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Der japanische Begriff Shōnen (japanisch 少年, auch Shonen oder Shounen, deutsch „Junge“, „Jugendlicher“) bezeichnet eine Kategorie des japanischen Comics und Animationsfilms, Manga und Anime, die sich an ein jugendliches männliches Publikum richtet. Shōnen ist die auf dem japanischen Markt am stärksten vertretene Manga-Gattung. Die verwandte Kategorie für ein etwas älteres männliches Publikum ist Seinen. Das Gegenstück für weibliche Jugendliche ist Shōjo, für erwachsene Frauen Josei. Diese Gattungseinteilung nach Zielgruppen rührt daher, dass die meisten Mangas in Japan zuerst in Manga-Magazinen erscheinen und diese sich auf demografische Gruppen spezialisiert haben. Die Einteilung nach solchen Gattungen zieht sich in den folgenden Verwertungsformen wie Sammelbänden und Anime-Verfilmungen durch und ist daher über die Magazine hinaus verbreitet als grobe Klassifizierung von Anime und Manga.

Ursprünglich bedeutete Shōnen „Jugend“ allgemein und wurde in diesem Sinne Ende des 19. Jahrhunderts für Kinder- und Jugendmagazine verwendet. Die Einteilung des Marktes, insbesondere der Manga-Magazine, nach geschlechts- und altersspezifischen Zielgruppen hat sich ab Beginn des 20. Jahrhunderts, besonders aber ab den 1960er Jahren etabliert und wird von den Verlagen auch offen kommuniziert. Der ähnliche Begriff Bishōnen bezeichnet die Darstellung eines schönen jungen Mannes nach japanischem Ideal, die vor allem im Shōjo-Manga und -Anime häufig vorkommt.

Werke des Shōnen richten sich an heranwachsende Jungen, Hauptzielgruppe ist das Alter von 9 bis 18 Jahren. Die tatsächliche Leserschaft besteht, wie bei anderen demografischen Kategorien von Anime und Manga, bei Weitem nicht nur aus der Kernzielgruppe, sondern rekrutiert sich aus allen gesellschaftlichen Gruppen. So gaben bei einer Umfrage unter Manga-Leserinnen im Jahr 2006 die meisten das Shōnen-Magazin Weekly Shōnen Jump als ihren Favoriten an, noch vor allen an die weibliche Zielgruppe gerichteten Publikationen. Die Zielgruppenorientierung tritt besonders in den Shōnen-Manga-Magazinen hervor, die neben den Serien auf die Interessen männlicher Jugendlicher zugeschnittene Werbung, beispielsweise für Spiele, und Zusatzinhalte bieten. Die Werbung und weiteren Inhalte lassen sich meist einem Franchise der Serien im Magazin zuordnen, so finden sich neben Kapiteln einer Mangaserie Anzeigen zur Videospielumsetzung oder redaktionelle Beiträge zu Verfilmungen. (Quelle: Wikipedia)

Bei einigen Shōnen Serien besteht die weibliche Leserschaft zu bedeutenden Teilen aus Rezipienten, die gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen den männlichen Charakteren hineinlesen oder interpretieren. Die Charaktere sind insbesondere solche, die als Bishōnen dargestellt oder vom Leser als solche empfunden werden. Diese, auch in Form von Fanart wie Dōjinshi hervortretende Lesart der Werke wird als Yaoi bezeichnet, das sich mit der Zeit als eigenes Genre homoerotischer Geschichten einschließlich originärer Werke etabliert hat. Nach einem Vergleich der weiblichen Leserschaft der Serien One Piece, Naruto und Prince of Tennis und deren Aktivität in Form von Yaoi-Fanart kommt Yukari Fujimoto zu dem Schluss, dass der Anteil der Yaoi hineinlesenden Rezipienten tendenziell höher bei den Serien ist, die nur wenige, schwache und nicht zur Identifikation der weiblichen Leserschaft geeignete weibliche Figuren bieten.

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