Der Richter aus dem Schattenreich von Rudolf O. Schäfer
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Der Richter aus dem Schattenreich von Rudolf O. Schäfer

Der Richter aus dem Schattenreich, ein Urban Fantasy Roman von Rudolf Schäfer

Fletcher, ein unscheinbarer und durchschnittlicher Typ, will nach der Trennung von seiner Frau und dem nachfolgenden Umzug in ein kleines englisches Dörfchen, eigentlich nur seine Ruhe haben.

Als aber Tom, der quirlig-nervende Geist eines Teenagers plötzlich Kontakt zu ihm aufnimmt und ihn um Hilfe bittet, ist es mit der Ruhe schlagartig vorbei. Dämonische Mächte planen die Menschheit zu versklaven.
Zusammen mit der attraktiven Alison – Besitzerin eines Esoterik-Geschäfts und selbst ernannte Fachfrau für übersinnliche Phänomene, nehmen sie den Kampf auf.

Wird das ungleiche Trio die Welt retten können?

 

Produktinformation

  • Taschenbuch: 242 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (16. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1499172524
  • ISBN-13: 978-1499172522
  • Größe und/oder Gewicht: 1,4 x 12,5 x 20 cm
  • erhältlich bei amazon

Leseprobe aus: ‘Der Richter aus dem Schattenreich’

Langsam stieg ich die Sprossen herunter. Die Lampe hatte ich mir mittlerweile zwischen die Zähne geklemmt und mit einem sehr mulmigen Gefühl ging es herab in mein Schicksal. Immerzu hatte ich das beklemmende Gefühl, mich würde gleich jemand an den Beinen packen und herabziehen. Aber ich kam sicher unten an und leuchtete mit meinem Glühwürmchen den Ort ab, um mich zu orientieren.

Um mich herum konnte ich einen schmalen Gang erkennen. Die Mauern bestanden aus Stein. So oder so ähnlich, musste man früher wohl gebaut haben. Ich strich mit meiner anderen Hand über die Wand. Sie fühlte sich kühl, aber trocken an. Na wenigstens hole ich mir hier keinen Schnupfen, dachte ich und schritt langsam – mit dem einen Arm tastend, durch den Gang. Kein Laut war zu hören. Etwa nach fünf Metern, stand ich plötzlich vor einer rostigen, alten Stahltür. Oh bitte lieber Gott, wenn ich jetzt noch einen Brennschweißer brauche um hier durchzukommen, bin ich echt aufgeschmissen. Leicht schnaufend blieb ich nun vor der Tür stehen und lauschte ins Dunkle. Kein Laut, einfach nichts war zu hören. War das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen? Ich legte mein Ohr auf das kalte Metall der Tür und hoffte die Stimme von Alison oder Tom zu vernehmen. Aber wieder Fehlanzeige! Entweder war diese Tür zu dick um etwaige Laute zu hören oder hier war einfach niemand.

Nun musste ich mich entscheiden. Entweder ich stand hier noch so lange rum bis meine Funzel den Geist aufgab und ich komplett im Dunkeln stand, oder ich würde mich nun zusammenreißen und versuchen, diese vermaledeite Tür aufzumachen. Auf halber Höhe der Tür erkannte ich einen Knauf. Sachte legte ich meine Hand darauf und versuchte ihn nach rechts zu drehen. Zu meiner Überraschung und Freude gelang es ohne Mühe und man hörte ein klickendes Geräusch, das mir anzeigte, dass die Verriegelung sich gelöst hatte. Mein Atem wurde wieder schneller. Trotz der kühlen Luft hier unten, stand mir leichter Schweiß auf der Stirn. Es gibt wohl nichts Schlimmeres, als in eine unbekannte Situation zu kommen.

Der Richter aus dem Schattenreich von Rudolf Schäfer
Der Richter aus dem Schattenreich von Rudolf Schäfer

Einzig die Gedanken an meine neue Freundin, und auch an Tom und die ganzen anderen armen Seelen, die dieser Schuft quälte, gaben mir momentan den Mut diese Tür zu öffnen. Ich schob die alte Metalltür langsam und sachte auf, denn ich wollte vermeiden, dass man mich zu früh hörte. Zu meiner Verwunderung, gab es kein einziges Geräusch, kein Quietschen oder Knarzen. Entweder kam hier ab und zu jemand mit dem Ölkännchen vorbei oder ich hatte einfach nur Schwein. Vorsichtig schob ich mich in den Raum. War da nicht irgendwo ein Schnauben, so als würde jemand im tiefen Schlaf atmen? Mit einer Hand hatte ich den Lichtschein der Taschenlampe etwas abgedunkelt. Nun aber nahm ich die Hand weg und lies den kleinen Lichtstrahl durch den Raum tanzen.

