Hände

Autoren:Paul Senftenberg
geprüfte Gesamtbewertungen (8 Kundenbewertungen)

12,90 

  • Softcover : 248 Seiten
  • Verlag: Homo Littera
  • Autor: Paul Senftenberg
  • Auflage: 1. Auflage, erschienen am 31.08.2015
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3-902885-78-5
  • ISBN-13: 978-3-902885-78-4
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
  • Größe: 21,0 x 14,8 cm
  • Gewicht: Gramm

Lieferzeit: Lieferbar

Artikelnummer: 9783902885784 Kategorien: , Schlagwörter: , ,
Junge Vampire und Werwölfe bilden sich weiter mit Büchern aus dem Bundesamt für magische Wesen. (Foto: Barbara Frommann)
Junge Vampire und Werwölfe bilden sich weiter mit Büchern aus dem Bundesamt für magische Wesen. (Foto: Barbara Frommann)

„In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag zerstörte Paul Kilian mit Hilfe von Hammer und Meißel die Hände der männlichen Figuren auf den spätromanischen Fresken in der Kirche von Obergrabern …“ Schon als Kind erfährt Paul von seinem Vater nur Abneigung und Aggressivität. Deshalb empfindet er Männerhände als etwas Gefährliches. Einzig die Hände seiner Mutter spenden ihm Trost und Zärtlichkeit. Als der Vater eine Hand verliert, kann er ihn zwar nicht mehr schlagen, doch Zuneigung oder ein nettes Wort erhält Paul trotzdem nicht. So setzt der mittlerweile erwachsene Paul sein Augenmerk auf Männer, die eine Handprothese tragen. Er ist überzeugt, dass ihm eine Plastikhand mehr Liebe schenken kann als eine echte. Als Paul auf Alexander trifft, kommen seine Vorstellungen jedoch ins Wanken. Denn Alexander trägt keine Handprothese … Mit großem Einfühlungsvermögen in die subtilen Zwischentöne von menschlichen Beziehungen beschreibt Paul Senftenberg den schwierigen Weg seines Protagonisten von Misstrauen und Angst hin zu der Bereitschaft, sich auf die Liebe zu einem anderen Mann wirklich einzulassen. Ein zuweilen verstörender Roman voll starker Bilder, der von seelischen Narben erzählt und vom Mut, sich ihnen zu stellen und vertrauensvoll den Möglichkeiten zu öffnen, die das Leben bietet.

 

Über “Hände”

“Hände”, ein Buch, wurde erarbeitet und verfasst von Paul Senftenberg. Diese in ihrer Bedeutung für die allgemeine Bildung und Integration schwuler Vampire, Gestaltwandler sowie Magier, Elfen und Werwölfe nicht hoch genug einzuschätzende Studie für Leser und Leserinnen erschien am 31.08.2015 im Homo Littera.

“Hände” und andere schwule Bücher sind im amtseigenen BAfmW Service Point bestellbar. Online bestellte Fachpublikationen wie dieses Buch, dem gemeinen Bürger draußen im Lande als Bücher geläufig, sind zu den üblichen Öffnungszeiten auch direkt im Bundesamt für magische Wesen in Bonn abholbar und werden auf Wunsch verschickt.

Das Bundesamt für magische Wesen kommt mit dem Hinweis auf den “Hände” seinem Bildungsauftrag nach, den gemeinen Bürger draußen im Lande über das Leben gut integrierter (nicht)magischer Mitbürger, vulgo Werwölfe, Vampire, Dämonen, Elfen, Hexen und Magiere ebenso wie fantastische Tierwesen, als da wären Drachen, Basilisken, Sphingen, kleine und große Pubertiere und Trolle bis hin zu eingewanderten Dschinnen aufzuklären und damit Aberglauben und religiösen Irrlehren ein energisches “Nicht mit uns!” entgegenzuschleudern.

Das Amt weist bei dieser Gelegenheit betroffene Familienangehörige auch auf Therapie- und Aussteigerprogramme für sog. “Religiöse” hin, die dafür bekannt sind, das Leben harmloser schwuler Vampire und gut integrierter Werwölfe zur Hölle zu machen. Es gibt Hilfe! Religion ist heilbar!

