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Die Wahrheit über die neun Welten der nordischen Mythologie Teil II

Schwarzelf Dwalin auf seiner Fledermaus

Die neun Welten aus der nordischen Mythologie kennt nicht jeder, doch Namen wie Odin, Tor und Loki sind doch fast jedem ein Begriff.

Phönix im Flug über die Berge Jättehem auf Godheim

In dieser Beitragsreihe nehme ich die neun Welten und deren Wahrheitsgehalt unter die Lupe.
In Teil 1 über die Wahrheit der neun Welten, habt ihr einiges über die Welten allgemein, sowie etwas mehr über die beiden Welten Muspelheim und Alfheim erfahren.
Nachzulesen an folgenden Stellen:

Marita Sydow Hamann Books

Bundesamt für magische Wesen

Vorgestellt werden insgesamt die neun Welten Muspelheim, Alfheim, Vanaheim, Godheim, Mannheim, Jotunheim, Svartalfheim, Helheim und Nifelheim.
Heute widme ich mich den Welten Vanaheim und Godheim.

Vanaheim

Überlieferung:
Das Gottesgeschlecht, das nicht den Asen angehört, nennt sich die Vanen und lebt in Vanaheim – die Heimat der Vanen. Die Vanen waren sowohl mit den Asen als auch mit den Lichtelfen befreundet.
Die Naturkräfte wurden bis zu einem gewissen Grad von den Vanen gesteuert. Überdies sollten sie weise und klug sein.
Der bekannteste Gott der Vanen ist Njord – der Starke, der Kraftvolle. Njord herrschte über Wind und Wellen.
Frej – der Herrscher – steuerte den Jahreswachstum, den Wohlstand, das Glück und den Frieden. Dies zu können teilte es in mancher Hinsicht mit dem Gewittergott Tor.
Freja – die Herrscherin – war Fruchtbarkeitsgöttin und Göttin des Liebesspiels. Frej und Freja waren Geschwister. Ihr Vater war Njord.

Die Wahrheit:
Vanaheim ist die uralte Bezeichnung des Planeten Euripides, der im 15. Jahrhundert (Erdzeitrechnung) von Bewohnern der Erde kolonisiert wurde. Diese Bewohner waren hauptsächlich Wissenschaftler und Gelehrte. Sie gelangten durch eine Nebelbrücke – geschaffen durch Menschen mit magischen Fähigkeiten – auf den damals nur von Schwarzelfen bevölkerten Planeten.

Euripides liegt in einem Dreifachsystem, das heißt, dass es dort drei Sonnen gibt. Außerdem umkreisen 12 Monde den Planeten, auf dem sich Regenzeit und Sonnenzeit in regelmäßigen Abständen von drei Monaten abwechseln.

Auf Euripides herrscht Wissenschaft und Technik, denn ohne hemmende Religionen konnte sich diese Welt ungehindert entwickeln. Die Antriebskraft für diese rasante Fahrt in die Zukunft war der Wusch, eine neue Brücke in die alte Heimat zu öffnen – zur Erde. Doch Nebelreisen ist nur der Magie vorbehalten.

In der Zeit der Herrschaft Odens auf dem Planeten Godheim wurde der Name Vanaheim auch für einen der beiden Kontinente des Wasserplaneten verwendet.
Frej, Freja, Njord und viele andere heute als Götter bekannte Namen gehörten zu den Urmagiern. Die Bedeutung der Namen ist korrekt überliefert.

 

Godheim

Überlieferung:
Godheim bedeutet die Welt der Götter. Dort lebten die Asen und auch einige der Vanen. Der wichtigste Landstrich in Godheim hieß Asgård, was so viel wie die Burg der Asen bedeutet. In Asgård soll sich Walhalla befinden, was die Halle der Gefallenen bedeutet. Dort fanden sich die Krieger wieder, die auf ehrenhafte Weise im Krieg gefallen waren. Den Kämpfern Asgårds war es bestimmt, in der letzten Schlacht, Ragnarök, zu kämpfen.
Der heiligste Platz in Godheim war Urds Brunnen, der an Yggdrasils einer Wurzel liegen soll. Yggdrasil, der Weltenbaum.
Odin soll der uneingeschränkte Herrscher Godheims gewesen sein, doch nach spätmittelalterlicher schwedischer Tradition war der Donnergott Tor der eigentliche Herrscher, da er über Gewitter, Jahreswachstum und Fruchtbarkeit gebot.
Odin, der Allvater, symbolisierte kein Naturphänomen sondern stand für verschiedene Tiere, die mit diesem Gott verbunden wurden: der Bär, der Wolf, die Schlange und die Raben Hugin und Munin – Gedanke und Erinnerung –, die als Odins allsehende Augen dienten.

