Home / Buchveröffentlichung / Bücher über Hexen und Magier / Der Wächter des Sternensees von Demetria Cornfield

Der Wächter des Sternensees von Demetria Cornfield

Der Wächter des Sternensees, ein Fantasyroman von Demetria Cornfield

Eine dunkle Lichtung. Okkulte Riten – und Vicky mittendrin. Werden die Schutzmächte ihr helfen? Und was in aller Welt ist in ihrem Leben passiert, dass ausgerechnet sie für den dunklen Magierorden so wichtig ist?

Alles hatte so harmlos angefangen: Eine Halloweenparty, ein Wahrsagebrett, eine schrullige Tante – und nun weiß Vicky plötzlich nicht mehr, woher sie kommt, was echt ist, und was nicht …

Demetria Cornfield - Der Wächter des Sternensees
Demetria Cornfield – Der Wächter des Sternensees

Produktinformation Taschenbuch

  • Broschiert: 452 Seiten
  • Verlag: ePubli GmbH Berlin; Auflage 1 (15. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3737513708
  • Verkauf durch: epubli.de oder Amazon Marketplace

Produktinformation eBook

  • Format: mobi + epub
  • Dateigröße: 0,83 MB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 480
  • Verlag: BookRix GmbH & Co. KG & Amazon Media EU S.à r.l.
  • ISBN-10: 3736850182
  • ISBN-13: 9783736850187
  • ASIN: B00OTZURFU
  • Sprache: Deutsch

Leseprobe aus „Der Wächter des Sternensees“ von Demetria Cornfield

Patty sah sie nacheinander mit Nachdruck an.

»Wenn ich sage ‚Rufe deinen Schutzgeist‘, wird das Medium in Kontakt mit der anderen Sphäre treten. Sobald die Verbindung hergestellt ist, wird das Medium das mit einem Nicken bestätigen. Danach werde ich zuerst fragen, ob eine Wesenheit anwesend ist, und erst dann seid ihr reihum dran. Jeder hat nur eine Frage. Soweit alles klar?«

Vicky schluckte. Keine Ahnung, wie sie das gleich anstellen sollte. Einfach die Augen schließen, würdevoll ausschauen und nach einer Weile huldvoll nicken? Das würde ja ein totaler Reinfall werden, wenn herauskam, dass sie das unmagischste Wesen der Welt war. Sie wünschte sich heim, in ihre Wohnung zu Papa und einem Malefiz-Spiel.

Als sie ihre Hände vor sich spreizte, um der Anweisung zu folgen, fühlte sie eine zaghafte Berührung an ihrem linken kleinen Finger. Mussten die Daumen übereinander liegen, oder reichte es, wenn sie aneinander lagen? Sie sah auf und bemerkte den Jungen von der Terrasse neben sich, der ihr zuzulächeln schien. Sandy kicherte nervös, als sie Vicky ihre gespreizte Hand zustreckte.

»Seid ihr so weit?«

Zustimmendes Gemurmel. Patty holte tief Luft und sprach anschließend mit veränderter Stimme in einem Sing-Sang:

»Wir haben uns hier versammelt, wie es Tradition ist, um in der Nacht der Nächte die Geister nach der Zukunft zu befragen.«

Während ihrer kunstvollen Pause erschien Vicky die seltsame Hintergrund-Musik unnatürlich laut.

»Wir bitten die Wesen, uns wohlgesonnen zu sein, denn wir sind die wenigen, die noch an eure Existenz glauben. In unserer Mitte befindet sich eine Weltenwanderin, die euch bestens bekannt ist. Sie sei Garant dafür, dass wir nichts Böses im Sinn haben. So bitten wir dich, Medium, rufe deinen Schutzgeist!«

Vicky machte ein ernstes Gesicht und schloss die Augen. Gleich würde sie sich bis auf die Knochen blamieren. Das war vermutlich die erste und die letzte Goth-Party, die sie je besuchen würde – sie musste nur schauen, wie sie heil aus der Nummer herauskam. Konnten Schutzgeister Migräne haben? Wäre das eine gute Ausrede? Die Rauchschwaden zogen in ihre Nase und verursachten einen Hustenreiz, die Nebenhöhlen fingen an zu brennen und sie bekam leichte Kopfschmerzen. Sie versuchte flach zu atmen, da die Korsage ihr die Luft abklemmte; sie spürte förmlich die Ungeduld der Anwesenden.

