hinaus existiert. Zudem gibt es ein Zwischenreich der Geister, das Engel und Heilige oder dämonische Wesen beherbergt. Während die einen schützen, sind die anderen eine Bedrohung. Klassische Vampire stehen – wie Hexen – im Pakt mit dem Teufel und verkörpern Ketzerei und moralische Verfehlungen. Deshalb reagieren sie empfindlich auf christliche Symbole und Rituale. Aber auch der Aberglaube kennt Mittel, um das Böse zu bekämpfen. Mit der Entzauberung der Welt durch die Naturwissenschaften verlieren Kreuze, Weihwasser, Knoblauch & Co. jedoch immer mehr ihre Schutzfunktion. Der heutige Vampir scheut nicht mehr vor ihnen zurück.

Mit Vernunft gegen den Vampir
Die Epoche der Aufklärung, die im 18. Jahrhundert einsetzte, wollte die Welt in all ihren Facetten verstehen und erklären. Ihr Mittel war die Vernunft, die mit Hilfe der Naturwissenschaften die alleinige Produzentin von Wahrheit war. Nicht Religion oder Tradition sollten die Weltanschauung begründen, sondern die Wissenschaft. Phänomene des Mythischen, Übersinnlichen und Emotionalen wurden für unzulänglich erklärt. Motive des Aberglaubens wurden untersucht, um gegen unliebsame Ausformungen vorzugehen und die Bevölkerung zu einer aufgeklärten Gesellschaft zu erziehen, wie es Maria Theresia 1755 mit ihrer „Aberglaubens-Abstellung“ tat. So wurde auch vermeintlichen Fällen von Vampirismus begegnet. Sie wurden wissenschaftlich untersucht, diskutiert und mit „natürlichen“ Erklärungen begründet. Dass die Gestalt des Vampirs in der Epoche der Romantik wieder aufersteht, ist als Gegenbewegung zur Aufklärung zu sehen. Sie setzte der Entzauberung der Welt das Reich der Seele – das von Dämonen und Gespenstern bevölkert ist – entgegen.

Mit Technik und Medien gegen den Vampir
Das 19. Jahrhundert war geprägt von der Industrialisierung, deren technische Errungenschaften den Alltag veränderten. Moderne Transport- und Kommunikationsmittel veränderten die Wahrnehmung des Menschen. Dank Eisenbahn und Telegraf, aber auch Medien wie Fotografie, Phonograph und Film wurde die Überwindung von Zeit und Raum möglich. Die Vampirfigur verfügt als „Spukgestalt“ über ähnliche Fähigkeiten. Sie nutzt beispielsweise Hypnose, Telepathie, Gestaltwandel und überaus scharfe Sinne. Auf der anderen Seite konnte sich der klassische Vampir diese Techniken als archaisches Wesen nicht zunutze machen. Bei Bram Stoker sind sie deshalb maßgeblich daran beteiligt, Dracula zur Strecke zu bringen. Mit Hilfe von Eisenbahn, Telegraf, Phonograph und Reiseschreibmaschine sind ihm seine Verfolger/-innen immer einen Schritt voraus. Auch die Form des Romans ist moderne literarische Technik: eine Folge von Tagebuchaufzeichnungen, Briefen, Telegrammen, Notizen und Zeitungsberichten.

