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Des Teufels sanfter Kuss von Frank Böhm und Valerie le Fiery

Des Teufels sanfter Kuss, ein Gay Romance Fantasyroman von Frank Böhm und Valery le Fiery

Darius Reimann scheint das Glück nicht wirklich hold zu sein. Erst kürzlich hat er seinen Job verloren und nun gibt ihm auch noch sein Freund Roger zugunsten eines anderen Mannes den Laufpass. Seine karge Wohnung und die ohnehin meist frustrierende Stellensuche scheinen die einzigen Optionen zu sein, die ihm zu diesem Zeitpunkt bleiben.

Als er sich jedoch fluchend eine Zigarette anzünden will, hat er eine Erscheinung der besonderen Art, denn der Teufel höchstpersönlich macht ihm ein Angebot, das er eigentlich kaum ablehnen kann.
Doch soll er wirklich das tun, was der Satan von ihm verlangt?
Und wer ist eigentlich dieser Martin?

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 546 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 230 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B072HJC6MN

Leseprobe aus „Des Teufels sanfter Kuss“

Höllengezwitscher

Des Teufels sanfter Kuss, ein Gay Romance Fantasyroman von Frank Böhm und Valery le Fiery
Des Teufels sanfter Kuss, ein Gay Romance Fantasyroman von Frank Böhm und Valery le Fiery

Die ratternden Maschinen in den Arbeitslagern der verdammten Seelen werkeln auf Hochtouren und sowohl den Höllengefangenen als auch den Dämonen steht durch die daraus entstehende Gluthitze der Schweiß auf der Stirn.

„Nun macht mal ein bisschen schneller“, treibt Ebija, erster Vorarbeiter und zweiter Vertrauter des Höllenchefs die Zwangsarbeiter an und stellt die Geschwindigkeit der Produktionsgeräte auf höchste Stufe, damit diesen armen Wesen – trotz völliger Erschöpfung – noch einmal gründlich eingeheizt wird. Seit der Sir erneut in die Diamantenproduktion eingestiegen ist, erwartet dieser monatlich steigende Ertragszahlen, damit seine niemals endende Gier befriedigt wird.

Ebija jedoch schweift ein wenig von seinem Arbeitseinsatz ab, denn die Neugier, weshalb der Sir in letzter Zeit derart verändert ist, lässt ihm keine Ruhe. Mehrfach hat er Martin darauf angesprochen, doch aus dem ist nicht ein einziges Wort herauszubekommen. Gegen Gewährung heimlicher Freizeit hat er den Dämonenwinzling Ruca dazu ermutigt, Erkundigungen über den Teufel einzuholen. Er zieht diesen verstohlen, während die restlichen Anwesenden im Schweiße ihres Angesichts weiter Frondienst leisten, zu sich heran, um durch ihn an die gewünschten Informationen zu kommen.

„Nun sag schon, hast du etwas erfahren können? Was ist mit dem Sir?“, kommt es neugierig fragend von Ebija und man kann dabei in seinen drei Augen deutlich erkennen, dass er Rucas Antwort kaum erwarten kann.

„Du wirst es nicht glauben, Ebija“, flüstert der Zwerg. „Unser Chef hat sich eine neue Welt erschaffen. Sie besteht aus einem riesigen Garten und einem wundervollen Meer. Es sieht dort beinahe aus wie in einem Paradies.“

Ebija schüttelt ungläubig den Kopf.

„Und was hat er davon? Er steht doch gar nicht auf solch romantischen Quatsch, vielmehr mag er es doch eher düster. Nun erzähl endlich und lass mich nicht so lange zappeln.“

Die Stimmlage Ebijas ist schon fast fordernd. Immerhin ist die Art von Dämonen, zu deren Gattung er gehört, eine der neugierigsten und wissbegierigsten, die in der Hölle anzutreffen ist. Obwohl der Sir diese Eigenschaft nicht ausstehen kann, ist er bislang nicht in der Lage gewesen, sie einzudämmen und hat bereits seit Jahrzehnten damit zu kämpfen.

