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Kein Fleisch für Zombies

KARLSRUHE (BAfmW) – In einem Grundsatzurteil hat der magische Bundesgerichtshof (mBGH) heute verfügt, dass Zombies nicht in fleischverarbeitenden Betrieben oder im Verkauf von Fleischwaren eingesetzt werden dürfen. Gründe für die Entscheidung seien unter anderem »mangelnde Hygiene durch vermehrten Speichelfluss« sowie ein »möglicher Verzehr der Ware«.

Zombies, Quelle: Wikipedia

Zombies,
Quelle: Wikipedia

»Fleisch für alle«

Es bleibt abzuwarten, wie die deutsche Zombiebevölkerung auf dieses Urteil reagiert: Unter der Initiative »Fleisch für alle« gab es bereits im Vorfeld des Prozesses vermehrt Diskussionen über den Einsatz Untoter, und im speziellen Zombies, in der Lebensmittelindustrie.
Die Initiative pocht auf eine Gleichstellung Untoter bei der Berufswahl und ein barrierefreies Berufsleben. Demgegenüber stünde laut dem mBGH das Recht des Kunden auf Unversehrtheit der Ware.

»Zombies und Fleisch – kann das funktionieren?«

Das führt zur Gretchenfrage:
Zombies und Fleisch – kann das funktionieren?
»Ja«, laut dem Sprecher von »Fleisch für alle«, H. Faulfinger. »Mehrere unserer Mitglieder haben bereits erfolgreich Praktika abgeleistet. Am beliebtesten waren Schlachthof und Fleischtheke.«
Metzgermeister Anton Beildrauf hingegen ist anderer Meinung: »Ich hatte nur Ärger mit denen! Kaum sah ich weg, wurde die Ware hingebungsvoll abgelutscht! Das geht einfach nicht!«. Ihm zufolge sollten Zombies eher handwerkliche Tätigkeiten verrichten. »Da können sie wenigstens ihre Kraft nutzen«, meint er, »und nuckeln nicht an Schnitzeln.«

Erneute Zombiekriege?

Das Urteil findet Beildrauf gerechtfertigt – Faulfinger nicht. Er spricht von Konsequenzen und zeigt sich sichtlich schockiert über eine solche »Ausgrenzung«. Wenn das Urteil bestehen bleibe, könne er für nichts garantieren, denn die breite Zombiemasse entwickle schnell eine Eigendynamik. Er weist damit auf die Zombiekriege im 16 Jahrhundert hin, die bis heute einen der grausamsten Konflikte zwischen normaler und magischer Welt darstellen. Die Geschichtsbücher sprechen in diesem Zusammenhang von »apokalyptischen Zuständen« und »Leichenhaufen, groß wie Scheunen«. Genaue Opferzahlen sind nicht bekannt, die Forschung geht von einem Drittel der europäischen Bevölkerung aus. Ohne die Voodooverträge von 1563 wären die Europäer wohl komplett vernichtet worden. In langfristigen, zähen Verhandlungen (1545 – 1563) in Trient wurde schließlich eine Einigung zwischen Zombies und Menschen erzielt und rettete Millionen Menschen das Leben. (Losk)

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Über den Autor : Linus Oskari


1 Kommentare
  1. Jan Surfer 6. Juni 2016 at 23:39 - Reply

    Mein Eindruck hinterlässt ein gespaltenes Gehirn, äh, ich meine, divergierende Gedanken. Zumal auf die gesonderte Eignung vegan nicht mehr lebender Zombies nicht eingegangen wird. Wieder einmal könnte das dazu führen, dass wirklich qualifizierte Arbeitskräfte an geeigneten Arbeitsstellen vorbei geraten, weil das recht unsoziale System an verschiedenen Mett-Enden und Ecken nicht so proper funktionieren soll.
    Zombies haben auf dem ersten Arbeitsmarkt so schon kaum Chancen. Sie werden als ungeschickt und mental wenig lucide verrufen, und man bemängelt verschiedene Features an ihrem 5th-Hand -Beleidungsstil, an der Geruchstendenz des jeweiligen Verwesungsstadiums ( was man durchaus mit einer Altersdiskriminierung im Berufsleben gleichsetzen kann ) und wegen mehr oder weniger Hygiene-Mängel bei der Fleisch-Behandlung. ( Die ein oder andere Made, die da mal aus der Nase purzelt, wobei vegan lebende Zombis meist von vegan lebenden Maden durchsetzt sind )

    Auch den carnivor lebenden Zombies tut man Unrecht, wenn man sie nur des Schnitzel-Lutschens wegen nicht im Fleischer-Beruf toleriert. Man sollte den Untoten Chancen eröffnen, denn sie leisten einen nicht unbeachtlichen Dienst, wenn sie durch Salmonellen und Prionen minderwertig gewordenes Fleisch neben der Arbeit verzehren, und die durchfliegenden Aasfliegen für insektovor lebende Ghouls und Bann-Bedienstete traditionell lebender Vampire einfangen. Ein gewisser Mister Renfield wies auf diese kleine Nebeninformation hin, seit in den Sanatorien auf den britischen Inseln die Stubenfliegen rar geworden sind.

    Auch die Tatsache, dass Untote chronisch an Unterernährung leiden, seit die Menschenrechte verbindlich gewahrt werden, und auf der Straße überfahrene Tauben, im Stadtpark liegen gelassene Grillwürstchen oder Tofu-Ersatzfleisch in Gehirn-Form gepresst und lecker angemalt aus China eingeführt kein ernährungsgerecht vollkompatibler Versorgungsstoff sein können, sollte bei der Einstellung von Zombies im Fleischereifachgeschäft bedacht werden.
    Liebe Fleischerei-Meister und Gesellen, haben sie ein Herz für schlecht ernährte Zombies! Wenn Sie ein Herz für sie haben, geben sie ihnen auch eines! Meistens werden Rinderherzen dankend angenommen, die im feinkörnig gemahlenen Zustand bei verwesungsbedingtem Zahnausfall auch Wunder wirken können, denn gewurstet lassen sich Herzen wesentlich einfacher lutschen!

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