RAUM 4 – IDENTITÄT
Wer bin ich? Vampire in der Krise
Der Vampir ist als Spiegel der Krise des Menschen in der modernen Lebenswelt zu sehen: eine Figur, die in Anbetracht eines sich vom 19. zum 20. Jahrhundert rasant wandelnden Gesellschafts- und Umweltgefüges ihren Platz sucht. Nachdem die Vorbildwirkung von Religion und Tradition und damit die Verpflichtung zu dem, was bisher zu glauben, zu wissen, zu lieben war, gebrochen ist, wird das Subjekt zum Maß der Urteilskraft und seiner eigenen Entscheidungen. Das führt nicht nur zu Verunsicherung, auch die Bande des einzelnen Menschen zur Gemeinschaft sind immer schwieriger herzustellen. Darüber hinaus machen Beschleunigung und Medialisierung der Umwelt haltlos, indem der Mensch den Bezug zu Raum und Zeit verliert. Der Vampir verkörpert als „uraltes“ Wesen Kontinuität und Stärke. Dennoch macht die Seinsfrage auch vor Vampiren nicht halt. Nachdem ihre Verbindung zum Teufel gekappt ist und sie den Menschen immer ähnlicher werden, suchen auch sie nach Antworten auf die Frage, wer sie sind.

Ways of being a vampire
Spitze Eckzähne, eine blasse Haut und Fledermausflügel – Vampire sind ganz einfach zu beschreiben, möchte man meinen. Dabei gibt es auch unter ihnen unterschiedlichste Typen. Die Figur des Vampirs dient den Menschen nicht zuletzt als eine Art Gefäß, das mit immer wieder neuen Bedeutungen aufgefüllt werden kann. Dieser Aspekt findet sich in analoger Weise auch in Bezug auf das Bild der Frau, das nach männlichen Vorstellungen betrachtet und geformt wird. Der weibliche Vampir – der Vamp – ist eine dieser Projektionen, zugleich Ausdruck der Emanzipation der Frau, die neue Stärke erlangt. Vampire sind shape shifters und werden kontinuierlich neu erfunden: Abhängig von den jeweiligen Rahmenbedingungen einer Gesellschaft und Zeit werden ihnen Eigenschaften zugewiesen, die stets auch die Ängste und relevanten Themen des Mensch-Seins widerspiegeln. Vom Monster bis zum Familienmenschen, von mörderisch bis zu liebenswert sind alle menschlichen Charaktere unter den Vampiren vertreten.

Das Unbewusste in Gestalt des Vampirs
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts flößt nicht mehr die Natureinsamkeit Angst ein, sondern die Stadt. Hier beherrschen „Automaten“ den Alltag, stehen unüberschaubare Häuserfluchten und leben Massen von Menschen auf engem Raum. Das Unheimliche lauert nicht nur hinter jeder Ecke, sondern auch in Fantasie und Schlaf. Nach Sigmund Freud ist das Unheimliche das Vertraute, das uns in anderer Gestalt begegnet. Es ist das Verdrängte, das aus dem Unbewussten wiederkehrt. Dorthin hat der Mensch das verbannt, was dunkel, rätselhaft und unkontrollierbar ist – allen voran die Triebe, die von sexueller Begierde und Aggression angeführt werden. Sie materialisieren sich im Traum, der auch Raum gibt, die eigenen Wünsche auszuleben. Doch während des Schlafs ist der Mensch schutzlos; Ängste formen sich zu Fantasiegebilden und Monstern. Und er ist leichte Beute für das Nacht- und Schattenwesen Vampir, in dessen Gestalt das Verdrängte wiederkehrt.

Der Vampir als Verbrecher/-in
Auch Psychologie und Kriminologie kennen Vampire. Elisabeth Báthory wird als früher Beleg einer möglichen Lustmörderin, die Frauen aus sexueller Blutlust umbringen ließ, interpretiert. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts finden Vampire Eingang in psychologische Abhandlungen. Vampirismus als psychische Störung bezeichnet eine sadistische Form der Sexualität und den Drang zum Sehen, Riechen oder Schmecken von Blut. Diese „Vampire“ werden aber auch Akteure von Verbrechen, bei deren Aufklärung neu entwickelte Methoden der Kriminologie zur Anwendung kommen. Vielfach ist die Stadt der Ort des Verbrechens, denn wo viele Menschen auf engem Raum leben, kommt es häufiger zu Auseinandersetzungen. Energievampire wiederum bereichern sich an der Lebensenergie anderer Menschen. Gier, Egoismus und Narzissmus dienen dazu, sich einer Masse gegenüber zu behaupten. In krankhafter Ausprägung sind sie Triebfedern für kriminelle Handlungen und waren lange Zeit die Haupteigenschaften von Vampiren.

