Dringender Aufruf zu erhöhter Alarmbereitschaft an Halloween

ESSEN (BAfMW) – Dieser Tage erhebt sich ein verstärktes Murmeln aus den (vermuteten) Verstecken finsterer Mächte: böse Kreaturen bereiten sich auf das alljährliche Halloween-Spektakel vor.

Die Gilden der Zahnärzte und Süßwarenindustrie sollen dabei maßgeblich beteiligt sein, so heißt es, da sie Gerüchten zufolge die Begründer des „Trick or treat“-Brauchs zu sein scheinen. Das klingt bei näherer Betrachtung logisch: hervorgerufen durch erhöhten Naschwerkkonsum sind die Normalsterblichen, insbesondere die Kinder, oftmals gezwungen, unerträgliche Qualen zu erleiden. Ihre Bauchschmerzen und kariösen Zähne erheitern Dämonen aller Arten. Und sogar finanziell würden die Zahnärzte und Süßwarenhersteller von übermäßigem Konsum profitieren.

Das Bundesamt für magische Wesen bittet deshalb, aber auch um unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, um verstärkte Aufmerksamkeit in der Bevölkerung während der Halloween-Nacht.

Bitte achten Sie an Halloween auf Ihre Mitmenschen und Haustiere!

Eine Fee fotographiert von Natalia LeFay

Viele böse Kreaturen präsentieren sich anlässlich des Feiertags ungetarnt. Vollkommen ungeniert stellen sie ihre zerknitterten Hüte und Besen zur Schau und verzichten sogar darauf, Krallen, Fangzähne und Hörner zu verstecken. Einige wagen es, in ihrer wahren Gestalt als Katze, Hund, Wolf oder Ähnliches die Straßen zu verunsichern. Besonders talentierte Übeltäter beherrschen zudem ausgefeilte Täuschungstechniken; sie sind imstande, ihre Physis auf „Kindergröße“ zu schrumpfen, um unschuldig zu wirken. Übertriebenes Make-up und grotesk wirkende Verkleidung soll zusätzlich den Anschein von Harmlosigkeit erwecken. Deshalb ist Vorsicht geboten, wenn es zu Halloween nach Einbruch der Dunkelheit an der Haustür klingelt, denn falsche Goldlocken und Flügelattrappen aus Entenfedern machen noch keinen Engel. Und eine Zombiemaskierung versteckt nicht zwangsläufig einen Normalsterblichen.

Selbstverständlich sind nicht alle andersartigen Kreaturen gefährlich und schon gar nicht blutrünstig: berühmtestes historisches Beispiel dafür dürfte ein außerirdischer Wissenschaftler sein, der, von seinen Freunden liebevoll „E.T.“ genannt, in den 80ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Gelegenheit wahrnahm, an Halloween einen Spaziergang in der Öffentlichkeit zu unternehmen, bevor es ihm durch wiederholte Versuche des „nach Hause Telefonieren“s gelang, ein intergalaktisches Raumschiff-Taxi anzufordern und unseren Planeten wieder zu verlassen. Dieser, von Natur aus kleinwüchsige Wissenschaftler ist als harmlos zu bewerten.

Das gilt für eine Vielzahl anderer magischer Geschöpfe nicht. Die blutsaugenden Einwohner der kalifornischen Kleinstadt Sunnydale demonstrierten einige Jahre nach dem Besuch des kleinen „E.T.“ ein eindrucksvolles Gegenbeispiel hierzu. Und nicht nur in Sunnydale treiben Vampire ihr Unwesen. Ebenso wie Hexen, Poltergeister und andere mächtige Geschöpfe findet man sie überall. Sogar in Bonn.

Um Verwirrungen bezüglich der Besonderheiten einiger spezieller Kreaturen aufzuklären, arbeitet das Bundesamt für magische Wesen unermüdlich.

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