Home / Amtliches / Aus Politik und Zeitgeschichte / Maut sorgt für Unmut bei Hexen und Drachen

Maut sorgt für Unmut bei Hexen und Drachen

Fliegende Teppiche und Besen sind von der Maut befreit. Auch in Bayern.
BONN (BAfmW) Die von Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) vorgeschlagene Einführung einer PKW-Maut auf deutschen Autobahnen sorgte schon im letzten Jahr für Verwirrung und Unmut. Sowohl in der menschlichen, als auch in der magischen Bevölkerung. Berechnungen ergaben, dass die zu erwartenden Einnahmen aus der PKW-Maut nicht so üppig ausfallen, wie man es sich erhofft hatte. Diese Entwicklung veranlasste das Bundesamt für magische Wesen, die Pläne von Bundesmautminister kritisch zu hinterfragen sowie die Steuerbefreiung von Hexenbesen, fliegenden Teppichen und Drachen zu veranlassen.
Alexander Dobrindt auf einem "Kleinen Parteitag" in München Foto: Harald Bischoff
Alexander Dobrindt auf einem „Kleinen Parteitag“ in München Foto: Harald Bischoff

Vertreter des Verkehrsministeriums und des Bundesamtes für magische Wesen diskutierten wochenlang darüber, ob die magischen Verkehrsmittel als Luftfahrzeuge oder als Straßenfahrzeuge einzustufen sind. Man entschied sich schließlich für eine Aufnahme in die Straßenverkehrs- (StVO), bzw. Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO).

Diese Entscheidung wurde folgendermaßen begründet:
  • Zivile Luftfahrzeuge dürfen in Deutschland, abgesehen von Notsituationen, nur ausgewiesene Flugplätze anfliegen. Es ist keiner Hexe zuzumuten, nach der Landung ihren Besen unter den Arm zu nehmen und mit dem ÖPNV nach Haus zu fahren.
  • Des weiteren ist es nicht möglich, einen Hexenbesen mit Funk, Positionslichtern, dem Kollisionswarnsystem TCAS, einem Radartransponder und weiteren avionischen Systemen auszurüsten, da dies das zulässige Gesamtgewicht des Besens überschreiten würde.

Verbot von Drachen in Umweltzonen abgewehrt

Einen zwischenzeitlichen Vorstoß der Grünen, die ein generelles Verbot von feuerspeienden Drachen in Umweltzonen forderten, wies das BAfmW in aller Entschiedenheit zurück und konnte eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung aushandeln. Nach zähem Ringen wurde entschieden, dass Drachen, die nachweislich älter als dreißig Jahre sind, als historische Fahrzeuge gelten. Sie erhalten bei der Zulassung ein „H-Kennzeichen“ und sind damit von der Umweltplakettenpflicht befreit. Für jüngere Exemplare greifen Härtefallregeln, da es technisch unmöglich ist, bei einem Drachen einen Rußpartikelfilter nachzurüsten.

Fliegende Besen und Teppiche sind von der Maut befreit. Auch in Bayern
Fliegende Besen und Teppiche sind von der Maut befreit. Auch in Bayern

Im April stehen nun Gespräche mit Vertretern des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) in Flensburg an. Dabei sollen zulässige Flughöhen, Geschwindigkeiten und Flugverbotszonen reglementiert, sowie ein Bußgeldkatalog erstellt werden.

Generell konnte das BAfmW bereits per Präsidial-Erlaß durch Dr. h.c. mult. Edmund F. Dräcker, Kaiserlich Deutscher Vizekonsul und Ministerialdirgent a.D. festlegen, dass fliegende Besen und Teppiche im gesamten Bundesgebiet, und zusätzlich in der von der UNO Deutschland treuhänderisch überlassenen Sonderverwaltungszone Bayern, von der Maut befreit sind.

Merken

Merken

Bewerten Sie diesen Artikel

Bewertung

User Rating: 5 ( 2 votes)

Über Paul M. Hermann

Paul M. Hermann

Check Also

Die Hexen - Hexenwahn in Ravensburg

Hexenwahn 1484: Frauen auf dem Scheiterhaufen – Ausstellung im Museum Humpis-Quartier

Ende des 15. Jahrhunderts war der Bodenseeraum eines der Zentren von Hexenwahn und Hexenverfolgung in …

Ein Mitglied des MC Dragonrider bei einer Kontrolle

Das BAfmW informiert: Die Helmpflicht gilt auch für bikende Drachen

BONN (BAfmW) Der Frühling naht und die Biker holen ihre heißen Öfen aus dem Winterschlaf. …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Der Shop wird momentan überarbeitet, Bestellungen sind ab dem 30. Mai wieder möglich. Verstanden