 

Bestellen Sie Bücher von Paul Senftenberg online

Echt jetzt? Sie fahren wirklich in die Innenstadt von Bonn, um dort Bücher wie "Hände" zu kaufen? Shoppen Sie lieber online, das spart Zeit, Geld und Nerven. (Foto: Barbara Frommann)
Echt jetzt? Sie fahren wirklich in die Innenstadt von Bonn, um dort Bücher wie “Hände” zu kaufen? Shoppen Sie lieber online, das spart Zeit, Geld und Nerven. (Foto: Barbara Frommann)
Besucher sind im Buchladen Bundesamt für magische Wesen in Bonn, der Stauhauptstadt von Nordrhein-Westfalen, stets willkommen und können dort bestellte Bücher auch abholen. Wir freuen uns immer über ein Gespräch zu schwulen Themen, u.a. zum Thema Gendern in Sprache und Literatur jenseits der linkisidentitären “Generation beleidigt”.

Und das Verlagsteam des Bundeslurch Verlages sowie des Himmelstürmer Verlages freuen sich auf interessante Exposés und Manuskripte u.a. der Genres Gay Romance, Gay Drama und Gay Fantasy, Fantasy-Jugendbücher sowie Urban Fantasy und steht queer schreibenden Autoren dieser Genres gern für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung.

 


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Lust auf ein Modelshooting? Die BAfmW-Jobbörse sucht männliche Models, um Bücher vorzustellen. Bewirb Dich! (Foto: Barbara Frommann)
Lust auf ein Modelshooting? Die BAfmW-Jobbörse sucht männliche Models, um Bücher vorzustellen. Bewirb Dich! (Foto: Barbara Frommann)

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Verbreiten Sie des Amtes allumfassende Weisheit und Zuständigkeit!
Größe14,8 × 21 cm

Marke

Homo Littera

8 Bewertungen für Hände

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Basierend auf 8 Bewertungen
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  1. ichliebebücher

    Als großer Freund der Romane von Paul Senftenberg habe ich auch seinem neuen Buch entgegengefiebert – und ich wurde nicht enttäuscht. In klarer, gewandter und dabei auch sehr eleganter Sprache, ohne den Ballast schwülstiger Metaphern, die man in anderen Liebesgeschichten leider oftmals über sich ergehen lassen muss, gleichzeitg stimmungsvoll und emotional berührend erzählt der Autor von Paul Kilian, einem jungen Mann, der erst lernen muss, seine übergroßen Ängste, deren psychologische Erklärung sich in seiner Kindheit finden lassen, zu überwinden, bevor er auch nur daran denken kann, sich in eine enge Beziehung mit einem anderen Mann einzulassen. Die Charaktere sind überaus plastisch bschrieben, nicht nur die Hauptfigur, deren Leben wir vom Alter von dreizehn Jahren bis Mitte dreißig verfolgen, sondern auch weitere Figuren wie Alexander, in den sich Paul verliebt, ohne zu wissen, was er mit dieser Liebe anfangen soll, über Manuel, der als Kind eine Hand verliert, bis zu Pauls bester Freundin, die in einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche arbeitet. Bei ihrer Einführung holt der Autor wie in einer weiten Geste aus und führt uns mit wenigen starken Strichen gewandt durch ihr Leben, um gleich darauf wieder wie in einer Kreisbewegung zur eigentlichen Handlung und dem Protagonisten zurückzufinden. Ich hatte as Gefühl, diese Charaktere wirklich kennenzulernen – weshalb mich ihre Gefühle, ihre Unsicherheiten und Sehnsüchte umso mehr berührten. Eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, die in ihrem Leben nicht wenige Hürden überwinden müssen, bevor sie zusammen kommen können, und dies mit Aussicht auf ein glückliches Ende. Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für Freunde von schwuler Literatur mit Niveau!

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  2. leseratte

    Fast hätte ich übersehen, dass ein neues Buch von Paul Senftenberg herausgekommen ist. Zuerst war ich vom Inhalt (Handprothesen etc.) etwas abgeschreckt, aber letztendlich habe ich mir dieses Buch doch bestellt. Ich habe es nicht bereut. Wieder konnte mich der österreichische Autor mit seinem einfühlsamen und doch nie langweiligen Schreibstil überzeugen. Bereits nach wenigen Seiten fühlt man sich mit den Protagonisten eng verbunden. “Hände” ist ein schwules Buch mit Tiefgang und bekommt von mir eine klare Kaufempfehlung.

