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Im Bann der Lilie Band 2 von Carol Grayson

Im Bann der Lilie Band 2, ein Gay Romance Fantasyroman von Carol Grayson

Der Marquis de Montespan ist immer noch auf der Suche nach dem verlorenen Gefährten und verdingt sich bei Napoleon als Feldarzt. Bonaparte ist im Besitz des Portraits von Saint-Jacques, das er Julien als Lohn für seine Dienste verspricht. Doch er selbst ist beeindruckt von dem Bild und sieht es als Glücksbringer für seine Schlachten an. Er hat nicht vor, sein Versprechen zu halten!

Im Bann der Lilie Band 2, ein Gay Romance Fantasyroman von Carol Grayson
Im Bann der Lilie Band 2 von Carol Grayson

So führt das Schicksal Erschaffer und Geschöpf wie Treibholz zu- aber auch wieder auseinander. Kurz vor der Seeschlacht von Abukir kommt alles anders: Der Schiffsjunge Silvio erobert das Herz des Chevaliers Saint-Jacques. Doch der Marquis trachtet dem neuen Freund des Chevaliers nach dem Leben. Der englische Geheimdienst hilft ihm dabei. Werden die beiden jungen Männer rechtzeitig entkommen können?

Produktinformation

  • Broschiert: 96 Seiten
  • Verlag: Brighton Verlag; Auflage: 1., Auflage (1. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942200996
  • ISBN-13: 978-3942200998

Leseprobe aus „Im Bann der Lilie Band 2“

Was, zum Teufel, hatte er sich nur dabei gedacht? In wenigen Stunden würde die Sonne aufgehen, und er brauchte dringend eine schützende Unterkunft! Vielleicht hätte er doch mit Graziella und dem Zirkus weiterziehen sollen?
Marcel Saint-Jacques reute sein überstürzter Aufbruch bereits. Ruhelos war er seit dem Streit mit dem Marquis Julien de Montespan durch die schlafende Stadt gestreift, ausgesetzt der winterlichen Kälte, die er dank seines Daseins als seelenloser Engel der Nacht nicht einmal spürte. Trotz seines Zornes auf die Überheblichkeit des Marquis fühlte er sich doch nach wie vor zu dem attraktiven älteren Vampir und Erschaffer hingezogen. Dessen Blick hatte ihn fast angefleht zu bleiben, als er, Marcel, erzürnt über den unnötigen Mord an dem getreuen Kutscher Gaspard das Haus verließ! Doch Juliens Stolz ließ kein nachgiebiges Wort über seine Lippen kommen.

Marcel hatte soviel von ihm lernen können. Und bestimmt hatte Julien ihm noch nicht alle Geheimnisse ihrer Rasse verraten. Der schlaue Fuchs liebte es, ihm immer nur Bruchstücke ihrer besonderen Fähigkeiten zu offenbaren. Er, der unerfahrene Lehrling, musste dieses verwirrende Puzzle stets wieder neu zusammensetzen. Und jede Antwort schien neue Fragen aufzuwerfen. Nichtsdestotrotz hatte er Julien de Montespan sehr viel zu verdanken. Nicht nur seine jetzige Existenz als Engel der Finsternis. Im Moment allerdings empfand er eine unerträgliche Leere. Aber da war immer noch diese Angst und Unsicherheit in ihm, sich dem Marquis gänzlich anzuvertrauen, obwohl es keinerlei Standesunterschiede mehr zwischen ihnen beiden gab, seit dieser ihn als Mündel adoptiert hatte.
Er hatte diese Leere im Herzen schon einmal verspürt, als er geduldet, aber dennoch gefürchtet, mit den Zirkusleuten unterwegs gewesen war. Auch die Sinnlichkeit der schönen Artistin Graziella hatte diese nur vorübergehend ausfüllen können.

Wo sollte er bloß hin?
Mitten in seinem Grübeln hatten ihn seine Schritte unmerklich auf einen kleinen Friedhof etwas außerhalb von Paris gelenkt, der offensichtlich seit längerer Zeit nicht mehr gepflegt wurde. Auf den Grabmonumenten las er adelige Namen. Heute wurden die Adeligen nach ihrer Hinrichtung nur noch verscharrt!
In den letzten Jahren hatte sich die Natur die Grabstätten zurück erobert. Ein Mausoleum schien dem jungen Vampir genau die richtige Ruhestätte zu sein. Mit seinen mentalen Kräften öffnete er das schwere Eichenportal, dessen Schnitzereien ein fürstliches Wappen zeigten und vom wilden Wein bereits überwuchert wurde. Zwei steinerne Sarkophage aus edlem schwarzbraunem Marmor befanden sich im Innenraum, der wie eine kleine Kapelle ausgestattet war und nun mit den Spinnweben und den verwelkten Blumen einen morbiden Charme versprühte. Offenbar waren die Särge nie gänzlich geschlossen worden und warteten mit schräg gestellten steinernen Deckeln bis heute auf ihre Bewohner. Die Luft roch staubig und abgestanden. Es geschah oft, dass Adelsfamilien vorsorglich solche großzügigen Bauwerke für ihr Ableben errichten ließen. In diesen unruhigen Zeiten war den Erbauern wohl die ewige Ruhe in solcher Pracht nicht vergönnt gewesen. Welch ein Glücksfall für Marcel! Ohne zu zögern …

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Über Carola Kickers

Carola Kickers
Geboren in Krefeld folgte ich den schriftstellerischen Spuren meines Großvaters Hardy Kickers, der als Komponist und Autor tätig war. Mittlerweile lebe ich am Niederrhein und bin vorwiegend in den Bereichen Mystery und Dark Fantasy tätig. Aber auch Kindergeschichten und der eine oder andere Krimi fließen aus meiner Feder. Einige Romane und viele Kurzgeschichten wurden bislang bei verschiedenen Verlagen und als Hörbücher veröffentlicht. Speziell bei den Vampirgeschichten pflege ich die "Schwarze Romantik". Seit 2010 gibt es Veröffentlichungen unter meinem Pseudonym Carol Grayson.

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