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Das Referat für Dämonen und Halbdämonen

Eine Dämonin fotographiert von Natalia LeFay

Dämonen

Dämonen sind ein wirklich seltsames Volk. Wobei man auch sagen könnte, dass es viele seltsame Völker sind.
Über Dämonen kursieren viele Legenden und noch mehr verschiedene Vorstellungen. Oft streuen Dämonen sogar selbst diese, teilweise absurden Bilder über sich um ihre Feinde zu verwirren. Aber nur über wenige Dinge sind sich die meisten wirklich einig.

Eine Dämonin fotographiert von Natalia LeFay
Eine Dämonin fotographiert von Natalia LeFay

Dämonen sind böse, machthungrige Wesen. Die meisten von ihnen können nicht in Gruppen arbeiten Im allgemeinen herrscht eine starke Geltungssucht, welche viele Dämonen mit Weltherrschaftsträumen versuchen zu kompensieren.

Aber entgegen der vorrangigen Meinung sind nicht alle Dämonen böse. Oft werden sie von ihren niedrigen, meist animalischen Instinkten einfach übermannt und haben Probleme sich der allgemeinen Moral zu unterwerfen.

Die Klassifizierung der Dämonen

Porträt einer Dämonin fotographiert von Natalie LeFay
Porträt einer Dämonin fotographiert von Natalie LeFay

Diese magische Gemeinschaft ist eng verwandt mit den Vampiren und einigen elfenartigen Wesen (Kobolden, Trollen und Alben), welche allerdings wegen ihrer Lebensweise ihnen nicht wirklich zuzurechnen sind.

Viele Dämonen haben eine enge Tierverwandtschaft, weshalb sie als animalische oder auch Tierdämonen bekannt wurden. Diese können ihren Körper in eine übernatürlich starke und meist auch große Variante ihres Leittieres verwandeln. Oft haben die Fähigkeiten dieser Dämonen einen starken Hang zu dem Tier, welchem sie sich verbunden fühlen und ihre Lebensweise entspricht auch in vielen Punkten derer ihrer entfernten Verwandten. Allerdings haben sie auch gewisse menschliche Attribute, weshalb sie sich perfekt unter uns tarnen können und somit unser Aussehen imitieren.

Ihre Normalgestalt erinnert allerdings oft an eine bizarre Form zwischen Mensch und Tier, was ihnen ein Leben sowohl in der Unterwelt, als auch in der Menschenwelt verwehren würde.

Andere Dämonen sind einfach nur Kinder des Höllenfeuers und stammen aus einer Verbindung der materiellen Welt und bösartiger (Elementar-) Geister. Diese erinnern oft an ledrige Wesen mit scharfen Krallen und Zähnen, sind aber oftmals auch gute Waffenmeister und mit Intelligenz begabt. Auch sie haben sich eine gewisse Tarnung zu Nutze gemacht, um sich unauffällig in der Menschenwelt bewegen zu können. Allerdings benutzen sie diese nur ungern und es erfordert viel Kraft und Selbstbeherrschung um nicht aufzufallen.

Entgegen einiger Meinungen können aber Menschen nicht zu Dämonen werden, wenn sie nur lange genug im Höllenfeuer gefoltert werden.

Aber es gibt noch eine letzte, wenn auch sehr seltene Variante von dämonischen Wesen, welche sich aus einer materialisierten Form der Urängste anderer Wesen entwickelt haben. Allerdings ist diese Form immer mehr vom Aussterben bedroht, da diese Ängste dank des magischen und wissenschaftlichen Fortschritts immer mehr vertrieben werden.

Sie haben selten nur einen eigenen Körper und besetzen deshalb oft den anderer Dämonen oder auch Menschen über mehrere Jahrhunderte. Einige bezeichnen sie als Parasiten der dämonischen Gemeinschaft, wenn auch diese Wesen den Urdämonen noch am nächsten kommen.

Halbdämonen

Unter Halbdämonen versteht man grundsätzlich ein Wesen, welches durch die Paarung eines Dämons und eines anderen Wesens entstanden ist. Sie bilden einen großen Teil der dämonischen Gemeinschaft, wenn sie oft auch ausgegrenzt und angefeindet werden. Ihre körperlichen und magischen Fähigkeiten liegen bei weitem niedriger als die „reinblütiger“ Dämonen. Allerdings haben diese meistens den Typvorteil der Dämonen und des anderen Wesens von dem sie abstammen. So können sich halbmenschliche Dämonen besser Tarnen unter den Menschen, was die Integration in die menschliche Welt erleichtert.

Nach sehr wenigen Berichten soll es angeblich sogar eine Kreuzung zwischen Dämon und Engel gegeben haben, wobei diese Berichte nicht einfach zu bestätigen sind. Allerdings durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit sind bei Weitem nicht alle Arten leicht aufzuspüren.

Lebensweise der Dämonen

Die meisten Dämonen der Neuzeit versuchen sich an die bequeme menschliche Welt anzupassen und dort langsam ihre Macht auszuweiten. Deshalb findet man viele von ihnen in wirtschaftlichen und politischen Machtpositionen. Dies trifft vor allem auf Halbdämonen aus menschlichen Verbindungen zu.