Die Decke bestand wie auch die Wände, aus demselben Stein wie der Gang, durch den ich hierher gelangt war. Ich ließ den Lichtstrahl der Taschenlampe über die Wände streichen. Da in einer Ecke, was war das? Es sah aus, als würde dort ein dunkles Bündel liegen. Langsam und vorsichtig, näherte ich mich diesem dunklen Gegenstand, immer mit dem Gefühl, dass mich zu jeder Zeit etwas von hinten anfallen könnte. Das Schnaufen kam ganz klar von diesem dunklen Bündel. Nun stand ich genau davor. Da musste jemand etwas mit einer alten Decke einfach abgedeckt haben. Unter dem alten Tuch schauten zwei Schuhspitzen hervor. Mein Gott! Ich betete. Ich zog vorsichtig die olle Decke zur Seite und darunter kam Alison hervor. Ich hatte sie wirklich gefunden und war heilfroh. Ich kniete mich hin. Sie war dreckverkrustet und hatte ein paar Schrammen im Gesicht und an den Händen. So wie es aussah, hatte man sie nicht ohne Gegenwehr hierhin verfrachtet. Sie schien trotz der Strapazen und Angst – oder gerade deswegen -, tief und fest zu schlafen. Ein Tuch war über ihren Mund gebunden. Ich streichelte vorsichtig ihre Wange.

„Hey Alison, hey … Aufwachen. Ich habe dich gefunden. Komm schon … AUFWACHEN! Wir müssen so schnell wie möglich von diesem Ort verschwinden!“

So wie es ausschaute, hatten wir echt Glück und der Richter war momentan woanders.

Meine liebe Lutzi, so würde ich auch mal gerne schlafen!, dachte ich. „So! Jetzt aber mal los!“ Ich packte sie am Arm und rüttelte ein wenig. In diesem Moment, machte sie erschreckt die Augen auf, starrte mich an und … trat mir mit beiden Füßen voll in den Unterleib. Ein Schmerz, so scharf wie eine Stahlklinge, durchzuckte mein unteres Stockwerk und mir blieb die Luft weg. Langsam wie ein Sack Reis, kippte ich nach hinten und konnte nur daliegen und hoffen, dass ich irgendwann mal in den nächsten Jahren, dort unten wieder intelligentes Leben spüren würde.

Zusammengekrümmt auf dem Boden liegend, hörte ich nur das Schnaufen von Alison. Irgendwas versuchte sie mir durch den Lappen in ihrem Mund zu sagen, aber das war momentan nur nebensächlich, denn immer noch tanzten kleine farbige Sternschnuppen vor meinen Augen. Mit ihren Füßen stupste sie mich immer wieder an. Mühsam rappelte ich mich hoch und hielt mit einer Hand mein Untergeschoss. Die Taschenlampe lag nun ein paar Meter entfernt auf dem Boden und strahlte uns beide genau an.

Meine Blicke trafen die von Alison. Strafend blickte ich sie an. Sie hob schuldbewusst ihre Augenbrauen und zog die Schultern nach oben. Sie stammelte etwas durch den Lappen, das sich wie Schorri! anhörte.

„Ja schon gut, warte gleich … dauert nicht mehr lange, muss nur mal kurz den Schmerz wegatmen.“

Sie blieb ruhig liegen und lehnte den Hinterkopf gegen die Wand. Kaum ging es mir ein wenig besser, löste ich den Knebel aus ihrem Mund. Sie atmete tief durch. „Fletcher, Gott sei Dank, dass du mich gefunden hast.“ „Ja hab gemerkt, wie sehr du dich gefreut hast, meine Liebe!“, sagte ich und rieb mir mit der einen Hand immer noch meine pochenden Kronjuwelen.

„Du!? Das tut mir unendlich leid, ich dachte, du wärest dieser müffelnde Piraten-Verschnitt, der mich hierher gebracht hat.“

„Okay Alison, die Geschichte kannst du mir gleich weiter erzählen, aber erst einmal müssen wir hier wirklich so schnell wie möglich raus. „Ja okay, klar. Mach mich los!“

Ich schaute herab und sah, dass sie an den Füßen gefesselt war. Sie drehte sich um und auch ihre Arme waren hinter dem Rücken gefesselt. Mann, selbst verdreckt und zerschunden sah sie immer noch umwerfend aus. In meinen Gedanken waren wir hier schon raus und sie bedankte sich bei mir für ihre Rettung auf die tollste Art, die ich mir nun gerade vorstellen konnte. Leicht verträumt nestelte ich an den vermaledeiten Knoten herum. „Ich schätze mal, der Bettler war in seinem früheren Leben wirklich Seemann“, sagte ich zu Alison, “das scheinen Seemannsknoten zu sein, verdammt.“

