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Die Drachen von Tashaa, Band III Frischluft von Kar Arian

Die Drachen von Tashaa Band 3 Frischluft von Kar Arian

Nicht ganz freiwillig hat Brenn sich von seinem Drachen Berkom getrennt, um dem Drachenkommandanten Dies Rastelan beim Training der Drachenläufer zu helfen. Unerwartet stehen die beiden Freunde vor ihrer ersten großen Bewährungsprobe und müssen unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen aufbrechen, um einen Drachen zu retten. Ihr Ziel haben sie dabei fest vor Augen, denn sie wollen das Land und die Menschen von Tashaa vor Schaden bewahren und den fremden Drachen dorthin bringen, wo Drachen ihrer Natur gemäß leben können – aber der Weg in das Drachenland Eldorado führt quer durch das Fürstentum von Tashaa.

Die Drachen von Tashaa Band 3 Frischluft von Kar Arian
Die Drachen von Tashaa Band 3 Frischluft von Kar Arian

Informationen zum Buch

* Format: Kindle Edition
* Dateigröße: 2885 KB
* Seitenzahl der Print-Ausgabe: 636 Seiten
* Verlag: MAIN Verlag; Auflage: 2 (15. November 2014)
* Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
* Sprache: Deutsch
* ASIN: B00PE0WZSG

Auch als Print erhältlich: Printversion

Leseprobe aus “Die Drachen von Tashaa, Band III Frischluft”