Die Norm und die Anderen
Als ein Wesen außerhalb der Gesellschaft steht die Vampirfigur für die/den Andere/n, in die/den Ängste und Wünsche projiziert werden. Sie versinnbildlicht ebenso das Bestreben, einen Platz in der Gemeinschaft zu finden, wie auch den Ausschluss von Andersdenkenden, Minderheiten oder Feindbildern. „Vampir“ kennzeichnet im alltäglichen Sprachgebrauch eine Person mit negativen Eigenschaften wie gierig, egoistisch, kaltblütig, ausbeuterisch oder energieraubend. Der Sozialismus nach Karl Marx und Friedrich Engels versah Kapitalisten mit diesem Etikett. Auf der anderen Seite gebrauchten auch die Nationalsozialisten den Begriff, um ihrerseits den Sozialismus und Juden als „Blutsauger“ zu diffamieren. Aber auch in der Darstellung von Nationalsozialisten und Adolf Hitler fand dieses Bild Anwendung. So spielt der Vampir als Metapher für das Böse oder die Feindbilder einer Gesellschaft nicht nur in Film und Literatur eine große Rolle, sondern ist nach wie vor politisches Statement.

RAUM 5 – LIEBE
Die (un)heilige Familie
Vater, Mutter, Kind. Wie eine Lebensgemeinschaft auszusehen hat, folgt im christlichen Kulturraum religiösen Vorbildern. Ihr Ideal ist die heilige Familie mit Maria, Josef und Christuskind, in dem die Rollen – besonders die der liebenden Mutter – klar verteilt sind. Auch Adam und Eva sind ein vorbildliches Paar, das sich gegenseitig ergänzt: ein Part beherrschend, einer sich unterordnend. Jüdische Legenden berichten hingegen von Lilith, Evas Vorgängerin, die sich nicht unterordnen wollte und bestraft wurde. In Literatur und Film ist sie die Göttin oder Mutter der Vampire, die nicht Leben, sondern Tod schenkt und ihren Kindern den Auftrag zur Rache gibt. Die heutige Vampirfigur ist aber auch mit der Fähigkeit zu lieben ausgestattet. Während die Gesellschaft das klassische Familienbild immer häufiger durch Patchwork-Familien, (gleichgeschlechtliche) Lebensgemeinschaften und Einzelgängertum ersetzt, stehen nun Vampire für Geborgenheit, Fürsorge und Liebe.

Die wahre und die falsche Liebe
Die Gesellschaft befand sich Ende des 19. Jahrhunderts an der Schwelle von der aus wirtschaftlichen Interessen begründeten Ehe zur modernen Liebesehe, die mit dem Bürgertum zum Ideal geworden war. Sie gründet sich auf das Bild der romantischen Liebe, die das Versprechen höchsten Glücks enthält. Bis in die Gegenwart lockerte sich die Vorstellung, dass Sexualität allein im Zusammenhang mit Fortpflanzung bzw. in einer Ehe Berechtigung hat. Auch Liebe ist nicht mehr zwangsläufig Bedingung. Sexualität ist ein natürlicher Trieb, den es wie andere zu befriedigen gilt. Ihn zu unterdrücken führe im Gegenteil zu Krankheit und Fehlverhalten – eine Annahme, die vornehmlich für Männer galt. Frauen, die Sexualität zum Vergnügen praktizieren, waren/sind der Gesellschaft unheimlich. Die Vampirfigur hingegen propagiert die freie Liebe, in der Romantik und (gleichgeschlechtliche) Sexualität in jeglicher Form ausgelebt werden. Seltsam mutet es in diesem Zusammenhang an, dass heutzutage ausgerechnet ein Vampir als Mahner gegen Sex vor der Ehe auftritt („Twilight“).