Die Wahrheit:

Einhorn auf einem Hof am Fuß der Bergkette Jättehem auf Godheim. Einhörner wurden auf Godheim wie Pferde als Reittiere verwendet.

Godheim ist die wahre Bezeichnung einer der neun Welten. Es handelt sich dabei, wie bei Vanaheim, um einen eigenständigen Planeten, der ursprünglich von Schwarzelfen besiedelt wurde.

Godheim hat zwei Monde, ist ein Wasserplanet und hat nur zwei Kontinente, die dicht beieinander liegen. Dazwischen, im Norden, befindet sich die Felseninsel Asgård.

Auf Godheim leben viele Völker, darunter Kentauren, Schwarzelfen, Lichtelfen, Fenriswölfe, Marmenillen, Nidhöggs und Sphinxen. Außerdem sind dort viele Wesen zu finden, die wir nur aus Fabeln kennen.

Menschen und Magier kamen erst im 15. Jahrhundert (Erdzeitrechnung), zeitgleich zur Besiedlung Vanaheims, nach Godheim, um dort permanent zu siedeln.
Die ersten Menschen, die jemals Godheim betraten, waren allerdings die Urmagier, unter ihnen Hera, Zeus, Odin, Tor und viele andere uns bekannte Namen aus den alten Überlieferungen der Mythologien. Die Urmagier besuchten den Planeten Godheim und kehrten mit der Wahrheit im Gepäck zur Erde zurück. Über die Jahrtausende wurden aus Magiern Götter und aus der Wahrheit wurde eine Religion, die leider – wie so oft – nicht mehr viel mit der ursprünglichen Überlieferung gemein hatte.

Asgård ist eine Insel auf Godheim, die zwischen den einzigen beiden Kontinenten des Planeten gelegen

Kontinent Godheim auf dem Planeten Godheim.

ist. Diese Felseninsel wurde früher nicht Asgård, sondern tatsächlich nur Felseninsel genannt. Hier vertraten damals die beiden Häuser Ageria und Norath die Belange der menschlichen Einwohner Godheims. Als der böse Magier Oden – ja, er hieß nicht Odin – die Macht übernahm, taufte er die Insel Asgård und machte sie zu seinem Regierungssitz. Von hier aus herrschte er über das Volk, das er tyrannisch unterdrückte. Auf Asgård wurden auch Odens Bärsärker ausgebildet. (Berserker ist eine falsch überlieferte Schreibweise). Die Bärsärker trainierten im Innenhof Vallhall ihre magischen sowie irdischen Kräfte. Die beiden Kontinente Ageria und Norath taufte es in Godheim und Vanahein um, obwohl Vanaheim – wie wir ja nun wissen – eigentlich ein völlig anderer Planet ist.

Yggdrasil gibt es tatsächlich. Der Baum ist allerdings keine Esche, wie es die Überlieferung besagt, sondern ein Wildapfelbaum. Und zwar nicht irgendeiner. Yggdrasil bringt die Äpfel der ewigen Jugend

hervor. Jene Äpfel, die der Mythologie nach von der Göttin Idun verwahrt werden. Nur dass Idun keine Göttin ist, nein, sie gehört zu den Magiern und Menschen, die damals von der Erde flohen, um Godheim und Euripides zu besiedeln.

Um nach Godheim zu gelangen muss man durch den Nebel reisen. Doch solch ein Portal kann nur ein

Kontinent Vanaheim auf dem Planeten Godheim.

Magier der vier Elemente öffnen, ein Raidho. Und auch nur dann, wenn er die richtigen Worte aus der uralten Sprache der Magie kennt, sowie die dazu gehörigen Runen.
Nach einem unvorhergesehenen Ereignis etwa 500 Jahre nach Besiedelung durch Menschen, wurden die Nebeltote verschlossen. Ein Unfall führte zu dieser Katastrophe. Ein Unfall, der berichtigt gehörte. Wie das genau gelang, ist in der Biographie der beiden Erben der alten Zeit – Charlie und Sora – nachzulesen.

Wer mehr über die Wahrheit über die neun Welten und ihre Geschichte erfahren möchte, sollte die Biographie zweier Magierinnen lesen – Charlie und Sora. Die Trilogie ist unter dem Titel „Die Erben der alten Zeit“ im Buchhandel erhältlich.

©Marita Sydow Hamann

Quellen:

Überlieferung:
Lars Magnar Enoksen: Djur och natur i fornnordisk mytologi
Die Wahrheit:
Marita Sydow Hamann: Die Erben der alten Zeit – Trilogie

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Über Marita Sydow Hamann

Marita Sydow Hamann
Naturtroll, Nordlicht (-elfe), Tierfreund. Autorin von Kinder- und Jugendbüchern, Fantasy und Romantasy

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