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Das Referat für Gestaltwandler

Es gibt verschiedene Arten von Gestaltwandlern, die sich unterscheiden. Hier die wichtigsten Arten der Gestaltwandler, die bisher von der Abteilung Gestaltwandler im Bundesamt für magische Wesen erforscht wurden.

1.

Gestaltwandler im Unterschied zu Werwölfen und anderen Werwesen

Diese sind streng von den Werwesen abzugrenzen, da die Wandlung der Werwesen gewissen interstellarischen Zyklen unterworfen sind. Gestaltwandler können sich zu jeder beliebigen Zeit willentlich wandeln. Gestaltwandler sind auch keinen äußeren oder magischen Zwängen unterworfen. Wobei die Wandlung an sich ein magischer Akt ist. Gestaltwandeln ist eine magische Fähigkeit, die durch angeborene Magie ausgelöst wird.

Gestaltwandler sind von Geburt an mit dieser Gabe ausgestattet, allerdings tritt sie erst mit Vollendung des siebten Lebensjahres auf. Vorher ist einem herwanwachsenden Gestaltwandler eine Wandlung nicht möglich. Diese Wandlung ist keiner speziellen Form unterworfen, allerdings obliegen hier Grenzen. Einzellige Formen können nicht angenommen werden (z.Bsp. Amöben, Bakterien).

Auch ein Sichtkontakt zu dem Wesen, dessen Gestalt angenommen werden will, ist nicht zwingend erforderlich.

Gestaltwandler können auch die Gestalt eines Menschen annehmen, allerdings nicht die anderer magischer Wesen, wie Dämonen, Elfen usw. Die menschliche Gestalt wird eher selten gewählt.

Einige Gestaltwandler wechseln ihre Form nicht mehr zurück in ihre ursprüngliche Form des Menschen, sondern ziehen die des Tieres vor. Man beachte: Derjenige dessen Haustier sehr aufmerksames Verhalten aufweist und einen fast zu verstehen scheint, ist in den meisten Fällen im Besitz eines Gestaltwandlers.

Einige Gestaltwandler setzen ihre Fähigkeit als Waffe gegen unliebsame Menschen ein. So ist es vorgekommen, dass aus der Leiche eines Mannes ein Gestaltwandler in Form eines tödlichen Fadenwurms hervorkroch.

Gestaltwandler behalten im Gegensatz zu Wertieren ihr menschliches Bewusstsein und können sich an jede Einzelheit während ihres tierischen Daseins erinnern. Jeder Gestaltwandler kann jede Form annehmen. Er sollte allerdings darauf achten die natürliche Lebensdauer des Tieres zu beachten. Nimmt er zum Beispiel die Gestalt einer Eintagsfliege an, stirbt er nach einem Tag. Er wandelt zwar in seine menschliche Form, bleibt jedoch tot.

2.

Definition des Gestaltwandlers

Gestaltwandler sind eine besondere Form der normalen, nicht wandelnden Menschen, die eine Anomalie in ihrer Genetik aufweisen, welche sie dazu befähigt, sich in alle vorstellbaren tierischen Lebewesen zu verwandeln.

Herkunft und Entstehung von Gestaltwandlern

Sie kommen aus einer, dem normalen Menschen fremden, Dimension und sind durch die Zerstörung des Portals in dieser Dimension gefangen.

In ihrer ursprünglichen Dimension sind Gestaltwandler vor knapp dreitausend Jahren durch eine ansteckende Krankheit entstanden, die Genveränderungen bei den nachfolgenden Generationen hervorrief. Über Jahrhunderte hatte sich ein Virus gebildet, der auf die nichtwandelnden Menschen dieser Dimension übergriff und deren Nachfahren die Fähigkeit verlieh, sich nach eigenem Willen zu verwandeln.

Wieso es ursprünglich in beiden Dimensionen die nichtwandelnden Menschen gab, ist ungeklärt; es bestehen keinerlei Aufzeichnungen darüber, wie die Menschen aus ihrer eigenen Dimension in die andere gelangen konnten. Forschungen diesbezüglich sind noch im Gange und es ist ungewiss, ob und wann sie mit einem Ergebnis abgeschlossen werden können.