Die neue Frau
Bereits Carmilla und Dracula handeln zu einem guten Teil von den Emanzipationsbestrebungen der Frau, die an der Wende zum 20. Jahrhundert einen Höhepunkt erreichten. Während Le Fanu mit den klassischen Rollen brach, feierte Bram Stoker ein Frauenbild, das in der treuen Ehefrau und liebenden Mutter gipfelte. Die „Neue Frau“ strebte nach Selbstverwirklichung. Diese konnte dem bürgerlichen Ideal gemäß in Liebe und Ehe bestehen, musste es aber nicht, denn Frauen wollten selbst über ihr Leben bestimmen. Ihr Anliegen war es, vom Status des Objekts in den des Subjekts überzutreten. Mit einer feministischen Metapher gesprochen, war ein Mittel dazu der Biss des Vampirs, der sie aus ihrem Dornröschenschlaf erweckte und in eine aktive, fordernde, starke Frau, die ihren eigenen Interessen folgt, verwandelte. Auf die Vampirfigur umgelegt bedeutet das, dass die Frau alles sein kann, was sie will: Vampirin, Geliebte eines Vampirs und/oder Vampirjägerin.

Die Angemessenheit der Mittel – Das Setting von „Camilla“
Analog zu der von den drei Kuratorinnen entwickelten inhaltlichen Konzeption kommt das kollaborative Arbeiten auch in der Gestaltung der Ausstellung „Carmilla, der Vampir und wir“ zum Tragen. Aus ihrer jeweils eigenen künstlerischen Praxis heraus entwickelten Martin Embacher, Anna Haifisch, Martin Hotter, Michael Rieper und Astrid Wagner mittels skulpturaler Präsentations- und Vitrinenelemente sowie direkt auf die Wand gemalter/geschriebener Comics und Texte ein Setting, das einzelne Aspekte des Vampirthemas aufgreift, ohne dieses jedoch unmittelbar zu illustrieren. Anliegen war es, einen künstlerischen Ansatz für die Entwicklung und Umsetzung praxisorientierter Lösungen zu wählen, was sich von klassischen Ausstellungsarchitekturen wesentlich unterscheidet.
Anna Haifischs Comic-Illustrationen entstanden vor Ort, indem die Künstlerin auf die kuratorischen Themen, die Ausstellungsobjekte sowie die Räume des GrazMuseums unmittelbar reagierte, ebenso wie auch die von Martin Hotter und Astrid Wagner gestalteten und gebauten Elemente der Ausstellungsarchitektur aus den kuratorischen Erfordernissen heraus konzipiert wurden. Für den Bau dieser Möbel wurden Abfallmaterialien vergangener Ausstellungen sowie die Möblierung einer kürzlich geschlossenen Wiener Videothek zusammengetragen und davon ausgehend überlegt, wie die architektonische Gestaltung den kuratorischen Erfordernissen in lösungsorientierter und pointierter Weise gerecht werden kann.

Das Rahmenprogramm (Auszug)
Vampir-Workshop für Kinder von 6 bis 12 Jahren (Semesterferienprogramm)
Vampire gibt es sehr unterschiedliche: männliche, weibliche, erwachsene, Kind gebliebene, wunderschön attraktive, hässlich abstoßende, altertümlich kultivierte, modern coole, solche, die nachts im Sarg schlafen, andere, die in der Sonne glitzern und viele mehr. Doch eines haben Vampire fast alle gemeinsam: sie sind unsterblich und interessieren sich für die menschliche Energie – meist in Form von Blut. Im Vampir-Workshop untersuchen wir die Geschichte des Vampir-Motivs. Wir prüfen, wie viel von Vampiren in uns selber steckt und stellen den zu dir passenden Vampirtyp zusammen. Vielleicht wird dieser dein neuer bester Freund?

