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Mehr ist mehr, sagte Miss Piggy dem Bundeslurch. Eine kleine Geschichte zur Weihnachtszeit

Weihnachtlich dekoriertes Bundesamt für magische Wesen

BONN (BAfmW) Am Anfang ward dem Amt die Fassade gegeben. Und sie war wüst und leer, und es war finster auf der Fassade. Und der Bundeslurch schwebte über allem, und sah, dass es nicht gut war. Und dann schuf der Bundeslurch die Dekoration.

Weihnachtlich dekoriertes Bundesamt für magische Wesen
Das weihnachtlich dekorierte Amt

Am ersten Tag ließ der Bundeslurch Löcher in der Fassade entstehen, füllte sie mit Dübeln und Haken und sann darüber nach, was weiter folgen könnte.

Am zweiten Tag hing der Bundeslurch Girlanden und allerlei Tand auf, und sah, dass es gut zu werden begann. Und er war froh.

Am dritten Tag jedoch war der Bundeslurch unglücklich, denn früh begann die Dämmerung und es war dunkel. Da sagte das Amt: „Oh du mein Bundeslurch, gehe hin, besorge Lichterketten, jene mit LEDs, die da sparsam leuchten und dennoch ein gar wohlgefälliges Licht in der Dunkelheit verbreiten, auf dass es erleuchten und wärmen möge die Herzen der vorbeieilenden Passanten. Und der Bundeslurch tat wie ihm geheißen ward durch das einzig wahre Amt.

Am vierten Tage sagte der Bundeslurch dem Amt: „Oh du mein einzig wahres Amt, du weißt, wie ich denke und du kennst meine Verehrung von Miss Piggy. Sie, die da wandelte in Schönheit und Vielfalt, tat kund und fügte uns zu wissen jenen weisen Satz, der da lautet: „Mehr ist mehr!“ In diesem Sinne will ich schmücken deine Fassade, auf dass sie weithin leuchten möge in dieser gar schröcklichen Zeit, wo ein häßliches braunes Volk hervorkriecht aus dunklen Ecken.

Licht ward dem Amt durch den Bundeslurch gegeben

Am fünften Tag begann der Bundeslurch, zwischen den Girlanden mit allerlei Tand lange Lichterketten aufzuhängen. Es regnete und es war kalt, doch der Bundeslurch dachte frohen Herzens an das, was da kommen würde und verrichtete mit klammen Fingern tapfer sein Werk der Dekoration und Illumination. Kette um Kette befestigte er in der Höhe des Daches, an den Traufen und unter den Regenrinnen, auch um die Fenster und schwankte bedrohlich auf der Leiter in der Höhe, doch am Ende war das große Werk vollbracht.

Am sechsten Tage kamen die Nachbarn und waren froh, als es leuchtete zu den Zeiten, in denen das Tageslicht schwindet und der finsteren Nacht Platz macht. Und ein Nachbar staunte und sagte: „Oh Bundeslurch, die Fassade leuchtet so hell aus vielen Tausend Lämpchen, fast möchte es scheinen, dass das Bundesamt für magische Wesen brennt!“ Doch der Bundeslurch beruhigte den besorgten Nachbarn und sagte: „Oh du mein besorgter Nachbar, wir sind hier nicht in Sachsen, wo vielfach die Häuser mit den Verfolgten brennen und wir sind hier nicht in Brandenburg, wo sogar die Häuser mit jugendlichen Verfolgten in Brand gesetzt werden. Und wir sind hier nicht in Sachsen-Anhalt, wo dummes Volk sich zuhauf den Angstmachern, Lügnern und Hetzern in die Arme schmeißt. Und wir sind hier auch nicht in Thüringen, wo ein wirrer Lehrer im Landtag gar widerliche und dumme Dinge von sich gibt. Wir sind hier im Rheinland, wo man mit Intelligenz, Würde, in Liebe und guten Willens jenen die Hand gibt, die da kommen in Not und Angst.“

Die Frauenparkplätz*innen des Bundesamtes für magische Wesen
Die Frauenparkplätz*innen des Bundesamtes für magische Wesen

Die Frauenparkplätz*innen des Gleichstellungs- und Genderwesens

Am siebten Tage sagte das Amt dem Bundeslurch: „Wohl getan hast du mit diesem Werke der Erleuchtung und des Schmückens meiner Fassade und sollst heute ruhen. Ich aber sage dir, dass ich für jene, die da kommen wollen zu besuchen das Amt, etwas schuf, wo sie parken können ihre Besen und Fahrräder. Und es sollen dies die Frauenparkplätz*innen des Gleichstellungs- und Genderwesens genannt werden. Denn dem Genderwesen ist ein eigenes Referat vom Amt gegeben. Und wahrlich, ich sage dir, das Genderwesen wird auch weiterhin jenen auf vielerlei Art und Weise einen Tritt in den Arsch geben, die da kommen, weihrauchbekifft und gekleidet in geweihte Röckchen und im Ungeiste alter Bücher, den Geist und Körper Heranwachsender zu vernebeln, zu schänden und zu vergewaltigen. Auch jenen, die den verkommenen Gedanken eines österreichischen Postkartenmalers frönen, um zu drangsalieren jene, die lieben und leben wollen.“

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf dem Weihnachtsmarkt Bonn im Bundesamt für magische Wesen wünschen Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Freunden eine schöne Advents- und Weihnachtszeit.

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Wahrlich, Dein Amt sagt Dir, künde vom Wirken des Bundeslurchs allenthalben und allüberall:

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Über Hagen Ulrich

Hagen Ulrich, Jahrgang 1967, lebt mit Ehemann und sieben Katzen in Bonn am Rhein. Hexen, Drachen, Vampire und andere magische Wesen sind kein Problem, wenn man sie ordentlich verwaltet. Schließlich hat in Deutschland alles seine Ordnung. Basierend auf dieser Idee, entwickelte er die Idee einer Behörde, die sich um die Belange magischer Mitbürger kümmert. So entstand das Bundesamt für magische Wesen. Hagen Ulrich kam nach dem Besuch einer Ladys Night zu Twilight zum Schreiben und veröffentlicht seine Romane im Himmelstürmer Verlag in Hamburg.

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