Feldpost

Autoren:Mechtild Borrmann
geprüfte Gesamtbewertungen (61 Kundenbewertungen)

23,00 

  • Hardcover : 352 Seiten
  • Verlag: Droemer
  • Autor: Mechtild Borrmann
  • Auflage: 1. Auflage, erschienen am 02.11.2022
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-86187-897-6
  • ISBN-13: 978-3-86187-897-1
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
  • Größe: 21,5 x 14,0 cm
  • Gewicht: 300 Gramm

Lieferzeit: Lieferbar

Junge Vampire und Werwölfe bilden sich weiter mit Büchern aus dem Bundesamt für magische Wesen. (Foto: Barbara Frommann)
Junge Vampire und Werwölfe bilden sich weiter mit Büchern aus dem Bundesamt für magische Wesen. (Foto: Barbara Frommann)

»Adele ist verschwunden.« Mehr mag die Fremde nicht sagen, die sich in einem Café einfach so an den Tisch der Anwältin Cara setzt – und kurz darauf ebenfalls spurlos verschwindet.

Zurück bleibt lediglich ihre Handtasche. Neben anrührenden Feldpost-Briefen aus dem 2. Weltkrieg, die von einer großen Liebe zeugen, findet Cara darin auch Unterlagen über den Verkauf einer Villa in Kassel zu einem symbolischen Preis.

Doch was hat das alles mit ihr zu tun? Und weshalb wurde die Villa – anders als vereinbart – nie an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben? Caras Recherchen decken nicht nur die tragische Geschichte einer großen, verbotenen Liebe auf, sondern auch die Schuld einer Liebenden und einen bitteren Verrat.

Der Roman beruht auf wahren Lebensgeschichten: Recherchen im Tagebuch-Archiv Emmendingen haben Mechtild Borrmann zu diesem feinfühligen Roman über Schuld, Verrat und eine tragische Liebe während des 2. Weltkriegs inspiriert.

Über “Feldpost”

“Feldpost”, ein Buch zu queeren Themen, wurde erarbeitet und verfasst von Mechtild Borrmann. Diese in ihrer Bedeutung für die allgemeine Bildung und Integration schwuler Vampire, Gestaltwandler sowie Magier, Elfen und Werwölfe nicht hoch genug einzuschätzende Studie für Leser und Leserinnen erschien am 02.11.2022 im Droemer.

“Feldpost” und andere schwule Bücher sind im amtseigenen BAfmW Service Point bestellbar. Online bestellte Fachpublikationen wie dieses Buch, dem gemeinen Bürger draußen im Lande als Bücher zu queeren Themen geläufig, sind zu den üblichen Öffnungszeiten auch direkt im Bundesamt für magische Wesen in Bonn abholbar und werden auf Wunsch verschickt.

Das Bundesamt für magische Wesen kommt mit dem Hinweis auf den “Feldpost” seinem Bildungsauftrag nach, den gemeinen Bürger draußen im Lande über das Leben gut integrierter (nicht)magischer Mitbürger, vulgo Werwölfe, Vampire, Dämonen, Elfen, Hexen und Magiere ebenso wie fantastische Tierwesen, als da wären Drachen, Basilisken, Sphingen, kleine und große Pubertiere und Trolle bis hin zu eingewanderten Dschinnen aufzuklären und damit Aberglauben und religiösen Irrlehren ein energisches “Nicht mit uns!” entgegenzuschleudern.

Das Amt weist bei dieser Gelegenheit betroffene Familienangehörige auch auf Therapie- und Aussteigerprogramme für sog. “Religiöse” hin, die dafür bekannt sind, das Leben harmloser schwuler Vampire und gut integrierter Werwölfe zur Hölle zu machen. Es gibt Hilfe! Religion ist heilbar!