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  3. HJW

    Mit »Hände« veröffentlicht der österreichische Autor Paul Senftenberg seinen fünften Roman (so man die Novelle »Der Stammbaum« mitzählt). Im Zentrum steht Paul Kilian, der aus lieblosen, kalten Familienverhältnissen stammt und (möglicherweise nachdem sein Vater eine Hand verloren hat) eine eigenartige Obsession für Hände und Handprothesen entwickelt. Er trifft auf Manuel, der aus ähnlichen Verhältnissen stammt und durch die Unachtsamkeit seiner Mutter eine Hand verloren hat. In ihm findet Paul das erste Mal ein Objekt für seine Obsession und so behandelt er den Jüngeren auch. Erst mit über 30 trifft Paul auf einen Mann, der ihn trotz seiner gesunden Hände fasziniert und auf den er bereit ist, sich einzulassen. Anders als in Paul Senftenbergs bisherigen Werken steht hier ein recht großes Figurenensemble im Mittelpunkt und auch die Perspektive wendet sich vielen Figuren zu. Die Geschichte wird in keiner Weise chronologisch erzählt, die Sprünge sind riesig, und doch ist man immer in der Handlung orientiert. Einzig, dass man von Manuel, dessen Geschichte am Anfang viel Raum einnimmt, kaum noch etwas erfährt, seine Geschichte somit keinen Abschluss hat (man hätte ihm auch etwas Glück gewünscht), finde ich bedauerlich. Wie in der Verlagsbeschreibung angegeben, gibt es einige Szenen, die verstören können. Die Motivation der Figuren ist aber auch in diesen Szenen immer nachvollziehbar und diese gleiten nicht ins extreme oder reißerische ab. Trotz der fetischartigen Obsession der Hauptfigur, der extremen Kälte der Familien und einiger drastischer Szenen und Entwicklungen, bleibt die Geschichte doch stets in der Realität verwurzelt. Ein ambitionierter Roman, der sich flüssig lesen lässt, jedoch nichts zum schnellen Weglesen ist. Wie immer überzeugt der Autor durch seinen klaren, ausgereiften Stil, der nicht mit einem Wort aus der Rolle fällt. Für mich ist Paul Senftenberg der derzeit beste deutschsprachige Autor schwuler Literatur und das hat er auch mit diesem Werk wieder bewiesen.

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  4. jutscha

    Was treibt einen 13jährigen dazu, nachts in eine Kirche einzusteigen und allen männlichen Fresken die Hände abzumeißeln? Genau das hat Paul Kilian getan, dabei ist er auch noch Ministrant. Ein schlechtes Gewissen hat er nicht. Von Kind an hat er seinen Vater als sehr aggressiv und verletzend erlebt, der nur Schläge austeilt, aber keine Liebe gibt. Als der Vater seine Hand verliert und eine Prothese trägt, schlägt er Paul zwar nicht mehr, aber Liebe kann er noch immer nicht zeigen. Dies führt dazu, dass Paul Männerhände als etwas Verstörendes ansieht. Es zieht in zu Männern hin, die Prothesen tragen. Er glaubt, nur so erfüllenden Sex erleben zu können. Doch dann trifft er auf Alexander, zu den er sich sehr hingezogen fühlt und der seine Gefühle zu erwidern scheint. Doch Alexander trägt keine Prothese, sondern hat zwei gesunde Hände. Wird es ihm gelingen, Pauls Vertrauen zu erhalten? Als ich das Buch in Händen hielt, wollte ich nur mal kurz reinschnuppern – und konnte nicht mehr aufhören, bis ich es ganz gelesen hatte. Die Geschichte von Paul hat mich verstört und doch gleich in ihren Bann gezogen. Der Autor hält keine Zeitschiene ein, sondern springt in der Zeit hin und her. Da jedoch immer kleine Hilfen wie z. B. Pauls Alter eingearbeitet sind, fällt es nicht schwer, der Geschichte zu folgen. Im Gegenteil, durch diesen Stil erfährt der Leser viele Details aus Pauls Vergangenheit, die sonst schwierig in den Roman einzuarbeiten gewesen wären. Obgleich einige meiner Fragen unbeantwortet geblieben sind und das Ende offen ist, was sicher in der Absicht des Autors lag, hat mich die Geschichte von Paul sehr fasziniert und berührt und ich kann sie ohne Einschränkung empfehlen. Die Geschichte ist äußerst ungewöhnlich, aber extrem fesselnd und faszinierend. Als Bewertung erhält sie von mir 5 von 5 Sternen.