Nengerinan erreichten wir für meinen Geschmack ein wenig zu früh. Erling hatte Tertinmon noch nicht so ganz überwunden. Für mich galt das ganz bestimmt. Nengerinan war groß genug, um mir den Schweiß auf das Gesicht zu treiben. Leider mussten wir diese Stadt durchqueren und diesmal hatten wir nicht nur den Markttag erwischt, sondern auch noch gutes Wetter und leider keine Ferienzeit. Wenn Ferien gewesen wären, hätte sich die Hälfte der Einwohnerschaft bestimmt in dem hiesigen Pendant der Bahamas aufgehalten, so ätzend wirkte Nengerinan auf meine Nerven. Kein Mensch würde hier wirklich gerne leben wollen, wenn er es nicht müsste. Es war nicht einfach nur die Industrie, die diese Stadt brandmarkte. Es war alles. Diese Stadt hatte kein Flair, keinen hippigen Park, keine architektonisch interessanten Gebäude, sie hatte einfach nichts. Es schüttelte mich. Diese Stadt war eine Art von Moloch, die es in meiner alten Welt auch gegeben hatte. Städte, die ineinanderflossen, keine Grenzen mehr kannten, sondern sich wie Kraken in das Land um sich herum fraßen und nichts hinterließen als eine unheilvolle Leere. Ich hatte diese Städte als etwas hingenommen, das eben so existierte. Es hatte mir nicht wirklich Kopfschmerzen bereitet. Hier und jetzt brachte es meine Magennerven zum Vibrieren, was ungesund war.
Erling war nervös. Nengerinan war eine große Stadt, die größte, die wir mit ihm durchqueren würden. Die Vorbereitungen waren kompliziert. Nun hatten wir durch Tertinmon Zeit verloren und daher war die gesamte Organisation im Vorfeld obsolet geworden. Die Strecke musste völlig neu konzipiert werden und das brauchte doch etwas Vorlauf. Erling und ich wurden in einer Herberge untergebracht respektive in deren Innenhof. Der dazugehörige Stall war geräumt worden, auch die Pferde der Drachenläufer wurden sicherheitshalber anderweitig versorgt. Wir wussten schlicht nicht, wie Erling mit dieser Umgebung fertig werden würde, und wollten ihm nicht den kleinsten Anlass zu irgendwelchen Ausrastern bieten.
Es ging eine gewisse Zeit lang gut. Danach wurde der Drache ungeduldig. Das war eigentlich überraschend, denn im Normalfall zogen sich Drachen ganz gerne zurück, um zu faulenzen. *Aber doch nicht hier. Können wir nicht weiter?* Ich wollte auch nur zu gerne weiter. Übergangslos wurde ein nicht zu kleiner Teil von Nengerinan lila. Erling war unruhig, weil ich unruhig war. Ich sollte es wirklich besser wissen. Drachen nahmen nun einmal ihre Umwelt ganz anders wahr als Menschen. Und selbst die konnten nervös werden, wenn ihre Umwelt ihnen das nur genügend stark signalisierte. Ein solcher Fauxpas sollte mir wirklich nicht mehr unterlaufen! Ich bemühte mich um Schadensbegrenzung.
Mein Jungdrache war wirklich ein netter Kerl. Er zeigte sich von seiner kooperativen Seite. *Okay, wenn du meinst, wir sollten es uns hier gemütlich machen, wo man es sich überhaupt nicht gemütlich machen kann, dann tun wir das eben.* Erling warf sich mit Schmackes auf den Boden und ein kleines Erdbeben erschütterte die umliegenden Häuser. Ein paar Drachenläufer linsten irritiert über die Mauer in unseren Innenhof. Ich signalisierte Entwarnung und sie zogen sich zurück. Erling ließ seinen Schwanz hin und her flappen. *Na gut, dann können wir uns wenigstens damit die Zeit vertreiben. Ab und zu ein bisschen Drachenläufer ärgern, das kann auch ganz entspannend sein.* “Erling, lass die Flausen. Die armen Kerle haben genug um die Ohren. Du brauchst nicht auch noch zusätzlich für Unterhaltung zu sorgen.” *Schade.* Erling stand auf, schnuffelte herum, grub seine Schnauze in den Sand des Innenhofs und produzierte einen mittelgroßen Krater. “Lass das. Hier gibt es kein Öl.” *Öl?* Ich fuhr mir mit der Hand über das Gesicht. Was für ein blödes Rindvieh war ich nun schon wieder! Kein Mensch hatte hier eine besondere Verwendung für Erdöl. Davon abgesehen waren die Tage des Erdölbooms in meiner alten Welt auch schon eine ganze Weile vorbei gewesen. Nur dieser Spruch erinnerte noch an die Zeiten, als man nach dem schwarzen Gold gebohrt hatte.
“Eine dumme Redensart. Trotzdem, Erling, wir können hier keinen Tiefbau ausführen. Das führt zu nichts.” *Was machen wir also?* Pokern. Ich biss mir auf die Lippen. Das würde meinem Jungdrachen nur zu gut gefallen. Allerdings würde ich mich damit nur in die Nesseln setzen. Leider war ich kein sonderlich guter Pokerspieler. Komisch, aber so war es schon immer gewesen. An einem Spieltisch war ich eine komplette Niete, aber im wahren Leben hatte ich meine Karten immer sehr gut auszuspielen gewusst. Berkom gab ein verächtliches Schnarchen von sich. Hör auf, dich selbst zu beweihräuchern. Pass lieber darauf auf, was vor deiner Nase passiert. Ja, gut, ich machte ja schon.
“Erling, wir werden hier einen professionellen Festzug hinlegen, versprichst du mir das?” *Wie ein alter Hase. Du wirst dir die Nase kratzen, wenn du es siehst.* Ich kratzte mir jetzt schon die Nase. Sie juckte. Sie prophezeite Schwierigkeiten. “Erling, was machst du, wenn die Menschen die Absperrung durchbrechen und auf dich zustürmen?” *Ich begrüße sie.* Was hatte ich gesagt. Schwierigkeiten. Meine Nase juckte nicht umsonst. “Du lässt das die Drachenläufer regeln. Du machst überhaupt nichts. Am besten setzt du dich hin und wartest ab, was Dies oder ich sagen. Kriegst du das hin, auch wenn sich die Menschen aufregen?” *Sie regen sich über mich auf? Na, du hast ja gesagt, dass sie über einen Drachen in emotionale Zwiespältigkeiten gestürzt werden können, also wird mich das kaum überraschen.* Ich kratzte mir nicht die Nase. Es zu unterlassen fiel mir zunehmend schwerer.

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Über Kar Arian

Kar Arian
Junge Leser brauchen Geschichten, die begeistern und die Fantasie anregen, daher habe ich den Schwerpunkt meines Verlages auf spannende, actionreiche und zum Lesen motivierende Abenteuergeschichten gelegt.Seit 2015 habe ich auch Krimis und Thriller im Programm. Diese Bücher sind das „mehr“ in meinem Verlag und passen sehr gut zur Ausrichtung, denn spannende Abenteuer begeistern auch Erwachsene.Alle Titel meines Verlages sind in den Barsortimenten Libri und KNV gelistet und damit im Buchhandel bestellbar. Alle Bücher gibt es auch im Online-Handel mit kostenlosem Versand und als preiswerte eBook-Ausgaben.

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