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Mission Wiener Blut, ein Mysterykrimi von Paul. M. Herrmann

Mission Wiener Blut, ein Mystery-Krimi von Paul M Hermann

Eine neugierige Klatschreporterin lässt Neu-Vampir Marc und seine Freunde auf seltsame Ereignisse in Wien aufmerksam werden. Ist es wirklich die legendäre Blutgräfin Elisabeth Bathory, die in der Donaumetropole ihr Unwesen triebt? Oder spielt jemand ein verrücktes Spiel mit den Menschen der österreichischen Hauptstadt?

Marc reist zusammen mit Kati, Isabel und Roberto nach Wien, um den Ereignissen auf den Grund zu gehen. Schnell wird klar, dass das rätselhafte Auftauchen der Blutgräfin nur die Spitze des Eisbergs ist, da ein ganzes Heer von Vampirjägern herumzuschleichen scheint…

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 538 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 248 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (21. September 2013)
  • Verkauf durch: BAfmW Service Point
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00FBSTRVE

Leseprobe aus dem Mysterykrimi “Mission Wiener Blut”

Stimmen aus dem Konferenzraum ließen mich aufhorchen. Pascal und Claudia saßen nebeneinander am großen Konferenztisch. Vor ihnen stand ein Notebook. Pascal wies auf verschiedene Stellen auf dem Display und redete beinahe ohne Punkt und Komma. Claudia schien seinen Ausführungen jedoch problemlos folgen zu können. Hier und da machte sie Anmerkungen, stellte Fragen und machte sich Notizen.

Mission Wiener Blut von Paul M Hermann
Mission Wiener Blut von Paul M Hermann

Dann bemerkte ich René, der aus dem Fenster spähte. Um Pascal und Claudia nicht zu stören, trat ich leise neben ihn und fragte: „Irgendwelche BV?“

René schmunzelte kurz. Dann erwiderte er. „Da steht jemand am Tor. Eine Frau, soweit ich das von hier aus beurteilen kann. Ich glaube, die schießt Fotos.“

In der Halle wurden Schritte hörbar. Sekunden später betrat Kati den Konferenzraum ebenfalls.

„Hallo!“, begrüßte sie Pascal und Claudia im Vorbeigehen und gesellte sich zu René und mir.

„Wir haben ein BV.“, flüsterte ich.

Mit verengten Augen sah Kati mich an und erwiderte: „Ihr mit euren Bundeswehrabkürzungen. Könnt ihr nicht ganz normal reden, damit euch jeder verstehen kann?“

„BV heißt Besondere Vorkommnisse, da, am Tor.“, erklärte René.

Kati schob sich an mir vorbei und spähte durch das Fenster.

„Die kenn´ ich doch!“, rief sie erstaunt.

„Die heißt Ulrike Hinz und ist Journalistin. Früher hat sie ´mal als Klatschreporterin für irgendein Revolverblatt gearbeitet. Vor ein paar Jahren hat sie etwas gesehen, das sie nicht hätte sehen sollen. Die Kölner Gruppe hatte eine Menge Stress, wegen ihr. Als sie ihrem Chefredakteur dann aber mit einer Vampirstory kam, die durch nichts zu beweisen war, hat der sie an die Luft gesetzt. Sie scheint aber immer noch auf Vampirjagd zu sein. Wir brauchen Isabel, damit die Hinz uns ganz schnell wieder vergisst.“

„Ich glaube, das kannst du vergessen!“, gab ich zurück.

Kati nickte und erwiderte: „Ich weiß schon, wegen ihrer Mama. Aber Isabel beherrscht Gedankenkontrolle nun ´mal am besten.“

Dann lächelte sie René und mich an und befahl: „Leutnant Weber,  zum Tor. Wenn du mit ihr redest, versuch´ sie zum linken Ende des Tores zu locken. Das ist wichtig! Oberfeld Degenhardt, zur Hintertür ´raus  und leise durch den Garten. Wir müssen wissen, ob die Hinz alleine ist. Ich rede mit Isabel und komme dann nach. Ausführung, wegtreten!“

Während Kati mit dem Hüftschwung eines Models den Konferenzraum verließ, sahen René und ich uns verdutzt an.

„Jawohl, Frau Generalmajor.“, erwiderten wir, wie aus einem Mund.

Dann verließen wir das Konferenzzimmer ebenfalls. Pascal und Claudia waren so sehr in ihre Arbeit vertieft, dass sie von unserem Gespräch überhaupt nichts mitbekommen hatten.

Während René durch die Haustür verschwand, ging ich zur Hintertür, öffnete diese und lauschte. Zu hören war jedoch nichts, außer dem Rauschen des nahegelegenen Waldes. Geduckt lief ich zur Hausecke und spähte über das Gelände. Dann rannte ich zur weiß verputzten Ziegelmauer, die unser Anwesen vom Wald und dem benachbarten Grundstück trennte. Wieder lauschte ich vergeblich in die Nacht.

