Das Bundesamt für magische Wesen ist keine Endstation für Politiker
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Das Bundesamt für magische Wesen ist keine Endstation für Politiker

Triumvirat des Grauens Ronald Pofalla, Xavier Naidoo und Rainer Brüderle

BONN (BAfmW) Das Bundesamt für magische Wesen tritt Spekulationen, es könne zum Versorgungsposten für abgehalfterte Politiker werden, sehr energisch entgegen. Anlaß für diese Spekulationen ist der Fall von Ronald Pofalla, des früheren Staatsministers im Bundeskanzleramt. Ronald Pofalla wechselt nach übereinstimmenden Medienberichten in den Vorstand der Deutschen Bahn und soll dem Vernehmen nach die Aufgaben eines politischen Cheflobbyisten wahrnehmen.

Ronald Pofalla (Quelle: Wikimedia)
Ronald Pofalla (Quelle: Wikimedia)

„Wir sehen unser Amt und seine Aufgabe, das Zusammenleben der magischen Bevölkerung mit dem nichtmagischen Teil zu regeln, als zu wichtig an. Es kann nicht angehen, daß inkompetente Politiker Einfluß nehmen auf unsere Arbeit“, so Hagen Ulrich, tätig im Referat für Gender- und Gleichstellungsfragen. „Abgesehen davon ist das Bundesamt für magische Wesen auch keine Bundesbehörde im eigentlichen Sinn. Wir haben uns freiwillig nur der Kontrolle durch den Bundestag unterstellt, als das Bundesamt 2013 an das Licht der Öffentlichkeit trat.“

Das Bundesamt, so Ulrich weiter, berate auch die Politik. Leider nicht immer mit Erfolg, wie der NSA-Skandal um das abgehörte Kanzlerinnen-Handy belegt.

„Hätte Bundeskanzlerin Merkel unser Angebot berücksichtigt, auf die Eulenpost des Bundesamtes für magische Wesen zurückzugreifen, um wichtige und geheime Dokumente zu übermitteln, wäre das Kanzleramt von diesem Skandal unberührt geblieben. Es ist bekannt, daß die fetten amerikanischen Adler nachtblind sind und überdies unsere schnellen Post-Eulen nicht ergreifen können. Überdies sind unsere Eulen sehr genügsam und lassen sich mit Mäusen abspeisen. Und es tauchen im Bundeshaushalt genügend Mäuse auf, mit denen man gar nicht rechnet.“

Rainer Brüderle neuer Präsident des Bundesamtes für magische Wesen?

Es hatte Gerüchte gegeben, wonach beispielsweise Rainer Brüderle, der frühere FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, an die Spitze des Bundesamtes für magische Wesen rücken könnte.

„Intern haben wir darüber durchaus diskutiert“, so Hagen Ulrich. „Rainer Brüderles Vergangenheit und seine Vorliebe für die Einweihung von Kuhställen, seine Verehrung jeder erreichbaren Weinkönigin sowie sein sehr eigener Altherren-Humor lassen vermuten, daß unter seinen Vorfahren mindestens ein Faun oder Satyr gewesen sein muß. Satyrn sind bekannt dafür, den Mänaden hinterher zu sein. Sie können einfach nicht anders, es liegt in ihrer Natur. Dafür spricht auch der Vorfall, der als Dirndl-Gate bekannt wurde.“

Rainer Brüderle (Quelle: Wikimedia)
Rainer Brüderle (Quelle: Wikimedia)

Die magische Evolution geht manchmal seltsame Wege, aber was spräche gegen einen magischen Mitbürger an der Spitze des Bundesamtes?

„Prinzipiell nichts. Schließlich haben wir mit Jakob Maria Mierscheid bereits ein echtes Phantom, welches unsere Arbeit kontrolliert. Es hat sich bislang nur noch kein Kandidat gefunden und wir sind mit unserem jetzigen Präsidenten Edmund F. Dräcker sehr zufrieden. Wir haben ihn noch nie gesehen und er stört uns nicht bei unserer Arbeit.“

Genau dies erweckt den Eindruck, das Amt des Präsidenten im Bundesamt für magische Wesen sei ein ruhiger Versorgungsposten, was ihn sehr attraktiv macht für ehemalige oder abgewählte Politiker. Heftig schüttelt Hagen Ulrich den Kopf.