„Der Sir hat es wohl nicht mehr so mit der Vielweiberei. Vielmehr scheint es tatsächlich so …“, in diesem Moment unterbricht Ruca seine Ausführungen, errötet leicht und schaut verschämt zu Boden.

„Sprich weiter!“, befiehlt Ebija. „Sonst zerquetsche ich dich zwischen den Maschinen. Sieht dann eh aus wie ein Arbeitsunfall.“

Ängstlich zitternd fährt Ruca fort.

„Er lädt sich Traumseelen an diesen Ort ein. Männliche Individuen, und zwar, um sich mit ihnen zu vergnügen. Martin hat ihm einen Mittelsmann dafür besorgt, mit dem hat er einen Vertrag geschlossen. Drei Seelen hat er wohl bereits und steht mit diesen in regelmäßigem Kontakt. Ich sage dir, Ebija, diese Hölle verkommt noch zu einem … ach, mir fehlen die Worte.“

Ebija verzieht angewidert seine fetten Lippen.

„Das erklärt, weshalb er sich neuerdings derart oft in seine Gemächer zurückzieht, um auf die Monitore zu starren. Unser Chef ist eine Schwuchtel. Hahaha! Und jetzt, mein lieber Ruca, ab an die Arbeit oder glaubst du tatsächlich, dass ich dir wegen dieser spärlichen Information frei gebe? Nun mach schon! Hahahaha! Unser Luzi ist schwul, wie eklig“, ruft Ebija laut aus und sieht plötzlich in das vor Wut schäumende Gesicht des Bosses.

„Wag es nie wieder, in dieser Form von mir zu sprechen“, brüllt dieser mit funkensprühendem Atem. Das Lächeln des Dämons weicht augenblicklich und wird von einem angsterfüllten Blick abgelöst. Im selben Moment wird Ebija auch schon heftig durch des Teufels Hand in der Gegend herumgewirbelt und kommt irgendwo zwischen den Maschinen zu liegen.

„Und nun hole ich mir den Winzling“, fährt Luzifer fort und greift zum rechten Bein Rucas.

Starr vor Schreck ist Ruca nicht in der Lage, sich zu bewegen und spürt, wie er von den elendig langen Fingern Luzifers angehoben wird. Einen Moment später blickt er in die vor brodelnder Wut orangerot funkelnden Augen des Herrschers der Unterwelt, der sich den winzigen Dämon direkt vor die Nase hält.

„Was hast du Ebija erzählt, du nutzlose Missgeburt?“, brüllt der Satan los, sodass Ruca beinahe vor Schreck das Herz stehenbleibt. Noch nie hat er Luzifer derart nahe vor sich gehabt, immer hat er ihn lediglich aus sicherer Entfernung betrachtet und sich vor allem bisher redlich Mühe gegeben, um Himmels willen nicht aufzufallen und einigermaßen unbehelligt seinem Dienst nachzugehen. Fieberhaft überlegt er, wie er sich jetzt rechtfertigen kann, ohne Ebija dabei in die Pfanne zu hauen, denn sollte der den unfreiwilligen Flug zwischen die Maschinen überlebt haben, würde Ruca wohl weiterhin unter ihm arbeiten müssen und da wäre es sicher ratsam, Ebija nicht zum Feind zu haben.

„Ähhh … ich … nun ich … habe bloß …“, stottert Ruca und sein Gehirn arbeitet fieberhaft.

„Sprich, du undankbare Kröte, und wehe, du lügst mich an“, tobt der Leibhaftige weiter und schüttelt den Winzling dabei hin und her, sodass Ruca Mühe hat, dem Teufel nicht sein vor einigen Stunden hastig hinuntergeschlungenes, karges Mittagessen in das zornrote Gesicht zu spucken.

„Nun ich habe lediglich von Eurem wunderschön hergerichteten Paradies geschwärmt, den Beeren dort, dem Meer und dem prachtvollen Strand. Dieses habe ich lediglich durch Zufall gesehen, da …“

„Du lügst, du Ausgeburt des Bösen, ich habe ganz deutlich das Wort Schwuchtel aus Ebijas Mund vernommen“, erregt sich Luzifer und macht Anstalten, Ruca in dieselbe Richtung zu werfen, in die bereits Ebijas unfreiwilliger Flug ging. Im nächsten Moment jedoch erklingt eine sanfte, beruhigende Stimme neben den beiden.