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  5. Ophelia

    Er erhob sich langsam und sah auf die Prothese hinab. Ohne zu frieren, lag die Hand im Schnee, fast war die Haut so weiß wie ihre Umgebung, und leicht abgewinkelt, liebkosten die schlanken Finger die gefrorenen Kristalle. Für Paul hatte es den Anschein, als hätten die Schneeflocken die Haut mit sich zur Erde getragen; rein und unbefleckt sah sie aus, als sie dort lag. (S. 42) Paul Kilians Kindheit ist geprägt von der Gewalttätigkeit seines Vaters. Die traumatischen Ereignisse lösen in Paul eine krankhafte Abneigung gegen Männerhände hervor. Auch als Pauls Vater in einer tragischen Nacht eine seiner Hände verliert und fortan eine Handprothese trägt, erfüllt sich Pauls Sehnsucht nach mehr Liebe und Zärtlichkeit nicht. Dennoch entwickelt Paul eine Obsession für Männer mit Handprothesen, denn diese versprechen für Paul Liebe und Zärtlichkeit. Er empfindet eine starke sexuelle Erregung dabei. Eine ernsthafte oder gesunde Beziehung zu einem anderen Mann führt Paul jedoch nie. Buis er auf den jungen Vater Alexander trifft, zu dem er sich sofort hingezogen fühlt. Seine Welt gerät dabei stark ins Wanken, denn Alexander besitzt zwei gesunde Hände… Senftenberg entwirft mit seinem Roman “Hände” eine spannende psychologische Studie eines Mannes, der auf Grund der erlebten psychischen und physischen Gewalt durch seinen Vater eine tiefsitzende Angst vor Männerhänden und dadurch zugleich einen Fetisch für Handprothesen entwickelt. Diese unbelebten Hände symbolisieren für ihn Zuneigung und Gewaltlosigkeit und vermögen es, ihn stark sexuell zu erregen. Doch vertraut er sich niemanden an. Auch arbeitet er seine traumatische Kindheit nicht auf und gerät so in einen Strudel aus Heimlichkeiten und Fantasien, die ihm eine gesunde Beziehung zu einem anderen Mann verweigern. Senftenberg stellt diese Entwicklung Pauls nicht chronologisch dar, sondern springt sowohl in der Zeit, als auch zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her. Hinter diesen Sprüngen steckt jedoch durchaus eine Logik, die sich dem Leser bei der Lektüre des Buches offenbaren wird. Nicht alles, was Paul tut, mag dem Leser angenehm oder nachvollziehbar erscheinen. Es mag Szenen geben, die regelrecht verstören. Dennoch driftet die Geschichte um Paul Kilian und seine Obsession für Handprothesen nie ins Unglaubhafte ab. Ich habe mir als Leser Paul sehr gut vorstellen und seine Beweggründe sehr gut nachvollziehen können. Auch Charaktere wie Manuel oder Alexander, die in Pauls Leben eine wesentliche Rolle einnehmen, werden nachvollziehbar und realistisch dargestellt. Ihre Geschichte bekommt auch ausreichend Raum, um dem Leser nähergebracht zu werden. Der Roman hat mich sehr beeindruckt, gefesselt und berührt. Absolut lesenswert!