‚Ich werde bis zwanzig zählen‘, dachte sie verzweifelt, ‚und wenn ich nicke und nichts passiert, sage ich einfach, dass Ungläubige in unserem Kreis sind. Sandy zum Beispiel, das hat sie dann davon.‘

Hörte sich nach einem Plan an. Vicky wurde ruhig und konzentrierte sich auf ihren Herzschlag. Wirre Bilder von dicklichen geflügelten Babys mit Pfeil und Bogen, die auf einen Mann schossen, der auf einer Hängebrücke stand, zogen durch ihre Gedanken. Der Mann hatte schützend die Arme über den Kopf gehoben, in seinem Blick lag ein stummes Flehen. ‚… Neunzehn, zwanzig … Schutzgeist!‘ Sie senkte und hob langsam den Kopf und öffnete die Augen. Alle machten recht angespannte Gesichter.

Patty räusperte sich.

»Ist hier ein Geist anwesend?«, rief sie leise.

Ihre Stimme klang plötzlich dünn. Es lag ein Knistern in der Luft. Sie sahen sich alle stumm und ängstlich an. Vicky bemerkte aus den Augenwinkeln, wie Sandys Hände zitterten. Die sphärische Musik schwoll zu einem unerträglichen Jaulen an – aber es geschah nichts. Die Luft war so dick, dass man sie beinahe schneiden konnte. Nach einer Weile rief Patty mit lauter Stimme:

»Wenn hier ein Geist anwesend ist, möge er sich zu erkennen geben!«

Dann passierte alles wie im Zeitraffer. Erst flackerte die Kerze und ging mit einem Zischen aus. Etwas krachte laut an das Fenster, vor dem Vicky und Sandra saßen, und es schwang nach innen auf. Gleichzeitig öffnete sich die Zimmertür – bei alledem fühlte Vicky jedoch keinen einzigen Windstoß.

»Haltet den Kreis«, hörte sie Patty rufen, doch mehrere Anwesende sprangen mit lautem Kreischen auf und rannten aus dem Zimmer, unter ihnen Sandy. Vicky erkannte im Spiegel einen Schatten und sie blickte wie hypnotisiert in die entgegengesetzte Ecke, um ihn genauer in Augenschein zu nehmen.

Merken

Merken

Merken

Bewerten Sie dieses Buch

Bewertungen

Zusammenfassungen

Dieses Buch kaufen
User Rating: Be the first one !

Über Demetria Cornfield

Demetria Cornfield
Demetria Cornfield, Jahrgang 1970, verbrachte ihre frühe Kindheit im katholischen Francis Xaver Internat in ihrer Geburtsstadt Bangkok. Das Aufeinandertreffen der thailändischen Geisterwelt mit dem mystischen Katholizismus prägt seither ihre Weltsicht. 1977 zog die Familie nach Deutschland. Die Kinderjahre verbrachte die Autorin in einem kleinen Waldenserdorf in der Nähe von Maulbronn und besuchte mit Eifer die Kinderkirche und den evangelischen Bibelunterricht. Erstmalig mit dem Okkulten kam sie während ihrer Jugendzeit in Kontakt, und ist seitdem auf der Suche nach der Macht, die das Universum zusammenhält. Demetria ist ehemaliges Mitglied eines hermetischen Ordens und seit vielen Jahren Studentin der Hexenkunst. Sie arbeitet im Onlinemarketing einer renommierten Internet-Agentur und lebt mit ihrer Familie im Allgäu.

Check Also

Gefangene meiner Selbst – Die dunkle Seite von mir von Talira Tal

Ein halbes Jahr, nachdem Patricia Simrot einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat, quälen sie grausame Visionen, …

Die Gilde der Rose - Wolfsrebellion, ein Urban Fantasy Roman von Talira Tal

Die Gilde der Rose – Wolfsrebellion von Talira Tal

Meine ganze Welt hat sich verändert, und ich meine nicht nur die Jahreszahl, die von …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Der Shop wird momentan überarbeitet, Bestellungen sind ab dem 30. Mai wieder möglich. Verstanden