„Sir, ich bitte Euch, lasst den Winzling leben. Er hat sicher nicht bewusst bösartig gehandelt, sondern lediglich seine Neugier stillen wollen und ganz unbedacht davon erzählt.“

Martin ist es, der wie von Zauberhand plötzlich neben Luzifer steht und seinen Meister bittend, allerdings nicht übertrieben unterwürfig ansieht.

„Was willst du Nichtsnutz hier? Hast du nichts zu tun?“

Luzifer lässt Ruca beinahe achtlos auf einen in der Nähe stehenden Tisch fallen, wo der sich mit schmerzverzerrtem Gesicht aufrappelt und humpelnd probiert, diesen mittels eines Sprungs auf den Stuhl zu verlassen, um von dort aus zu versuchen, auf den Boden und außer Reichweite Luzifers zu gelangen.

„Ich wiederhole mich nur ungern, Martin. Hast du nichts zu tun?“

„Allerdings, Sir! Ich dachte jedoch, dass ich Euch kurz vor Eure Monitore hole, denn ich habe durch Zufall gesehen, dass unser werter Darius Ihnen allem Anschein nach sehr wohlwollend gestimmt ist, da er soeben mit einem südländisch ausschauenden Erdling ein Restaurant verlassen hat, um gemeinsam mit diesem in seinem Hotelzimmer zu verschwinden. Ich bin mir sicher Sir, dass das von einigem Interesse für Euch ist“, lässt sich Martin beinahe flüsternd vernehmen.

Wie von der Tarantel gestochen, rast Luzifer noch in derselben Sekunde fast in Lichtgeschwindigkeit in seinen Raum, stellt sämtliche Bildschirme auf Großformat um und verriegelt die Tür. Martin bleibt kopfschüttelnd und achselzuckend zurück und widmet sich wieder seinen Aufgaben. Für den Rest des Tages ist der Sir nicht mehr zu sehen. Hin und wieder sind lediglich lustvolle, nahezu grunzende Schreie in den Hallen der Unterwelt zu hören.

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Über Das Autorenduo Frank Böhm und Valerie le Fiery

Das Autorenduo Frank Böhm und Valerie le Fiery
Valerie le Fiery erblickte das Licht der Welt in einer großen deutschen Stadt. Über ihr Alter schweigt sie allerdings, denn eine Dame darf auch Geheimnisse haben. Schulaufsätze lagen ihr nie so sehr, das mag aber auch mit der Themenauswahl durch ihre Lehrer zu tun gehabt haben. Heutzutage erfindet sie für ihr Leben gerne Geschichten, die sich hauptsächlich um die schönste Nebensache der Welt drehen. Manchmal lässt sie sich aber auch dazu hinreißen etwas Nachdenkliches zu schreiben, etwas Komisches, oder aber - was wohl am Schlimmsten ist - sie dichtet auch. Auch die Gedichte haben in den meisten Fällen etwas mit Liebe oder Erotik zu tun, manchmal können sie aber auch ganz schön schräg sein. Ansonsten verfasst sie kleine Artikel über Wichtiges und Unwichtiges, über Privates und Öffentliches in ihrem Blog auf Wordpress.com Wobei ihr dort noch keiner eine Antwort auf die Frage geben mochte: "Wer bin ich, bin ich wer?" Ihr Autor Frank Böhm "Ich schreibe diese Zeilen - weil sie in meinem Inneren weilen." Das ist der Leitsatz des in der Nähe von Bielefeld geborenen Autors Frank Böhm. Abgesehen von lyrischen Texten, Märchen, Poesie und Kurzgeschichten diverser Genres, sind auch ständig größere Projekte geplant. Viel wird noch nicht darüber verraten, immerhin soll es ja spannend bleiben. Häufig kann man den vor mehreren Jahren nach Schleswig-Holstein verzogenen Frank Böhm auf weihnachtlichen Lesungen in Altenheimen antreffen. Dort konnte er sich bereits eine kleine, aber feine Stammhörerschaft aufbauen, die ihn jährlich immer wieder bucht.

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