Anmeldung: +43(0)316/872-7600
In den Semesterferien wird der Workshop an vier Tagen angeboten:
Mo, 17.2.2014, Mi, 19.2.2014, Do, 20.2.2014 Fr, 21.2.2014 jeweils 10.00–12.00 Uhr
4,- Euro/Kind (inklusive kleiner Jause) Der Vampirtest – ein spezielles Angebot im Foyer des GrazMuseums inklusive Gewinnspiel
Der Vampir ist nicht mehr das blutsaugende Monster, Sinnbild für alles Schlechte, das er über viele Jahrhunderte war. Der Vampir von heute ist mehr ein romantischer Lover mit Familiensinn.
Und doch: Der Vampir verkörpert etwas, das in uns allen ist – die dunkle Seite, das Verbotene, das Rauschhafte, Tabuisierte, unsere Träume und Albträume. Jede/r hat etwas davon, jede/r verdrängt etwas davon. Beantworten Sie die 20 Fragen, zählen Sie alle „Ja“-Antworten zusammen und lesen Sie, wie viel Vampir in Ihnen steckt.
Rahmenprogramm, Schule im GrazMuseum Das umfangreiche Rahmenprogramm zur Ausstellung finden Sie schon bald auf unserer Website! Führungen und Workshops sind jederzeit buchbar. Spezielle Angebote für Schulen.
Kontakt Mag. Johanna Grützbauch LEITERIN KULTURVERMITTLUNG & PUBLIKUMSSERVICE T +43 316 872-7614 johanna.grützbauch@stadt.graz.at

Die Publikation

Eine Publikation zur Ausstellung ist in Planung und wird voraussichtlich im Mai 2014 erscheinen.
Kontakt Christina Töpfer, M.A. KURATORIN AUSSTELLUNGEN | PUBLIKATIONSMANAGEMENT T +43 316 872-7605 christina.toepfer@stadt.graz.at

Credits
Leihgeber/-innen: Technisches Museum Wien, Hans Gross Kriminalmuseum der Karl Franzens Universität Graz, Jüdisches Museum Wien, Universalmuseum Joanneum, Wienbibliothek, Museum des Stiftes Admont, Naturhistorisches Museum Wien, Medizinische Universität Wien, Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst Wien, galerie remixx, sowie zahlreiche private LeihgeberInnen.

Kuratorinnen:

  • Annette Rainer, Kuratorin GrazMuseum
  • Christina Töpfer, Kuratorin GrazMuseum
  • Martina Zerovnik, freie Kuratorin, Wien
  • Wissenschaftliche Assistenz: Anna Reicht, GrazMuseum Hans-Peter Weingand, freier Kulturwissenschafter, Graz
  • Direktor GrazMuseum: Otto Hochreiter

Projektsteuerung GrazMuseum:

  • Sibylle Dienesch
  • Annette Rainer

Gestaltung:

  • MVD Austria – Martin Embacher, Haifisch, Michael Rieper, Astrid Wagner

Technische Leitung und Aufbau:

  • Christian Smretschnig und Team

Vermittlungskonzept Johanna Grützbauch und Team

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Über Hagen Ulrich

Hagen Ulrich, Jahrgang 1967, lebt mit Ehemann und sieben Katzen in Bonn am Rhein. Hexen, Drachen, Vampire und andere magische Wesen sind kein Problem, wenn man sie ordentlich verwaltet. Schließlich hat in Deutschland alles seine Ordnung. Basierend auf dieser Idee, entwickelte er die Idee einer Behörde, die sich um die Belange magischer Mitbürger kümmert. So entstand das Bundesamt für magische Wesen. Hagen Ulrich kam nach dem Besuch einer Ladys Night zu Twilight zum Schreiben und veröffentlicht seine Romane im Himmelstürmer Verlag in Hamburg.

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