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  6. nariel

    Der Titel und das Cover haben mich neugierig gemacht, dann auch noch die Inhaltsangabe und ich musste mich auf dieses besondere Buch einlassen. Kurz nochmal der Inhalt, für die unter Euch, die das Buch noch gar nicht kennen: „In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag zerstörte Paul Kilian mit Hilfe von Hammer und Meißel die Hände der männlichen Figuren auf den spätromanischen Fresken in der Kirche von Obergrabern …“ Schon als Kind erfährt Paul von seinem Vater nur Abneigung und Aggressivität. Deshalb empfindet er Männerhände als etwas Gefährliches. Einzig die Hände seiner Mutter spenden ihm Trost und Zärtlichkeit. Als der Vater eine Hand verliert, kann er ihn zwar nicht mehr schlagen, doch Zuneigung oder ein nettes Wort erhält Paul trotzdem nicht. So setzt der mittlerweile erwachsene Paul sein Augenmerk auf Männer, die eine Handprothese tragen. Er ist überzeugt, dass ihm eine Plastikhand mehr Liebe schenken kann als eine echte. Als Paul auf Alexander trifft, kommen seine Vorstellungen jedoch ins Wanken. Denn Alexander trägt keine Handprothese … Mit großem Einfühlungsvermögen in die subtilen Zwischentöne von menschlichen Beziehungen beschreibt Paul Senftenberg den schwierigen Weg seines Protagonisten von Misstrauen und Angst hin zu der Bereitschaft, sich auf die Liebe zu einem anderen Mann wirklich einzulassen. Ein zuweilen verstörender Roman voll starker Bilder, der von seelischen Narben erzählt und vom Mut, sich ihnen zu stellen und vertrauensvoll den Möglichkeiten zu öffnen, die das Leben bietet. Schnell habe ich bemerkt, dass dieses Buch “anders” ist. Gibt es keine Geschichte, die von Anfang bis zum Ende erzählt wird. Man begegnet Paul im ersten Kapitel mit 13 Jahren zum ersten Mal und lernt nach und nach seine Lebensgeschichte kennen. Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise durch Pauls Leben, dass aber in keiner chronologischen Folge abläuft, nein, wir springen zwischen den Ereignissen herum, so wie sie gerade zur Geschichte passen. Jetzt wird das vielleicht einige von Euch abschrecken, aber ich kann euch beruhigen, man kommt so schnell in die Geschichte hinein und kann sich am Anfang jedes Kapitels sofort zurechtfinden und kennt sich einfach aus. Paul Senftenberg gelingt es nach und nach die einzelnen Teile eines Puzzles zusammen zu setzten, damit es am Ende des Buches ein Ganzes ergibt. Und ja, da ist noch die Geschichte mit dem Ende: Ich kann euch so viel verraten, es passt perfekt zu diesem Buch! Zu erwähnen ist hier auch noch unbedingt, dass einige Szenen verstörend wirken können. Es kommt zu drastischen Ereignissen, viel Kälte in den Familien und vor allem den Kindern gegenüber. Der Hauptprotagonist entwickelt einen Fetisch gegenüber Handprothesen. Dies wird sehr gut und ausführlich beschrieben. Trotz dieser Dinge oder vielleicht gerade deswegen wirkt die ganze Geschichte von Paul sehr Realitätsnah. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Die ersten Seiten lesen sich so dahin, aber plötzlich sind die Seite nur noch so dahingeflogen, dass ich gar nicht bemerkt habe, wie die Zeit verging und wie schnell ich das Buch durchgelesen hatte. Ja, dieser einzigartige Stil und diese einmalige Geschichte haben mich so gefesselt, dass ich um mich herum alles vergessen habe. Auch konnte ich mir alles sehr bildlich vorstellen, durch die guten Beschreibungen, die aber nicht zu lang waren. Die Kapitel sind sehr kurzgehalten und haben zu Beginn immer einen Hinweis darauf, wo wir uns befinden bzw. wie alt der Protagonist ist, damit man gleich weiß, wo man dieses Ereignis einordnen muss, da es, wie bereits erwähnt, keine chronologische Abfolge gibt. Die Charaktere sind sehr ausführlich beschrieben und jeder einzelne hat eine Hintergrundgeschichte, die man im Laufe des Buches erzählt bekommt. Die Handlungen der Charaktere sind meistens sehr gut nachzuvollziehen. Die einzigen Charaktere, die ich nicht verstehen konnte, waren Pauls Eltern. Da diese aber eher eine Nebenrolle eingenommen haben, erfährt man auch nichts über ihre Motive. Zumal ihre Handlungen ja erst das aus Paul gemacht haben, was er letztendlich geworden ist. Das Cover ist wunderschön gestaltet und ich war richtig verliebt, als ich das Buch das erste Mal in Händen gehalten habe. In real sieht es viel schöner aus als in elektronischer Form. Natürlich ist es sehr passend zum Titel und dem Inhalt des Buches. Es ergibt sich aus Cover, Titel und Inhalt ein schönes Gesamtbild, genauso, wie es am Ende des Buches die einzelnen Kapitel machen. Fazit: Paul Senftenberg nimmt uns mit auf eine Reise durch das Leben eines Mannes, der viel Gewalt und Unrecht schon von früher Kinheit auf erlebt hat. Nie hat er die Liebe bekommen, die ein Kind benötigt, um glücklich zu sein. Dieses Buch zeigt uns eine psychologische Studie, verpackt in eine Lebensgeschichte und das Suchen nach einer Identität zweier junger Männer. Für mich gibt es ganz klar 5 von 5 Sternchen und eine Leseempfehlung für diejenigen unter Euch, die sich einmal auf ein etwas “anderes” Buch einlassen wollen.