In einer dunklen Ecke des Anwesens stand eine alte, sehr hohe Kiefer, deren Äste an einigen Stellen auf der Mauer auflagen. Dort sprang ich an der Mauer hoch und stützte mich auf den Unterarmen ab. So konnte ich die Zufahrt und die Querstraße überblicken, ohne selbst gesehen zu werden.

An der Straße stand ein geparkter Van, in dem ich eine Bewegung und einen Lichtreflex wahrnahm. Die Reporterin war nicht allein.

Mit dieser Erkenntnis schlich ich im Schatten der Mauer bis auf etwa fünf Meter an das schmiedeeiserne Tor heran, wo René unseren ungebetenen Gast bereits in ein Gespräch verwickelt hatte.

„Dieses Anwesen gehört einer französischen Unternehmensgruppe.“, hörte ich ihn sagen.

„Und wenn ich Ihnen jetzt sage, dass dieser französische Unternehmer ein Vampir ist?“, erwiderte die Journalistin.

„Wirklich?“, fragte René, mit theatralischem Erstaunen und begann zu lachen.

„Ich bin auch ein Vampir.“, fügte er hinzu, hob seine Hände auf Kopfhöhe, krümmte seine Finger wie Krallen und fauchte wie eine Katze. Schließlich ergänzte er: „Kann es sein, dass Sie zu viele schlechte Filme sehen?“

Plötzlich tippte Kati mir auf die Schulter, woraufhin ich erschrak.

„Wie sieht´s aus?“, fragte sie im Flüsterton.

„Mein Herz.“, jammerte ich.

„In der Querstraße steht ein Auto mit Insassen. Die filmen wahrscheinlich, was hier gerade passiert.“

„Dachte ich mir.“, gab Kati zurück und strich mir mit dem Handrücken über das Gesicht.

Erst jetzt bemerkte ich, dass sie lange schwarze Handschuhe trug. Während ich darüber nachdachte, was sie damit bezweckte, vernahm ich Schritte. Isabel erschien und schlenderte gemächlich auf das Tor zu. Im Gehen schaute sie kurz in unsere Richtung, woraufhin Kati ihr ein Handzeichen gab.

Isabel stellte sich neben René, der damit begonnen hatte, der Journalistin einen Vortrag über Persönlichkeitsrecht und Privatsphäre zu halten. Ulrike Hinz starrte ihn schweigend an, da sie bereits unter Isabels Bann stand. Die Kamera der Reporterin baumelte am Tragegurt.

Kati schlich bis ans Ende der Mauer, griff vorsichtig durch das Tor und zog die Kamera hindurch. Dann rief sie den Bilderspeicher auf und löschte die Fotos, welche die Reporterin von unserem Haus gemacht hatte. Erst jetzt erkannte ich den Zweck ihrer Handschuhe. So waren ihre Hände nicht zu sehen, falls in dem geparkten Van tatsächlich eine Filmkamera mitlief.

Schließlich schob Kati die Kamera wieder durch das Tor und schlich zu mir zurück. Für Isabel das Signal, Ulrike Hinz vergessen zu lassen, weshalb sie hier war.

„Gut.“, sagte die Journalistin plötzlich.

„Französische Unternehmensgruppe. Keine Story. Verstehe. Auf Wiedersehen.“

Sie machte auf den Hacken kehrt und ging zügig in Richtung Querstraße.

„Aber es eilt nicht.“, murmelte René.

Wie wir erwartet hatten, hielt die Reporterin auf den Van zu und stieg ein. Nach einigen Sekunden startete der Fahrer den Motor und fuhr davon.

„Kleine, du bist die Größte.“, sagte Kati an Isabel gewandt und schloss sie in die Arme.

Isabel erwiderte Katis Umarmung und brachte ein Lächeln zustande. Doch dann wurde sie wieder nachdenklich und sagte: „Einige Gedanken dieser Reporterin waren seltsam. Sie war letzte Woche in Wien. Da gab es irgendetwas von einer Frau, die von einem Vampir angefallen wurde. Von einer Gräfin und einer Batterie.“

„Batterie?“, fragte Kati.

„Hat diese Gräfin keinen Stromanschluss?“

Diese Frage brachte Isabel sogar zum Lachen.

„Es muss ja kein Stromspender gemeint sein.“, warf René ein.

„Die Art und die Fla bezeichnen Kompanien heute noch als Batterien.“

Isabels Lachen brach ab. Sie sah Kati mit großen Augen an, die die Achseln zuckte. Ich grinste und erklärte: „Artillerie und Flugabwehr.“

„Ach so.“, erwiderte Isabel grinsend.

„Ich hatte mich schon gefragt, was der holländische Pudding damit zu tun hat.“

Diese Anmerkung empfand ich zwar nicht als besonders amüsant, lachte aber trotzdem. Diese Antwort und diese Körpersprache. Das war Isabel, wie ich sie kannte

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