„Wir brauchen an der Spitze des Amtes einen Fachmann für Verwaltungsvorgänge, der geräuschlos an den richtigen Stellen die richtigen Fäden knüpft. Fragen, wie das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Blutkonserven oder die Biozertifizierung von Blut zu regeln ist, Fragen im Miet- und Versicherungsrecht, wer zum Beispiel für Schäden in der Mietwohnung bei nicht sachgemäß verwendeten Pentagrammen und missglückten Beschwörungen aufkommt, all das wird intern auf dem Verwaltungsweg geregelt. Oder glauben Sie ernsthaft, Rainer Brüderle könnte uns dabei behilflich sein, wie und ob man Drachen, Basilisken, Greifen und Sphingen auch in ausgewiesenen Wohngebieten halten kann? Denken Sie nur an die Causa “Drachenwurst” in Großbritannien. Endlich konnten wir diese wichtige Frage des Artenschutzes für Drachen durchsetzen. Aber die Medien haben völlig falsch berichtet.”

Xavier Naidoo als Präsident des BAfmW: Nie ist ein Hörsturz da, wenn man ihn mal braucht

Xavier Naidoo (Quelle: Wikimedia)
Xavier Naidoo (Quelle: Wikimedia)

Natürlich ist die Leitung des Bundesamtes für magische Wesen nicht nur auf den ersten Blick eine sehr attraktive Tätigkeit. Ein nahezu fantastisches Gehalt, ein Dienst-Besen oder auch ein fliegender Teppich zur freien Verfügung sowie der Umgang mit einer Materie, die andernorts immer noch als mystisch bezeichnet wird, all das hält jung und somit stellt sich die Frage gar nicht, ob Edmund F. Dräcker in nächster Zeit in den Ruhestand gehen könnte.

„Auf jeden Fall genügt es nicht, ein magisches Geschöpf zu sein oder zu seinen Vorfahren zählen zu können. In dem Fall käme ja auch Bushido infrage, bei dem vermutlich ein Troll im Genpool auftaucht. Oder stellen Sie sich vor, was bei uns im Amt los wäre, wenn Xavier Naidoo Präsident des Bundesamtes wäre. Nie ist ein Hörsturz da, wenn man ihn mal braucht. Wir überprüfen es noch, aber erste Untersuchungen sprechen dafür, daß er – was die magische Ahnenreihe betrifft – auch Florence Foster-Jenkins zu seinen Vorfahren zählen kann. Mrs. Jenkins war eine Künstlerin, die sich von den Absichten der Komponisten, deren Werke sie interpretierte, nicht hat einschüchtern lassen. Zeitgenossen wird die Einschätzung zugesprochen, sie sei eine wegen ihrer schrecklichen Stimme von der Insel Capreae verbannte Sirene. Ähnliches kann man in Bezug auf die Qualität seiner Musik auch von Xavier Naidoo behaupten. Das Bundesamt für magische Wesen überprüft diesen Sachverhalt aber noch.“

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Über Hagen Ulrich

Hagen Ulrich, Jahrgang 1967, lebt mit Ehemann und sieben Katzen in Bonn am Rhein. Hexen, Drachen, Vampire und andere magische Wesen sind kein Problem, wenn man sie ordentlich verwaltet. Schließlich hat in Deutschland alles seine Ordnung. Basierend auf dieser Idee, entwickelte er die Idee einer Behörde, die sich um die Belange magischer Mitbürger kümmert. So entstand das Bundesamt für magische Wesen. Hagen Ulrich kam nach dem Besuch einer Ladys Night zu Twilight zum Schreiben und veröffentlicht seine Romane im Himmelstürmer Verlag in Hamburg.

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