Bestellen Sie Bücher zu queeren Themen von Mechtild Borrmann online

Echt jetzt? Sie fahren wirklich in die Innenstadt von Bonn, um dort Bücher wie "Feldpost" zu kaufen? Shoppen Sie lieber online, das spart Zeit, Geld und Nerven. (Foto: Barbara Frommann)
Echt jetzt? Sie fahren wirklich in die Innenstadt von Bonn, um dort Bücher wie “Feldpost” zu kaufen? Shoppen Sie lieber online, das spart Zeit, Geld und Nerven. (Foto: Barbara Frommann)

Besucher sind im Buchladen Bundesamt für magische Wesen in Bonn, der Stauhauptstadt von Nordrhein-Westfalen, stets willkommen und können dort bestellte Bücher zu queeren Themen auch abholen. Wir freuen uns immer über ein Gespräch zu schwulen Themen, u.a. zum Thema Gendern in Sprache und Literatur jenseits der linkisidentitären “Generation beleidigt”.

Und das Verlagsteam des Bundeslurch Verlages sowie des Himmelstürmer Verlages freuen sich auf interessante Exposés und Manuskripte u.a. der Genres Gay Romance, Gay Drama und Gay Fantasy, Fantasy-Jugendbücher sowie Urban Fantasy und steht queer schreibenden Autoren dieser Genres gern für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung.


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Lust auf ein Modelshooting? Die BAfmW-Jobbörse sucht männliche Models, um Bücher vorzustellen. Bewirb Dich! (Foto: Barbara Frommann)
Lust auf ein Modelshooting? Die BAfmW-Jobbörse sucht männliche Models, um Bücher vorzustellen. Bewirb Dich! (Foto: Barbara Frommann)

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Übrigens, wir suchen immer männliche Models für TFP-Shootings. Für Fantasymodel-Shootings und Kalenderprojekte, die das BAfmW mit der Fotografin Barbara Frommann umsetzt, werden atttraktive und sportliche junge Männer ab 16 Jahren gesucht, die ihr Modelpotential vor der Kamera testen wollen.

Verbreiten Sie des Amtes allumfassende Weisheit und Zuständigkeit!

Marke

Droemer

Gewicht300 g
Größe14 × 2,7 × 21,5 cm

61 Bewertungen für Feldpost

4,8
Basierend auf 61 Bewertungen
Zeige 6 von 61 Rezensionen (4 Stern(e)). 61 Rezensionen anzeigen
  1. M.

    Verifizierte RezensionVerifizierte Rezension - Original ansehenExterner Link

    Zwei Geschwisterpaare, die sich bestens verstehen und im Jahr 1935 noch nicht wirklich erahnen können, welche schweren Zeiten ihnen noch bevorstehen werden – sie gehören zu den Hauptfiguren von “Feldpost”.

    Auf zwei Zeitebenen, eine mehr oder weniger im Hier und Jetzt (2000/2001) und eine in der Zeit vor und während des zweiten Weltkrieges, erzählt Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann die Geschichte zweier Familien, von (unerwiderter) Liebe, Flucht und einem großen Krieg.

    Dabei schafft sie es ihre Leser und Leserinnen so sehr in das Geschehen – auf beiden Erzählebenen – hineinzuziehen, daß die knapp 300 Seiten wie ein Rausch an einem vorbeiziehen.

    Selten hat es zudem ein Autor oder eine Autorin geschafft mich bereits sehr früh im Buch mit einer Wendung zu überraschen, die den Rest der Geschichte beeinflußt.
    Manch einer mag sagen, der Klappentext hat es vorweggenommen. Ich aber war (positiv) überrascht und für mich hat eben diese Wendung das Buch einfach noch viel spezieller gemacht.

    Borrmann hat aber nicht nur ein feines Gespür für Geschichten und Sprache, womit ihr der vorgenannte Sog ins Geschehen gelingt, sie schafft es auch, daß selbst Figuren, die man gerne hassen würde (ich sag nur Dietlind), menschlich erscheinen und man zumindest erahnen kann, warum sie sind, wie sie sind.

    Obwohl das Buchende dann ein wenig abrupt erscheint, so ist “Feldpost” dennoch ein ganz besonderes Buch, das, wenn man genauer nachdenkt, vermutlich gar nicht anders hätte enden können. Denn Krieg ist nun mal zerstörerisch, läßt so manche Entscheidungen tragisch enden und die Menschen mitunter mit Fragen zurück.