Erstverwandlung eines Gestaltwandlers

Gestaltwandler sind grundsätzlich Menschen, da sie jedoch das Gestaltwandler-Gen in sich tragen, ist es mit ca. 99%iger Wahrscheinlichkeit zu garantieren, dass im Verlaufe ihres Lebens die Krankheit ausbricht und ihre erste Verwandlung stattfindet. Der Zeitpunkt hierfür ist bei jedem Gestaltwandler unterschiedlich; es gibt Fälle, bei denen noch in der frühen Kindheit (4-6 Jahre) die erste Verwandlung einsetzte, in diesen Fällen greift jedoch das Zentrum für Gestaltwandler sofort ein und lässt die Kinder entwandeln.

Ab einem Alter von 7 Jahren werden die Kinder in spezielle Einrichtungen aufgenommen und sie bekommen gelehrt, was sie sind und wie sie das Geheimnis bewahren können. Das gängigste Alter für die erste Verwandlung ist zwischen 15 und 19 Jahren, statistisch gesehen ist dies sogar die absolute Mehrheit (57%) aller Wandler. Es gibt auch einige Fälle, in denen die erste Verwandlung erst weit nach dem 30. Lebensjahr stattfindet.

Verwandlung eines Gestaltwandlers

Verwandlungen bei Gestaltwandlern können zu jeder beliebigen Zeit durchgeführt werden. Zudem sind sie vom eigenen Willen gesteuert, d.h. Gestaltwandler müssen sich nicht verwandeln, sondern tun dies, wann immer sie es wollen.

Die Verwandlung läuft grundsätzlich so ab, dass Konzentration aufgebaut werden muss, um den Verwandlungsvorgang einzuleiten. Diese Konzentration muss dann aufrechterhalten werden, bis die Verwandlung vollführt ist, danach bedarf es nur noch einer geringen Grundkonzentration auf die angenommene Gestalt. Sollte diese nicht mehr bestehen, z.B. aufgrund einer Ohnmacht o.Ä., wird die menschliche Gestalt angenommen.

Der Prozess der Verwandlung ist für Außenstehende sichtbar durch eine helle Strahlung, auch als Leuchten beschrieben, das von dem Verwandelnden ausgeht. Dieses Leuchten hält nur einen Sekundenbruchteil an, kann jedoch bei der Erstverwandlung einige Sekunden anhalten.

Die Verwandlung in ein Tier ändert nichts an geistiger Fähigkeit, Lebensdauer, Stoffwechsel etc. des Wandlers, sie ist, bezogen auf die Auswirkungen, rein physischer Natur. So wird beispielsweise die Vogelgestalt als nützliches Transportmittel gehandhabt.

Lebensweise der Gestaltwandler

Gestaltwandler leben generell wie die nichtwandelnden Menschen; sie besitzen den gleichen Stoffwechsel und müssen essen, trinken und schlafen, um zu überleben. In der menschlichen Dimension halten sie sich versteckt; nichtwandelnde Menschen sollen nichts über ihre Existenz erfahren.

Fortpflanzung und Einteilung in Reinheitsstufen

Man kann “reine” und “unreine” Gestaltwandler an der Farbe ihrer Auren und an ihrem Stammbaum unterscheiden.

Reine Gestaltwandler sind solche, die seit Entstehung der Gestaltwandler keinerlei Vorfahren ohne Gestaltwandler-Gen besitzen, man könnte auch sagen, dass in ihrem Stammbaum nur reine Gestaltwandler sind. Sie besitzen eine weiße Aura.

Unreine Gestaltwandler entstehen durch die Fortpflanzung von reinen Gestaltwandlern mit Nichtwandlern. Diese besitzen eine gelbe Aura.

Sie unterscheiden sich in ihrer Fähigkeit, sich fortzupflanzen und weiter zu altern.

Reine Gestaltwandler können ihre Alterung fortlaufen lassen, indem sie sich einfach nicht mehr verwandeln. Nach einer gewissen Zeitspanne (Tests mit verschiedenen Probanden zufolge befindet sich diese Zeitspanne zwischen 4-6 Wochen) setzt dann die naturgemäße Alterung wieder ein. Auch die Fähigkeit der Fortpflanzung bei weiblichen Gestaltwandlern ist dann wieder vorhanden.

Dass diese nicht schwanger werden können, ist hormonell bedingt. Der Zyklus des Eisprungs und der Menstruation ist bei Gestaltwandlern ausgesetzt, sofern sie nicht ihren Alterungsprozess, wie oben beschrieben, fortgesetzt haben.

Männliche Gestaltwandler haben, unabhängig von ihrer Reinheit, jederzeit die Fähigkeit zur Fortpflanzung.

Das Referat Gestaltwandler im Bundesamt für magische Wesen wird weitergehende Neuigkeiten regelmäßig an geeigneter Stelle publizieren.

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