Immer cool bleiben: Kleindrachen im Sommer
Leckerli der besonderen Art: Schwuler Kleindrache mit Metlatte.

Leckerli der besonderen Art: Schwuler Kleindrache mit Metlatte.

BONN (BAfmW) – Die Hitze der letzten Wochen ist den meisten Kleindrachen gut bekommen. Dennoch wurden unsere AmtstierärztInnen in den letzten Wochen häufiger von der Initiative Drachenschutz e.V. alarmiert. Wir haben somit festgestellt, dass einige DrachenhalterInnen mit diesen besonderen Bedingungen nicht umzugehen wissen. Vor allem Kleindrachen, die des Sprechens nicht mächtig sind (sogenannte Dracoforme oder Tierdrachen), mussten in Obhut genommen werden.

Ratschläge aus dem Referat für Groß- und Kleindrachen:

  1. Auch Drachen brauchen ausreichend Flüssigkeit! Wie Katzen neigen Kleindrachen dazu, zu wenig zu trinken. Dies schädigt die Nieren. Es sollte immer ein Napf mit Wasser bereitstehen. Falls der Drache nicht freiwillig trinkt und nicht selbst jagt, ersetzen Sie alles Trockenfutter durch Nassfutter. Süße und alkoholische Getränke zählen nicht zur Flüssigkeitszufuhr.
  2. Bieten Sie Bäder an. Dass Sumpf- und Wasserdrachen einen Teich brauchen, sollte allgemein bekannt sein. Aber auch Drachen, die aus Wüstengebieten und von Gebirgen stammen, freuen sich, wenn sie bei Hitze planschen dürfen. Wüstendrachen neigen außerdem dazu, sich Parasiten zuzulegen. Statt teure Milbenmittel zu kaufen, bieten Sie dem Drachen doch eine Möglichkeit an, sich im Schlamm zu suhlen. Der Matsch trocknet auf den Schuppen und nimmt die lästigen Mitbewohner gleich mit, wenn Sie ihren Liebling sauberbürsten.
  3. Schaffen sie schattige Rückzugsorte. Vor allem, wenn die relative Luftfeuchtigkeit die 70% übersteigt und es über 35° Celsius im Schatten hat, besteht die Gefahr, dass feuerspeiende Drachen überhitzen. Dann können sie  ihre Feuerdrüsen nicht mehr kontrollieren. Einige brennende Felder waren diesen Sommer auf derart überhitzte Tiere zurückzuführen.
  4. Feuerspeiende Drachen nicht in den Wald mitnehmen. Bei großer Hitze ist die Waldbrandgefahr erhöht, und feuerspeiende Drachen gelten als offenes Feuer, egal wie vernünftig und gut erzogen sie sind. Unsere Wetterhexen arbeiten übrigens gerade an Regen, aber dem Klimawandel ist leider mit dem besten Zauber nicht beizukommen.
  5. Vorsicht mit Zucker! Drachen lieben Süßes. Dennoch sind Limo und Met nur in Maßen gesund – wie bei Menschen auch. Auf keinen Fall sollte der tägliche Konsum das halbe Volumen des Drachen übersteigen. Das Volumen von Drachen in Litern berechnet sich wie folgt: Körpergewicht in Kilogramm mal 1,5. So darf unser Leckermäulchen oben trotz aller Bettelei und Überredungskünste nur einen halben Liter seines Lieblingsgetränks bekommen. Und immer daran erinnern: Zuckerhaltige Getränke und Alkoholika zählen nicht als Flüssigkeit!
  6. Niemals hochprozentiger Alkohol für Drachen, die kein Feuer speien können! Feuerspeiende Drachen sammeln den Alkohol in ihren speziellen Feuerdrüsen. Alle anderen Drachen müssen mit dem Alkohol umgehen wie Menschen auch. Alkohol entzieht dem Körper jedoch Wasser. Vor allem bei Hitze besteht das Risiko von Nierenschäden, wenn ein Drache Flüssigkeiten mit mehr als 15 Volumenprozent Alkohol zu sich nehmen. Und einen Katerkopfschmerz möchten Sie ihrem Liebling gewiss auch nicht zumuten.

In diesem Sinne: Das Referat für Klein- und Großdrachen und das gesamte Bundesamt für magische Wesen wünschen Ihnen allen und Ihren Drachen noch einen angenehmen restlichen Sommer

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