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  2. Lisa Buddensiek

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    Die Autorin hat eine fesselnde Familiengeschichte geschaffen, die einen noch über sein Ende hinaus beschäftigt. Der Schreibstil ist sehr gelungen und man fliegt nur so durch die Seiten. Der sich wie einen roten Faden ziehende, in der Gegenwart spielende Handlungsstrang um die Anwältin Cara, die durch eine abgegebene Fundtasche einem großen Familiengeheimnis auf die Spur kommt, war ein netter Bonus, aber hätte gerne ausführlicher sein dürfen. Der zweite, stellenweise sich wie ein Krimi lesende, Abschnitt um Adele und ihre Familie war sehr berührend. Wie bewahrt man sich in einer Zeit, in der man alles verliert, noch Hoffnung? Und wie lebt man mit Schuld und Verrat? Jetzt kann man bemängeln, dass wirklich alles Negative der sowieso schon sehr dunklen Zeit auf eine Familie konzentriert wurde, aber wenn man es als Essenz und Beispiel nimmt, quasi als Verdichtung, finde ich es ok. Auf alle Fälle ein nachhallender, zeitgeschichtlicher Roman in großartigem Stil!

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  3. allegra

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    Im Roman „Feldpost“ erzählt Mechtild Borrmann die Geschichte zweier Familien und die Geschichte eines Hauses in zwei Zeitebenen. Wir sind einmal in den Jahren 1935 bis 1945. Wir haben einmal den Apotheker Hermann Mertens mit seiner Frau Sophia und den Kindern Richard und Dietlind. Sie sind befreundet mit Familie Kuhn. Gerhard Kuhn hat ein Fuhrunternehmen und seine Frau Katharina führt den Haushalt. Ihre Kinder heißen Albert und Adele.
    Gerhard bekommt Schwierigkeiten aufgrund Hitler-feindlichen Äußerungen. Er wird verhaftet und muss für zwei Jahre ins Gefängnis. Während der Zeit geht es finanziell bergab mit dem Fuhrgeschäft. Die Familie lebt vom Gehalt, das Adele verdient, weil sie die Schule abbricht und in einem Rüstungswerk im Büro arbeitet. Die Kinder Albert und Adele sind mit Richard Mertens eng befreundet. Albert und Richard nehmen beide ein Studium auf und leben fortan in Göttingen.
    Als Gerhard aus dem Gefängnis kommt, dauert es nicht lange und er steckt erneut in Schwierigkeiten. Er beschließt mit seiner Frau Katharina vorerst nach Frankreich zu fliehen. Albert und Adele bleiben in Deutschland. Die Familie denkt, dass der Spuk mit den Nationalsozialisten bald vorbei ist.
    In einer anderen Zeitschiene, um 2000 lernen wir die Anwältin Cara Russo kennen. Sie erhält von einer älteren Dame eine Tasche voller alter Dokumente, die einer Adele Kuhn gehören sollen, die aber nicht mehr an ihrem letzten gemeldeten Ort gefunden werden konnte. Cara ist sehr schnell interessiert und stellt Nachforschungen an. Dabei stößt sie auf die Geschichte der Familien Mertens und Kuhn.
    Ich fand den Roman sehr interessant zu lesen. Durch die Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Zeiten wird die Spannung hochgehalten. Die Sprache ist direkt und sehr angenehm zu lesen. Ein gefühlvoller Roman von Liebe, Flucht, Verrat. Ich habe es gerne gelesen.

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  4. Hellga

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    Die Geschichte beginnt im Dezember 2000 in einem Cafe in Kassel. Eine seltsame Begegnung mit einer älteren Frau beschert der Anwältin Cara Russo einen Stapel alter Feldpost-Briefe und in Folge viele ungeklärte Fragen. Die Suche nach der Empfängerin dieser Briefe setzt eine Reise in die Vergangenheit in Gang, bei dem die Autorin den Leser über viele einzelne Puzzleteile an die Ereignisse heranführt, wie sie sich in den 30er und 40er Jahren zugetragen haben.