Allerdings herrschen auch in der Unterwelt immer noch große Territoriale Machtkämpfe zwischen Einzelpersonen, Gruppierungen und Familienclans. Ganz ihrem Wesen folgend versuchen die Dämonen ihren Einfluss auf das Weltgeschehen zu vergrößern und somit an Ansehen, Magie und Besitz zu wachsen.

Vor allem einige Elementardämonen aber führen noch bis heute einen Handel mit Menschen oder zumindest menschlichen Seelen, welche für Rituale und manchmal auch nur zur Steigerung des Ansehens noch gerne erworben werden. Einige Dämonen setzen auch noch heute auf Bedienstete aus dem Kreise der menschlichen Gesellschaft um die Kontrolle über diese ausweiten zu können.

Geschichte

Über die Geschichte der Dämonen gibt es noch heute, im Zeitalter der Informationstechnik viele Lücken. Tatsachen sind meistens nur schwer zu belegen und es gibt für viele Geschehnisse nur wenige Belege, allerdings viele verschiedene Varianten.

Eine Theorie besagt, dass die meisten Dämonenstämme direkt von Lilith abstammen sollen, welche einst einen Kreuzzug gegen die Urdämonenvölker geführt haben soll. Andere Theorien wiederum behaupten auch, dass aus einigen wenigen Urdämonen alle modernen Dämonen abstammen sollen. Allerdings ist keine Theorie ohne weiteres beweisbar, weshalb die meisten von ihnen parallel zueinander existieren.

Dabei sollte man erwähnen, dass die direkten Nachfahren der Lilith bis heute immer noch als die höchsten Autoritätsfiguren der Dämonenwelt angesehen werden. Besonders zu erwähnen wären dabei die 13 Töchter der Lilith.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die meiste Zeit mehr oder weniger viele Teile der Gemeinschaft der Dämonen in Kriege verwickelt war. Besonders zu nennen wären die 15 Weltkriege der Dämonen. Diese hatten immer unterschiedliche Opfer und zogen teilweise auch Elfenclans und einmal auch die Engel mit hinein.

Ein paar der wichtigsten Figuren in diesen Geschehnissen waren die sogenannten Dämonenfürsten, welche durch ihr hohes Ansehen bestimmte Gebiete für sich beanspruchen konnten und recht viele Dämonen unter sich zu riesigen Heeren vereinen konnten. Aus diesem Grund war die Beteiligung eines Fürsten immer ein Garant für die nahe Entscheidung eines Krieges.

In den sogenannten Weltkriegen der Dämonen wurden meistens mehrere Fürsten mit einbezogen, wobei das oft in so zahlreichen Verlusten endete, dass die Fürsten über mindestens ein Jahrhundert eine Waffenruhe befahlen.

Der letzte große Konflikt fand vor fast 130 Jahren statt. Damals hatte das immer mehr aufkeimende Problem der Machtgier einiger Halbdämonen die Dämonenfürsten dazu gezwungen eine Allianz zu bilden und diese zum Größten Teil auszurotten.

Sämtliche Halbdämonen, bis auf fünf besonders zähe und alte Dämonen, wurden ausgelöscht. Danach wurde ein Friedensvertrag mit diesen Vertretern der Halbdämonen geschlossen, was beide Parteien dazu anhielt, das Problem nicht noch einmal so ausufern zu lassen. Inzwischen ist die Population der Halbdämonen wieder stark gewachsen. Allerdings ist den meisten auch bewusste, dass sie bis heute noch von den Reinblütern unterdrückt werden und sie ihre Machtkämpfe gegenüber diesen nicht zu weit treiben sollten.

Einzig die die „Fünf Weisen“ wie die überlebenden Halbdämonen des Krieges genannt wurden, stellen eine Autorität gegenüber den Reinblütern dar und dürfen von keinem Dämon bewusst oder unbewusst angegriffen werden. Dieses Vergehen wird bis in die heutige Zeit mit dem Tod durch einen Fürsten bestraft.

Neuschaffung der Welt

Der letzte bekannte Punkt der dämonischen Geschichte entwickelte sich direkt nach der verlustreichen Schlacht gegen die Halbdämonen. Bis heute ist dieser als „Besiedlung der Menschenwelt“ bekannt. Im letzten Jahrhundert haben vor allem Halbdämonen den Weg in diese Welt gesucht um sich dort einen Namen zu machen. Aber auch reinblütige Dämonen versuchen dort immer häufiger Gebiete zu erschließen.

Man sollte aber auch nicht die Zahl derer Dämonen niedrigen Ranges unterschätzen, die einfach nur auszogen um dort ein ruhiges und angenehmes Leben zu führen, fernab jeder Machtkämpfe und aller Magie, weshalb es nicht auszuschließen ist, dass der Nachbar von gegenüber eigentlich nur ein geläuterter Dämon ist.

Diesen ist es nur wichtig, ein friedliches Leben zu führen, eine Familie zu gründen und im kleinen Kreis ihre dämonische Existenz fortzusetzen. Doch durch Anfeindungen bezogen auf die Vergangenheit wird vielen dieses Unterfangen nicht gerade einfacher gemacht.

Die Bilder wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von: Natalia LeFay Photography

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