„Hast du nicht irgendwas zum aufschneiden dabei?“, fragte sie. Ich verdrehte meine Augen. Na klar das Multi-Tool, man kann es sich aber auch wirklich selber schwer machen. „Jep, Moment, gleich fertig.“ Ich zog das Werkzeug hervor und klappte die Klinge aus. Damit säbelte ich nun an dem Strick herum, natürlich darauf bedacht nicht in ihre samtweiche Haut zu schneiden. „Wie hat der Typ dich überhaupt hierhin verfrachtet?“

„Ich war doch noch bei meinem Bekannten, dem Geschichts-Typ.“

Ja, wie könnte ich den vergessen, beziehungsweise er mich? Momentan wollte ich ihr nichts von meiner Begegnung mit ihm erzählen. Ich wollte die romantische Stimmung nicht verderben. Denn um die Fesseln vorsichtig, aber schnell lösen zu können, hing ich ihr so nah wie noch nie zuvor auf der Pelle und meine Nase strich immer wieder durch ihr wunderbar duftendes Haar. „Sag mal, bist du bald fertig da hinten?“ Ich rüttelte mich wieder in die Realität. Mit einem letzten Schnitt sprangen die Fesseln von ihren Handgelenken. Sofort zog sie die Arme nach vorne und rieb sich die Arme und Hände. „Dieser verdammte kleine blöde Sack, wenn ich den noch mal erwische dann …!“

„Ich kann`s mir vorstellen Alison“, sagte ich und bemerkte wieder den leichten Schmerz in meiner Leistengegend. Ich fing nun an die Fesseln an den Beinen zu lösen.

„Also, du warst bei dem Typen, und dann?“, fragte ich.

„Äh ja, wir hatten nicht wirklich was herausgefunden und ich war echt super enttäuscht. Auf dem Heimweg wollte ich dich darüber unterrichten. Ich konnte mir ja denken, dass du auf meinen Anruf warten würdest. Fast bei mir zu Hause angekommen, stand da dieser Bettler angelehnt an meiner Hauswand. Ich ging an ihm vorbei und wollte meine Schlüssel aus der Tasche nehmen. Da presst mir dieser stinkende kleine Mistsack von hinten so einen übel riechenden Lappen auf den Mund. Ich weiß nicht, was schlimmer gestunken hat, der Lappen oder der Typ. Ich wehrte mich nach Leibeskräften, aber der dünne Typ hatte mehr Muskelkraft, als man vermutet hätte. Wenigstens sah ich noch sein blödes Grinsen und dann gingen bei mir die Lichter aus. Aufgewacht bin ich hier. Frag mich nicht, wie er mich hierher gebracht hat. Keine Ahnung!“

Ich hatte die ganze Zeit zugehört und dabei fast vergessen ihre Fesseln weiterzulösen. Sie schaute mich an, ich sie und …

“Na was?“, fragte sie. „Was?“, fragte ich. Sie ruckte mit den Beinen. „Wird das heute noch was?“

„Oh entschuldige, ja gleich.“

Ich säbelte weiter an den Stricken und schaffte es endlich.

„Ah danke!“ Sie zog die Beine ein paar mal gegen ihren Körper. „Alles eingeschlafen. Warte mal kurz, damit ich da wieder Leben rein bekomme.“ Sie rubbelte sich noch ein paar mal mit den Händen die Fußknöchel und mit meiner Hilfe rappelte sie sich langsam hoch.

Sie lehnte sich leicht an mich, was mir nicht gerade unangenehm war. Da sie leicht taumelte, schlang ich einen Arm um ihre Hüfte und stützte sie so ein paar Meter. „Der Kreislauf spinnt noch ein wenig“, hauchte sie mir zu. Ihr warmer Atem streifte mein Gesicht. Ein wohliger Schauer glitt durch meinen Körper. Hoffentlich waren wir hier bald raus. „Du, ich glaub, es geht jetzt schon wieder“, sagte sie und befreite sich leider ein wenig aus meiner Umklammerung. Von mir aus hätte ich sie auch gerne das ganze Stück auf meinen Händen getragen, aber naja.

Rasch klaubte ich beim vorbeigehen meine Taschenlampe vom Boden auf und stutzte. „Pscht“, zischelte ich ihr zu. „Was?“, fragte sie. Ich drehte mich um und machte mit dem Zeigefinger das international anerkannte Zeichen, dass sie mal kurz den Rand halten sollte.