    Der Verlauf der Geschichte nimmt relativ früh einen von den meisten Lesern vermutlich eher unerwarteten Wendepunkt. Die einzelnen Kapitel springen zwischen Protagonisten und Zeitschienen und fügen so immer wieder neue Aspekte hinzu, um dem Leser die Geschichte von Adele und Richard und ihren Familien zu erzählen. Dabei webt die Autorin auch viele geschichtliche Fakten ein, die dem ganzen einen historischen Blick auf das Kassel während der NS- und Kriegszeit gewähren. Durch die Aufteilung in einzelne Kapitel lässt sich das Buch auch wunderbar lesen, wenn man nicht immer so viel Zeit am Stück hat, und es bleibt immer genügend Spannung aufgebaut, dass man sich bereits freut, wenn man wieder ins nächste Kapitel eintauchen kann. Das Ende kam für mich allerdings etwas abrupt, einiges hätte man sicher noch ausführlicher abhandeln können anstatt im Epilog, aber dies war ja scheinbar von der Autorin so gewünscht.

    Für mich ist das Buch eine gelungenes Zusammenspiel aus Roman und deutscher Geschichte, das zum Denken anregt wo wir mittlerweile in der Welt stehen und wieviel wir noch vor uns haben. Ich fand die Geschichte sehr spannend, sie war für mich im großen und Ganzen wenig vorhersehbar und ich kann somit eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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  5. Annika

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    Als die Anwältin Cara Russo während der Vorweihnachtszeit in einem Café sitzt, wird sie von einer ihr unbekannten Frau angesprochen, die ihr eine geheimnisvolle Geschichte erzählt.

    Kurze Zeit später verschwindet die Fremde und lässt eine Tasche zurück, die berührende Liebesbriefe aus dem 2. Weltkrieg, sowie Unterlagen über einen Hausverkauf in der Vergangenheit enthält.

    Caras Neugier ist geweckt und sie möchte wissen, was es mit den Briefen auf sich hat und was hinter den Dokumenten steckt.

    Während ihrer Nachforschungen stößt sie auf die Geschichte einer Liebe, die nicht sein durfte
    und dunkle Machenschaften in der deutschen Vergangenheit.

    ****************************************

    Cara Russo, Adele und Alfred Kuhn mit ihren Eltern, sowie die befreundete Familie Martens um Sohn Richard sind einige der Charaktere, die wir in Gegenwart und Vergangenheit begleiten dürfen.

    Die Geschichte startet einige Tage vor Weihnachten in Kassel im Jahr 2000 und führt uns bis in die Mitte der 1930er und 40er Jahre in ebendiese Stadt zurück.

    Bereits zu Beginn der Geschichte wird die Neugier sowohl der Protagonistin Cara Russo, als auch die der Leser gleichermaßen geweckt, um wen es sich bei der unbekannten Frau im Café handelt, welches Anliegen sie hat und warum genau sie sich speziell an Cara gewandt hat.

    Im Wechsel der Kapitel bekommen wir einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt jeweils anderer Protagonisten.

    Erst nach und nach erfährt der Leser, wie die Geschichte der Gegenwart und der Vergangenheit miteinander verwoben sind und was es mit den Briefen und Dokumenten auf sich hat.

    Dieser Wechsel zwischen den Zeitebenen macht die Geschichte abwechslungsreich, vielschichtig und spannend. Seite für Seite setzen sich die Geschehnisse wie ein Puzzle zusammen.

    Alle Charaktere, die wir im Laufe der Geschichte kennenlernen dürfen, wirken lebendig und lebensnah durch ihre Ecken und Kanten.

    Mithilfe der Familie Kuhn und Martens, die gegensätzliche politische Lager vertraten, bekommen wir außerdem erschreckende Einblicke, was Gegner des nationalsozialistischen Regimes tagtäglich erleiden mussten.

    Der Zeitgeist der 1930/1940er Jahre wurde sehr authentisch eingefangen, man bekommt ungefilterte Einblicke in das Leben zur Zeit des 2. Weltkrieges.

    Das politische Geschehen der damaligen Zeit wird auch für Laien auf diesem Gebiet und ohne viel geschichtliches Hintergrundwissen verständlich und interessant umgesetzt. Der Schwerpunkt dieser Geschichte liegt aber eindeutig auf den zwischenmenschlichen Problematiken und nicht auf politischen Ereignissen.

    Die Feldpost, die dem Buch seinen Titel gegeben hat, findet nur vereinzelt ihren Platz in der Geschichte, ist aber, wenn die Sprache auf sie kommt, sehr gefühlvoll und berührend.

