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Keine Angst vor Zombies!

Group of Zombies by Joel Friesen (Wikipedia)

BAfmW (Bonn/Pforzheim) Das Bundesamt für magische Wesen, derzeit selber auf dem Weihnachtsmarkt Bonn präsent, hat in einer Feldstudie in der Fußgängerzone an seinem Infostand ein Phänomen untersucht, welches gelegentlich Besorgnis erregt. Auch an diesem, dem letzten Adventswochenende, sind sie wieder zuhauf unterwegs.

Besorgniserregende Sichtungen

Group of Zombies by Joel Friesen (Wikipedia)
Group of Zombies by Joel Friesen (Wikipedia)

Wie jedes Jahr häufen sich im Advent bei uns die Anrufe besorgter Bürger: Es seien Zombies unterwegs! Vor allem nach Ladenschluss würden seltsam blasse Wesen auf die Weihnachtsmärkte strömen und dort die Glühweinstände überfallen. Sie seien kaum ansprechbar, würden zwanghaft lächeln und beständig murmeln: “Schöne Feiertage, schöne Feiertage”.

Es kamen auch Fragen auf, ob dem Glühwein Blut untergemischt sei. Oder ob es sich bei den gelegentlich sichtbaren Gewürzkrümeln nicht um Hirnmasse handele. Gerüchten zufolge ernähren sich Zombies und Artverwandte nämlich von menschlichen Gehirnen.

Was sind Zombies?

Wir müssen hier zunächst einige Begriffe klären, da Irrtümer über Zombies weit verbreitet sind. Als Beispiel: Zombies, die nach einer Infektion mit einem Virus umherwandeln und nach Hirn gieren, existieren nicht. Trotz Forschungen des US-Militärs in der Area 51 konnte noch kein solches Virus nachgewiesen  werden.

Um einen Zombie zu erwecken, gibt es zwei bekannte Möglichkeiten.

Für die erste muss ein Mensch davon überzeugt werden, dass er tot ist und dann zum Gehorsam angehalten werden. Die geschieht mit Hilfe diverser Gifte und erfodert keine magische Fähigkeiten. Wir können von Versuchen diesbzüglich nur abraten, denn sie fallen unter die Tatbestände der Körperverletzung, des Menschenraubs und der Arbeitssklaverei.

Die zweite Möglichkeit zur Zombifizierung steht nur magisch begabten Personen offen. Diese fangen die Seele eines frisch Verstorbenen ein und zwingen dessen Körper zum Gehorsam. Auch diese Form der Sklaverei ist selbstverständlich verboten.

Wir können Entwarnung geben!

Fälle von echten Zombies sind in Deutschland äußerst selten. Bei uns leben wenige praktizierende Hexer oder Hexen der Yoruba-Religionen, und die meisten dieser Menschen sind gesetzestreu.

Was Sie tatsächlich beobachten, sind Angestellte aus dem Einzelhandel. Diese werden in den Wochen vor Weihnachten mehr gefordert als im restlichen Jahr. Sie müssen

  • immerzu lächeln
  • auch im Angesicht der absurdesten und dreistesten Fragen höflich bleiben
  • und den Geräuschpegel in den Ladengeschäften mit Gleichmut ertragen.

Gelentlich werden sie auch einer Dauerbeschallung mit Weihnachtshits ausgesetzt, was unserer Meinung nach Folter ist.

Dennoch arbeiten die meisten dieser Menschen gerne im Einzelhandel. Dort sind sie immer nah am Kunden und freuen sich, wenn sie weiterhelfen können. Allerdings zeigen sich in der Spätphase des Adventsgeschäfts gewisse Abnutzungserscheinungen. Beispielsweise nehmen sie dann auch private Telefongespräche mit “Frau Sowieso, Buchladen XY , was kann ich für Sie tun?” an.

Was tun bei einer Begegnung mit solchen Pseudo-Zombies?

In diesem Zusammenhang raten wir Ihnen , verehrte Mitbürgerinnen und Mitbrürger, Ihre Weihnachtseinkäufe frühzeitig zu tätigen und die Menschen hinter der Kasse mit dem einen oder anderen freundlichen Wort zu bedenken. “Bitte” ist, laut Auskunft nicht nur von Yoruba-Hexern, ein Zauberwort, das Ihnen ungeahnt netten Service erschließen könnte.

 

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Über Carmilla DeWinter

Carmilla DeWinter

Carmilla DeWinter wurde 1981 in Pforzheim geboren. Carmilla DeWinter ist ein Pseudonym. Ihr bürgerliches Alter Ego arbeitet als Apothekerin. Wenn sie nicht seriös aus dem weißen Kittel schaut, oder liest, schreibt sie.

Nach einem fehlgeschlagenen Versuch Anfang der Neunziger, ein DinoPark-Ripoff zu verfassen, verlegte Carmilla DeWinter sich zunächst auf Gedichte und Liedtexte, bis sie zwischen Abitur und Studium zu viel Zeit hatte. Damals setzte sie sich bei weitgehender Nichtbeherrschung des Handwerks in den Kopf, Autorin zu werden. Mittlerweile liegt ihr Gesell*innenstück in Form der „Albenbrut“ vor.

Unglücklicherweise tendiert Carmilla DeWinter zu Formen, die viel Platz brauchen, deswegen hat es ihr Alter Ego bislang nur einmal geschafft, Kurzgeschichten in einer Anthologie unterzubringen. Ein bisschen englischsprachige Fanfiction ist per Suchmaschine verfügbar.

Auf Deutsch zu lesen gibt es Fantasy. Carmilla DeWinter liest und schreibt lieber Drama als Action, gerne mit mehr oder weniger Liebesgeschichte. Derzeitige Schwerpunkte: queere Figuren jeder Spezies, sowie allgemein magiebegabte Personen.

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