Wir standen regungslos und still im Raum und lauschten. „Nichts, muss mich verhört haben, sind wohl nur die Nerven“, flüsterte ich ihr zu. „Okay, weiter Fletcher, zeig mir den Weg hier raus. Ich brauch frische Luft und was zu trinken, mein Mund ist trocken wie ein Sandkasten.“ „Küssen könnte helfen“, nuschelte ich. „Wie bitte?“, raunte sie mir zu. „Nichts. Wenn wir hier raus sind, besorge ich dir was zu trinken.“

Im Gänsemarsch taperten wir, sie mit einer Hand an meinem Hosenbund durchs Halbdunkel. Bei der Tür angekommen deutete ich ihr an, dass sie kurz stehen bleiben solle. „Ich schau mal eben nach, ob die Luft rein ist, Moment.“ „Ja okay, mach schnell. Ich hab das Gefühl hier drin wird’s immer kälter, oder nicht?“ Ich hielt kurz inne – und ja, sie hatte Recht, es war bedeutend kälter geworden, denn ich konnte feststellen, dass sich beim sprechen kleine Wölkchen vor meinem Mund bildeten. Das konnte nichts Gutes bedeuten und ich wollte nun wirklich so schnell wie nur möglich, aus diesem alten Geisterkasten raus.

Ich schob die Tür auf und lies meinen Taschenlampenstrahl durch den Gang huschen. Totenstille und niemand war zu sehen. Ich drehte mich um und wedelte mit meiner Hand damit Alison nachkam. Alison blickte mich mit großen Augen an. „Was?“ Lief mir Spucke übers Kinn, oder was war los? Sie schlug sich mit einer Hand vor den Mund und deutete über mich hinweg. “Sag nichts Alison, da ist was hinter mir, oder?“ Sie nickte. Was ich nicht sah war, dass – nachdem ich mich umgedreht hatte – die Dunkelheit wohl noch dunkler geworden war und aus dem pechschwarzen Gang, zwei giftig gelbe Augen auf mich zukamen. Ich wollte mich gerade umdrehen, als peng! Mir wurde schwarz vor Augen und das letzte was ich sah, waren die angsterfüllten Augen von Alison, die mir auf meiner Reise zum Boden nachschauten. Ich versuchte noch den Daumen nach oben zu recken, aber bis auf ein dümmliches Grinsen kam nichts mehr zustande.

Das Erste, was ich akustisch wieder mitbekam, nachdem sich mein Gehirn stufenweise wieder anschaltete, war Alison`s Stimme. „Fass mich ja noch mal an, du stinkender kleiner Wicht und ich reiß dir deinen Kopf runter, hast du das verstanden?“ Ich lag auf dem Boden und fühlte nur ein heißes Pochen an meinem Hinterkopf. Irgendwas oder irgendwer hatte mich mit etwas verdammt Hartem getroffen. Das Beste was ich nun tun konnte war, einfach liegen zu bleiben und den Ohnmächtigen zu spielen. „Was habt ihr überhaupt mit uns vor? Wir haben euch doch gar nichts getan!“ Alisons Stimme überschlug sich förmlich. Einerseits wahrscheinlich, weil sie wirklich stinksauer war, andererseits hörte man aber auch die Furcht heraus. Ich blinzelte leicht mit den Augen, um mir einen kleinen Überblick zu verschaffen. Alison stand mit dem Rücken zur Wand, die Arme angehoben wie ein Boxer. Der Piratenfuzzi hatte sich ihr bis auf wenige Meter genähert und hielt ein längeres Stück Holz in seinen Händen. Das musste der Beulenbringer sein, den er gegen mich eingesetzt hatte. Aber wo war er so schnell hergekommen? Ich hatte doch den ganzen Gang abgesucht. Der Richter musste doch noch über irgendwelche Kräfte verfügen, die mir noch nicht bekannt waren. Meine Blicke gingen durch den Raum, aber durch meine ungünstige Lage konnte ich nicht überall hinschauen. Wo war der verdammte Richter hin? Befand er sich immer noch in diesem Raum oder hatte er sich schon wieder auf den Weg gemacht und meinte, dass sein Helfers-Helfer genügen würde?

Obwohl mein Kopf immer noch schmerzte, hatte ich mir einen Plan zurechtgelegt. Ich würde auf einen günstigen Moment warten, dann den Piraten von hinten packen und ihn überwältigen.

„Nun zick hier mal nich rum Frauchen. Unser Plan hat doch ganz gut geklappt!“ Der Pirat grinste und ließ immer wieder sein Schlagholz in seine freie Hand klatschen. „Ich bin kein Frauchen, du Arsch! Und um was für einen Plan geht es hier überhaupt, häh?“ Alison war voll kampfbereit. Ihre Haare standen elektrisiert nach allen Seiten. Irgendwie erinnerte sie mich an eine Katze die kurz vorm Angriff stand. Klasse Frau!