    Der Schreibstil der Autorin ist für mich besonders nennenswert: Sie schafft es, Gegenwart und Vergangenheit sprachlich deutlich voreinander abzusetzen, sodass man während des Lesens immer genau weiß, zu welcher Zeit man sich aktuell befindet.

    Durch die Detailliebe werden Orte und Situationen so eingefangen, dass man das Gefühl hat, Teil der Geschichte und selbst involviert zu sein.

    Die kurzen Kapitel machen es einem leicht durch die Seiten zu fliegen. Wären da nicht all die schrecklichen Geschehnisse, die einen während des Lesens immer wieder innehalten lassen: Fassungslosigkeit über den menschenunwürdigen und demütigenden Umgang mit systemkritischen Menschen, sowie Personen, die nicht ins Raster passten.

    Wut über die Willkür und die Korruption der Regierung, die Menschen dazu brachte, sich anzupassen um nicht aufzufallen. Nicht selten kollidierten Vernunft und Gefühl und die Menschen mussten gegen ihre Überzeugung handeln und zum Schutz ihrer Familie zu Lügnern und Schauspielern werden.

    Außerdem Sprachlosigkeit über die Auswirkungen des Krieges, die Kontrolle durch den Staat, die sich in alle Lebensbereiche erstreckt und tägliche Einschränkungen sowie gesellschaftlichen Druck und Perspektivlosigkeit mit sich brachte.

    Als ich angefangen habe, diese Geschichte zu lesen, hätte ich niemals damit gerechnet, was hinter allem steckt und doch löst sich alles schlüssig auf. Die niedergeschriebenen Themen sind aktueller denn je und lassen kein Leserherz unberührt.

    Die Geschichte liest sich zeitweise wie ein Krimi, dessen Sog man sich nicht entziehen kann und dessen Einblicke in das damalige Leben einen sprachlos zurücklassen.

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  6. Havers

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    Wer die Romane von Mechtild Borrmann kennt, weiß um die ganz besondere Fähigkeit dieser Autorin, Einzel- oder Familienschicksale mit zeitgeschichtlichen Themen zu verbinden, wobei ihr besonderes Interesse nicht nur der Zeit rund um den Zweiten Weltkrieg sondern auch den Auswirkungen gilt, die Kriegseinsatz oder Flucht oder Alltag im Nationalsozialismus auf die junge Generation haben. Für ihren neuen Roman „Feldpost“ hat sie im Deutschen Tagebucharchiv in Emmendingen recherchiert, in dem seit 1998 private Lebenserinnerungen (aktuell ca. 25.000 Zeitzeugnisse von über 5.000 Menschen) aus der Zeitspanne 18. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart aufbewahrt werden.

    Alles beginnt mit einer alten Aktentasche, voll mit vergilbten Fotos, Briefen und einem unleserlichen Kaufvertrag, zurückgelassen von einer Unbekannten, die sich in einem Café an den Tisch der Anwältin Cara Russo setzt und kurz darauf spurlos verschwindet. Deren Bemühen, die Tasche samt Inhalt dem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben, lässt sie tief in die tragische Geschichte zweier Geschwisterpaare in den Kriegs- und Nachkriegsjahren des Zweiten Weltkriegs eintauchen. Eine Geschichte, die geprägt von einer großen Liebe ist, die nicht sein darf und im Verborgenen gelebt werden muss. Von einer Liebe, die zurückgewiesen wird und deshalb Schuld auf sich lädt. Von einem Freundschaftsdienst, der schmählich verraten und ausgenutzt wird, der letztendlich nur Mittel zum Zweck der eigenen Bereicherung ist. Eine Geschichte, die zeigt, welches Leid solche Erfahrungen den Menschen zufügen.

    Borrmann erzählt wie immer sehr feinfühlig auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen, wobei die Gegenwart nur einen kleinen Raum einnimmt. Durch kurze Kapitel und wechselnde Erzählperspektiven taucht man tief in Leben und Fühlen der Protagonisten ein, ist an Cara Russos Seite und setzt wie diese Stück für Stück das Puzzle dieser melancholischen Geschichte voll persönlicher Tragödien zusammen. Aber es gibt auch einen Wermutstropfen, denn alles in allem entwickelt sich der Plot doch recht vorhersehbar in eine Richtung, die man so (oder so ähnlich) schon mehrfach gelesen hat. Schade.

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