Als es daran ging, die einzelnen Szenen für den Kinospot von Regisseur Thomas Bernecker zu entwerfen, dachten wir daran, das Klischee vom Vampir als Teenieschwarm aufzugreifen. Bei dem Hype, der nach Twilight um Vampire gemacht wurde, muß sich ja jeder Vampir eher weniger vor dem klassischen Pfahl oder einer Weihwasserdusche fürchten, eher muss er Sorge tragen, in der Öffentlichkeit nicht erkannt zu werden, weil er dann ein Rudel kreischender Girlies am Hals hat. Und was ist, wenn der Vampir schwul ist?

Ein genervter Vampir inmitten kreischender Girlies

Sebastian Kempin als Vampir

Sebastian Kempin als Vampir

Der arme Kerl wäre fürchterlich genervt, wenn ihm seine Fans dauernd auflauern und so wurde „Robert the Vamp“ geschaffen, ein schwuler Vampir, liebenswert, nett und freundlich, natürlich gutaussehend, aber eben schwul. Liiert mit einem Magier, in dessen Arme er sich hilfesuchend flüchtet, weil er die Nachstellungen der Girlies leid ist. Und diese sind natürlich entsetzt, weil ihr Traum und Idol allerhöchstens an ihrem Hals interessiert ist.

In dem jungen Schauspieler Sebastian von Kempin aus Berlin haben wir die ideale Besetzung für diese Rolle gefunden. Sebastian hat geduldig die Szenen gespielt. Und wir waren alle unzufrieden. Nicht mit ihm – keineswegs. Aber irgendwie sprang der Funke nicht über zwischen ihm und dem Magier. Es sollte glaubwürdig rüberkommen, dass zwei Jungs glücklich miteinander sind. Leider fehlte genau das.

Eine der Schlüsselszenen des Kinospots

Frank Lotz in der Maske

Frank Lotz in der Maske

Da das eine der Schlüsselszenen des Spots sein sollte und es schon relativ spät war, besetzten wir in unserer Verzweiflung die Rolle des Magiers neu. Und zwar mit jemandem, der noch nie (!) vor einer Kamera gestanden hatte. Zwei Takes weiter stand die Szene, es gab einen der glaubwürdigsten und leidenschaftlichsten Filmküsse zwischen zwei Jungs, die wir je gesehen haben. Applaus und Jubelrufe von Zuschauern und Crew vor dem Kontrollmonitor. Noch eine Aufnahme zur Sicherheit, dann stand die Szene endgültig.

Das BAfmW spricht an dieser Stelle ein ganz großes, großes Dankeschön an Sebastian von Kempin aus. Er hat toll gespielt, die gesamte Szene gerettet und einen absoluten Laien mitgezogen. Wir wünschen ihm für seine weitere Laufbahn alles Gute. Sollte es dazu kommen – wovon nicht nur Thomas Bernecker und Hagen Ulrich träumen – dass das BAfmW selber mal einen Fantasyfilm in Spielfilmlänge produziert, dann wissen wir bereits, mit wem wir eine Rolle besetzen werden.

 

 

 

 

Sebastian von Kempin bei den Dreharbeiten

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