„Nun, du und der Trottel da unten seid ja jetzt wieder zusammen und werdet es auch bis an euer restliches Leben bleiben. Ist das nicht romantisch?“ Der Bettler lachte sich kaputt über seinen Witz.

„Was soll das heißen, du stinkiger kleiner Wicht? Willst du uns umbringen?“ Alisons Stimme überschlug sich fast.

„Nö, hab ich bisher noch nie und werde ich auch nicht. Ich werde mich gleich hier verziehen und mein Meister wird dafür sorgen, dass der hübsche kleine Gang da hinten zugeschüttet wird. Ist nämlich eine einfach Übung für ihn, musst du wissen. Ihr werdet hier nie mehr rauskommen!“ Er lachte wieder hämisch und mir zitterten die Hände. Verdammt üble Nachrichten! Ich musste ihn jetzt einfach stoppen und überwältigen! Wir mussten hier so schnell wie möglich raus, denn wenn der Gang draußen einmal blockiert war, würden wir hier nie mehr im Leben rauskommen, sondern erbärmlich verrecken. Er blickte kurz zu mir herunter und ich schloss meine Augenlider und hoffte, dass er nicht mitbekommen würde, dass ich bald schon wieder einsatzbereit wäre. „Is umgefallen wie´n nasser Sack“, er lachte schallend.

„Du dummer …!“ Alison sah aus, als wolle sie sich nun auf den Drecksack werfen. Er aber, hob nur sein Kantholz und drohte ihr damit. „Na nur nicht zickig werden, sonst liegst du auch gleich auf dem Boden. Glaub ja nicht, dass ich Probleme damit habe `ne Frau zu schlagen.“

„Ja so siehst du auch aus, du mieser kleiner Feigling!“, kreischte Alison.

Jetzt war der Moment gekommen. Ich schlug meine Augen auf und stemmte mich so schnell wie es ging hoch und ohne die stechenden Schmerzen in meinen Hinterkopf zu beachten, hechtete ich auf den Piraten los. Alison schrie auf und der Typ drehte sich blitzschnell um. Ich konnte ihn an den Hüften packen und umreißen, noch bevor er seine Keule schwingen konnte.

Wir kugelten beide keuchend über den Boden, und ich versuchte seine Arme festzuhalten. „Ja! Pack ihn dir und hau ihm eine rein!“ Alisons Stimme hallte durch den Raum. Ich kam mir vor wie in einem Boxring und mein Frauchen feuerte mich außerhalb des Rings an. Trotz seines abgerissenen Äußeren, war er doch erstaunlich kräftig und zäh, aber mit einiger Mühe kam ich aufrecht auf ihm zu sitzen und nagelte seine Hände am Boden fest. Ein paar Mal ließ ich seine Hand mit dem Kantholz auf den Boden klatschen, bis er es endlich losließ.

Wir keuchten beide vor Anstrengung.

„Das wird dir noch leidtun, das verspreche ich dir!“, raunte der Bettler mir mit stinkendem Atem ins Gesicht. „Halt einfach dein Maul Mann, sonst verpasse ich dir wirklich noch eine!“

Erst jetzt bemerkte ich wieder diesen stumpfen Schmerz in meinem Kopf und mir wurde leicht schwindelig und schlecht. Ich durfte jetzt nicht schwach werden. „Los Alison, wirf mir die Stricke zu, die ich dir gerade abgeschnitten hab, wir fesseln ihn damit!“

„Ja okay, warte gleich“, antwortete sie.

Ich würde ihn hier unten lassen und ihm die Polizei auf den Hals schicken, mal schauen wie lange er dafür einsitzen würde. Aber leider kam es dazu nicht mehr.

„Lass ihn los!“ Eine drohende dunkle Stimme hinter mir gab mir den Befehl und ohne hinzuschauen wusste ich, wer das war. Alison kreischte auf. Der Pirat unter mir fing an zu kichern. „Los runter du Mistkerl, hast du nicht gehört?“ Innerlich rang ich mit mir. Wenn ich den Typen jetzt loslassen würde, wären wir aufgeschmissen.

„Und was, wenn ich es nicht mache?“, fragte ich ohne mich umzusehen.

Die Wände um uns herum fingen an zu zittern und Staub und Mörtel lösten sich von der Decke.