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  7. BücherTraum

    Das Cover des Buches ist perfekt gewählt. Es spiegelt genau das Thema der Geschichte wider und rundet so dieses Buch ab. Mich hat das Cover sofort in den Bann gezogen und ich fand es richtig schön. Gleich am Anfang des Buches merkt man das dieses Buch etwas Besonderes und “anderes” ist als andere Bücher. Man erfährt nicht einen Ausschnitt aus einem Leben, sondern ein ganzes Leben und man findet sofort in dieses Leben rein. Der Autor hat sich bei den Figuren wirklich sehr viel Mühe gegeben und sie wunderschön herausgearbeitet. Jede einzelne Figur hat seine eigene Hintergrundgeschichte, die man im Laufe des Buches kennen lernt. Im Hauptteil der Geschichte nimmt uns der Autor mit auf die Reise durch Pauls Leben, das aber nicht chronologisch abläuft, sondern man hüpft zwischen verschiedenen Ereignissen hin und her, die aber den Erzählverlauf positiv verstärken. Man braucht aber keine Angst haben, man verliert nie die Orientierung und man weiß immer, wo man gerade im Leben von Paul sich befindet. Man erfährt auch über den Fetisch den Paul entwickelt und wie kalt Eltern zu ihren Kindern sein können. Zum Gefühl während des Lesens ist ein wichtig zu sagen dieses Buch beinhaltet einige Szenen die verstörend wirken können. Durch die drastischen Ereignisse und der Kälte der Eltern, lief es mir ein einigen Stellen echt kalt den Rücken runter. Mich hat dieses Buch oft zum Nachdenken angeregt und ich musste öfter das Buch bei Seite legen, da es kein einfaches Buch ist. Der Schreibstil sehr flüssig und leicht zu lesen. Es ist eine einzigartige Geschichte mit einem besonderen Stil. Man kann sich alles gut vorstellen und die Geschichte ist gut nach vollziehbar. Die Kapitel sind kurz gehalten und zeigen einem am Anfang, wo man sich gerade befindet und wie alt Paul gerade ist. Das Ende der Geschichte ist passend und rundet die Realitätsnahe Geschichte ab. Fazit: Ein sehr schönes Buch, was einen auf eine Reise mitnimmt, die man nicht so leicht wieder vergisst und die einem zeigt was Gewalt und Liebesentzug für Spätfolgen bei einem Kind haben kann.

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  8. Ingeborg Geib

    Paul ist fast 13, als er in einer Nacht und Nebelaktion die Hände der männlichen Figuren auf den Fresken in der Kirche von Obergrabern zerstört. Sein Leben ist geprägt von der Lieblosigkeit und Aggressivität seitens seines Vaters, der ihn und die Mutter schlägt. Doch auch als der Vater eine Hand verliert wird es nicht besser . Paul, mittlerweile erwachsen richtet sein Augenmerk immer mehr auf die Hände von Männern aus. Er freundet sich mit Manuel an, einem Jungen aus seinem Heimatort, der als Kind seine Hand bei einem Unfall verloren hat an. Doch während Manuel, der wie Paul auf der Suche nach Liebe ist, denkt das Paul ehrliche Gefühle für ihn empfindet geht es diesem einzig und allein und die Befriedigung seiner Lust mittels der Prothese. Es kommt zum Eklat und beide gehen sich danach jahrelang aus dem Weg. Paul ist außerstande echte Gefühle zu einem anderen Mann zu entwickeln, bis er Alexander trifft, der gesunde Hände hat. Doch wie wird dieser reagieren, wenn er hinter Pauls lang gehütetes Geheimnis kommt? Ein Roman, der einen sehr betroffen macht, denn die als Kind erlittenen Demütigungen und Züchtigungen die Paul sowie auch Manuel und Alexander prägen jeden der Protagonisten auf seine Art. Man begleitet Paul auf seinem schwierigen Weg vom schwierigen Jugendlichen, der mit seiner sexuellen Neigung plus einer ausgeprägten Fixierung auf Handprothesen, um die Liebe seiner Mitmenschenkämpft hin zu einem Mann, der endlich mit sich selbst im Reinen ist. Stellenweise ist man fassungslos, was die Handlung an geht, doch gerade diese zum Teil recht verstörenden Passagen tragen dazu bei, Pauls und auch Manuels Werdegang zu verstehen. Ein Buch, das nicht immer einfach zu lesen ist, denn es macht betroffen ob der Grausamkeit und Lieblosigkeit seitens der Eltern und der daraus resultierenden Entwicklung der beiden Jungen. Dennoch lässt sich das Buch gut lesen, auch wenn anfangs die Zeitsprünge etwas gewöhnungsbedürftig sind, doch passt es zur Geschichte. Ein Buch, das ich trotz der nicht einfachen Thematik innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe und das zum Nachdenken anregt.

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