„Ich lasse das Gewölbe einfach einbrechen und nehme euch eure Seelen jetzt gleich sofort!“

Verdammt, nicht nur das ich wusste, dass er dazu wohl in der Lage wäre. Es wäre ihm bestimmt auch völlig egal, dass sein Diener mit uns hier unten begraben würde. Und er wollte unsere Seelen auch versklaven. Jetzt war mir klar, was er vorhatte. Er würde, wenn wir hier unten verreckten, einfach abwarten und wenn es ans Sterben ginge, würde er uns genauso wie alle anderen, unserer Seele berauben und wir wären ihm einfach ausgeliefert. Das konnte doch alles nicht wahr sein!

Wie konnte es bloß passieren, dass ich innerhalb von ein paar Tagen aus meinem normalen Leben herausgerissen wurde und nun in dieser abstrusen Situation steckte? Auf einmal sprang Alison nach vorne. Ich drehte etwas meinen Kopf und sah die wabernde Gestalt an der Rückwand. Die leuchtend gelben Augen fixierten uns.

„Weiche von uns, Dämon!“, schrie Alison und machte das Kreuzzeichen vor ihrer Brust. Zitternd stand sie vor der wabernde Masse. Erst kam keine Regung, doch dann donnerte schallendes Lachen, sodass weiterer Putz von der Decke rieselte.

„Aus welchem deiner kleinen, nutzlosen Büchlein hast du denn den Spruch Weib?“

Man merkte sofort das solche Bannsprüche nichts, aber auch gar nichts taugten. Sie würden wohl nur in irgendwelchen Hollywood Filmen – bei den Filmmonstern, Eindruck schinden.

„Ich … ich …” Alison stotterte und ging langsam, Schritt für Schritt wieder rückwärts zur Wand. Man sah ihr die Verzweiflung an. Ihr Blick traf auf meinen.

Jetzt blieb uns nur noch diese eine kleine Möglichkeit.

Ich lockerte den Griff und setzte mich auf. „Los, runter Kerl!“ Der Pirat schüttelte sich und rieb seine Unterarme. Ich hatte wohl sehr fest zugegriffen; man konnte die roten Stellen meiner Finger erkennen. Ich stellte mich auf und ging zu Alison. Seite an Seite standen wir da und ich bemerkte Alison`s Hand, die meine suchte. Vor Wut bebend, nahm ich sie und drückte fest, um ihr ein wenig Mut zu machen. „Was sollen wir bloß machen, Fletcher?“, flüsterte sie mir zitternd zu.

Der Pirat kniete sich hin und stand dann auf. Er drehte sich zu seinem Meister und verbeugte sich leicht. „Soll ich den frechen Kerl mal ein wenig mit dem Holz massieren, Meister?“

Er grinste schadenfroh in unsere Richtung. „Nein, das wird wohl nicht nötig sein“, dröhnte es aus der Wolke, die nervös hin und her fächerte.

Ich dachte angestrengt nach, was wohl passieren würde, wenn ich seinen Namen laut aussprach. Würde er dann einfach verschwinden? Ich konnte es mir eigentlich nicht vorstellen. Aber mir blieb nur noch diese eine Möglichkeit. „Pass genau auf was passiert Alison, wenn es die Situation erlaubt möchte ich, dass du so schnell wie möglich hier verschwindest!“, flüsterte ich ihr zu. „Wie? Warum, was hast du vor?“ „Pscht, leise! Mach einfach das du so schnell wie möglich hier rauskommst, hast du verstanden?“

„Ja, aber …!“

„Nichts aber, ich komm schon zurecht.“

„Hey, was flüstert ihr da rum ihr beiden, häh?“ Der Pirat hatte scheinbar unser kleines Zwiegespräch mitbekommen.

„Ich hab mir nur gerade gedacht, dass ich gar nicht weiß, wie du eigentlich heißt, Pirat. Verstehst du? Wenn man schon besiegt wurde, möchte man doch schon gerne wissen, von wem!“

„Also, obwohl es euch einen Dreck angeht und ich diesen Namen schon lange nicht mehr benutze, sei´s drum“, antwortete er. „Mein menschlicher Name ist Peter Castle, aber ich bevorzuge doch weiterhin, als der Pirat zu gelten“, sagte er nicht ohne Stolz.

„Aha. Ja, das ist ja fein zu wissen Peter!“ Die nebelige Masse des Richters waberte unruhig, als ob er etwas ahnen würde. Konnte das sein?

Dann könnte es doch ein entscheidender Vorteil sein, wenn ich ihn mit seinem früheren Namen ansprach.

„Jetzt kennen wir also alle unseren Namen, nur nicht von seiner Durchlaucht, dem Richter.“ Ich bemerkte eine Farbveränderung in der Wolke und nervöse Schlieren.

„Sprich nicht so herablassend mit dem Meister, unwürdiger Wurm!“, herrschte mich der Pirat an.

„Kennst du denn seinen richtigen Namen, Peter? Unter Kumpels sollte man doch eigentlich keine Geheimnisse haben, oder?“

„Das tut hier nichts zur Sache! Ich werde für meine Dienste in Kürze meine Belohnung bekommen!“, feixte der Pirat.

„Ja klar, sterben wirst du und dann kannst du mit deiner Seele weiter die Drecksarbeit für deinen Meister erledigen und sonst nichts!“

Ich hoffte, dass ihm vielleicht mal ein Licht aufgehen würde, aber das war wohl nur ein Wunsch.

„Du hast doch gar keine Ahnung worum es hier geht, du kleines Licht. Selbst wenn ich sterbe, so wird mein Meister mich zum Anführer seiner Armee machen und bald werden wir dann die gesamte Menschheit unterjochen. Dann lacht keiner mehr über mich!“

„Weißt du was ich glaube, Peter? Ich glaube, dass nicht nur du, sondern auch dein Meister ne´n Vollschuss hat!“

„Bring ihn zum Schweigen Meister, oder lass mich ihm seinen Kopf zertrümmern!“, geiferte der Pirat und rollte mit seinen Augen.

„Laß ihn nur, er wird bald hier unten genug Zeit haben sich zu besinnen. In Kürze werden er und seine kleine Freundin mir zu Füßen liegen!“, donnerte die Stimme aus der Wolke.

„Zu Füßen von wem?“, fragte ich provokant. „Zu den Füßen von einem Feld- Wald- und Wiesen Advokaten, der mal vor Urzeiten mit dem Kopf gegen `ne Mauer gerannt ist?“

Der Pirat konnte sich nicht halten und stürzte plötzlich nach vorne um mir an den Hals zu gehen, aber er hatte nicht auf Alison geachtet und als er mir zu nahe kam, trat sie ihm mit voller Wucht in den Unterleib, dass es nur so krachte. Der Tritt war so heftig, dass selbst mir bei diesem Anblick wieder die Schmerzen hochkamen. Sie schaute mich an, zog eine Augenbraue hoch und sagte: “Selbstverteidigungskurs für Frauen. Hat doch was gebracht, oder?“ Trotz der Situation lächelten wir uns beide an. Der Pirat lag benommen vor unseren Füßen und jaulte vor sich hin.

Die schwarze Masse des Richters blähte sich unheilvoll auf.

„Ihr habt gerade euer Schicksal besiegelt!“, schrie er und im selben Moment fingen der Boden und die Wände an zu wackeln. Dicke Putzbrocken fielen von den Wänden und wir konnten uns kaum auf den Beinen halten. „Raus hier, raus!“, schrie ich Alison zu, denn schon lösten sich die ersten großen Brocken aus den Wänden und polterten zu Boden. Selbst der Pirat versuchte mit angsterfülltem Gesicht zum Ausgang zu kommen.

„Ihr kommt hier nicht Lebend raus!“, verhöhnte uns die Stimme des Richters. Wenn nicht jetzt, wann dann? dachte ich noch und schrie aus Leibeskräften: “Edward Brewster, sofort aufhören!“

Ein Schrei, wie ich ihn noch nie in meinem Leben gehört hatte, schallte durch das Gemäuer und ich dachte schon, dass es das jetzt war und die restlichen Mauerstücke von der Decke kommen würden, um uns endgültig unter ihnen zu begraben. Aber wir hatten Glück. Rücklings auf dem Boden liegend, beobachteten wir, wie sich die dunkle Wolke des Richters immer mehr zusammenzog und sich die Umrisse eines Menschen herausschälten, bis plötzlich der Richter in seiner wahren Gestalt vor uns stand. Immer noch riesengroß, mit wirren Haaren und ebenso wirrem Blick. Er trug altertümliche Kleidung und ich entdeckte, in seinem Gürtel steckend, seinen Richterhammer. Irgendetwas war jetzt anders an ihm. Er sah nicht aus wie Tom oder der Geist der Frau. Er war nicht leicht durchscheinend, sondern ein fester Körper, wie ein richtiger Mensch. Er stampfte mit dem Fuß auf den Boden. Sand und Steine sprangen zur Seite weg. Nun war mir klar, dass ich einen stabilen Körper vor mir hatte und das machte mir Hoffnung. Ich musste jetzt also nicht mehr mit der Luft kämpfen, mit einer körperlosen Gestalt, sondern nur mit geschätzten hundertzwanzig Kilo wild gewordener Richtermasse, die mich auch noch um einen Kopf überragte.

„Woher hast du diesen Namen Mensch?“

„Verrat ich nicht Edward!“, schrie ich zurück und bemerkte entzückt, dass er bei der Nennung seines Namens zusammenzuckte. „Ich darf dich doch Edward nennen, oder?“ Wiederum zuckte er zusammen.

„Nein, hör auf damit!“

„Lieber Eddi oder Wardi?“, spottete ich.

„Dafür wirst du nun schmerzvoll sterben, du Wurm!“ Mit Entsetzen sah ich, wie seine Hand zum Richterhammer griff. Mir blieb nur noch eine Möglichkeit. Aufschreiend, stieß ich mich vom Boden ab und rannte – gebückt mit dem Kopf voran – in den Bauch des Richters. Ich war so froh, als ich fühlte wie sein Körper nach hinten taumelte. Der Richterhammer, den er gerade aus seinem Gürtel gezogen hatte, verließ seine Hand und polterte zu Boden.

„Dafür wirst du büßen!“, donnerte er. Er packte mich am Hemdkragen und zog mich spielerisch auf die Beine, bis ich mit ihm auf Augenhöhe war. Meine Beine baumelten ca. dreißig Zentimeter in der Luft und mir wurde so langsam die Luft knapp.

„Jetzt sei mal nicht so sauer Edward“, zischte ich zwischen meinen Zähnen hindurch. Mit einem wilden Aufschrei warf er mich durch die Luft. Ich polterte mit dem Piraten zusammen, der sich gerade mühsam aufgerichtet hatte und wir stürzten zusammen gegen einen Mittelpfeiler, der als Stütze in der Mitte des Raumes stand.

Ich lehnte nun mit dem Piraten zusammen an diesem Pfeiler und wir bemerkten beide das unselige Knirschen über uns. Schon brachen die ersten große Steine aus der Decke und polterten laut krachend neben uns zu Boden. Schnell wie der Blitz, sprang erst der Pirat auf und dann auch ich. Ich sah im Hintergrund den Richter und Alison, die noch immer auf dem Boden, aber fast genau an der Tür lag. Ohne lange nachzudenken stürzte ich auf sie, und zog sie hoch. Immer mehr Steine kamen von der Decke und den Wänden herunter. „Kommt zurück ihr beiden!“, brüllte der Richter hinter uns her, aber ohne seinen Richterhammer, der noch irgendwo auf dem Boden rumlag, konnte er offenbar nichts weiter ausrichten. Es lag Staub in der Luft, der fürchterlich in den Augen brannte. Mühsam konnte ich die Tür erblicken. Alison keuchte neben mir und ich zog sie mehr, als das sie selber auf den Beinen rannte. „Los wir müssen hier raus, alles bricht ein!“

Ich schickte ein Stoßgebet zum Himmel, dass wir es noch raus schaffen würden. Wir strauchelten durch den Gang und ich bekam die untersten Sprossen der Leiter zu packen. Ich zog Alison zu mir und legte ihre Hand auf die Sprosse. „Los hoch mit dir!“ Ohne noch etwas zu sagen, und mit Todesangst in ihren Augen kletterte sie die Leiter hoch, ich dicht hinter ihr. Beim Zurückschauen sah ich die Umrisse des Richters in der Tür. Dann fiel fast die gesamte Decke mit einem mal runter und begrub ihn unter sich.

Mit Müh und Not bekam ich gerade eben noch den Kopf und meinen Körper aus der Luke, da brach der halbe Fußboden ein. Ohne weiter nach links oder rechts zu blicken, fasste ich Alison an der Hand und stürzte mit ihr aus dem Haus.

Gerade noch rechtzeitig, denn hinter uns sackte ein Großteil des Hauses einfach weg. Mit brachialem Getöse rutschten die Dachpfannen vom Haus und zerdepperten beim Aufprall auf dem Boden. Wir standen Hand in Hand auf der Wiese vor dem Haus und starrten ungläubig auf dieses Desaster. Nicht ohne Herzklopfen, da wir diesem Schlamassel in letzter Sekunde entronnen waren. „Mein lieber Herr Gesangsverein“, stieß ich hervor, „gerade noch mal gutgegangen!“

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Über Rudolf Otto Schäfer

Rudolf Otto Schäfer
Rudolf Otto Schäfer wurde 1968 in Lennestadt geboren und ist seit 2013 freier Autor.Für die Fantasybuchreihe um den Geisterjäger Fletcher hat er bis heute 2 Romane verfasst.Weiterhin entstand das Kinderbuch »Kiara und das Schimpfmonster«. Vor kurzem erschien der erste Band, der neuen Mystery Serie »Shadow Town«. Vom Alogino Hörbuchverlag München, wurde der erste Band der Fletcher Serie und "Kiara und das Schimpfmonster" vertont. Die aufwendig produzierten Hörbücher können über audible erworben werden.Er lebt seit 2002 in Unna bei Dortmund.

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