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Spiegelwelten – Der Kristallkrieg von Rolf Glöckner

Spiegelwelten - Der Kristallkrieg von Rolf Glöckner

Auf der Kristallwelt herrscht Krieg. Grüne Kristalle suchen bei den Geschwistern Carolyn und Tom, Lesern von „Spiegelwelten – Die zwölf Bücher“ bestens bekannt, Hilfe im Kampf gegen die roten Kristalle. Doch es geht um mehr, denn die Roten bedrohen auch die Erde.
Ein spannendes Abenteuer durch Raum und Zeit nimmt seinen Lauf. Dabei spielen auch der Drache Dracontor, die Trolle Lanudas, Lakuno und viele andere Fantasywesen eine nicht unerhebliche Rolle.
Wieder ein spannender Fantasyroman von Rolf Glöckner, gewürzt mit einer ordentlichen Prise Humor, jeder Menge Action und Fantasie!

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 357 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 155 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verlag: Salonlöwe Verlag (4. Februar 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00I9GXNQA

Leseprobe aus “Spiegelwelten der Kristallkrieg”

 

Ein Jahr später

 

        Ein Jahr war seit ihrem großen Abenteuer in den Spiegelwelten vergangen, ein Jahr, angefüllt mit Schule, Reisen mit den Eltern, Treffen mit Freunden, Sport, Aufgaben im Haus und was der Dinge mehr waren. Doch all das wurde überdeckt von einer manchmal tödlichen Langeweile, Carolyn und Tom fieberten nach neuen Herausforderungen. Welch ein Abenteuer hatten sie doch gemeinsam mit ihren Eltern, ihrem Onkel und seinen Trollen, der geheimnisvollen Betty und den vielen Freunden erlebt.

Oft saßen sie am Abend mit ihren Eltern vor dem flackernden Kaminfeuer und unterhielten sich über das, was sie gemeinsam erlebt hatten, bis endlich ihre Eltern, June und Marc, ein Machtwort sprachen und die Kinder ins Bett schickten.

Eines Abends regnete es heftig und Sturmwinde heulten um das Haus. Es war wie damals, als sie unvermutet in ihr großes Abenteuer hineingeschlittert waren. Carolyn und Tom räumten gerade, nach einer freundlichen Ermahnung ihrer Eltern, ihre Zimmer auf, als Carolyn plötzlich laut aufschrie, zu ihrem Bruder ins Zimmer rannte und außer Atem ausstieß: „Tom, komm bitte, ich habe“, sie stockte und fuhr dann, etwas ruhiger, fort: „Ich glaube, ich habe Lanudas gesehen!

Er erschien mir in dem großen alten Bild, das über meinem Schreibtisch hängt.“ „Du spinnst!“, antwortete ihr Bruder, „wir haben in der letzten Zeit wohl zu viel über unsere Erlebnisse und Abenteuer gesprochen, und nun siehst du schon Gespenster! Na gut, wir gehen jetzt gemeinsam hinüber und dann schauen wir uns das Bild noch einmal genau an. Vielleicht war es nur das Licht der Straßenlaterne, das von draußen durch das Fenster fiel, oder du hast dir etwas eingebildet.“

Sie gingen zusammen in Carolyns Zimmer. Tom betrachtete aufmerksam das alte Bild, welches dort unverändert über dem Schreibtisch hing. „Siehst du, alles nur pure Einbildung, lass uns jetzt weitermachen, sonst müssen wir uns nachher von unseren Eltern erneut Ermahnungen anhören.“ „Aber“, entgegnete Carolyn, „ich habe ihn wirklich ganz, ganz deutlich gesehen!“ „Ach, Quatsch!“, entgegnete Tom, „du weißt doch, wo er wohnt, bei Onkel Hans in einer der Jackentaschen, da kann er doch nicht aus einem Bild herausschauen, das glaube ich einfach nicht!“

Er grinste über das ganze Gesicht und wollte noch etwas sagen, aber er wurde abrupt durch ein von unten kommendes Geräusch unterbrochen. An der Haustür klingelte es Sturm. Sie hörten, wie ihre Mutter June den Flur entlangging, die Tür öffnete und erstaunt ausrief: „Bruder, wo kommst denn du her? Komm schnell herein, du bist ja ganz nass! Was treibt dich denn bei diesem schrecklichen Wetter hierher?“ Die Kinder schauten sich sprachlos an.

Hans, ihr Onkel? Was für ein Zufall! Erst behauptete Carolyn, Lanudas, den Troll, gesehen zu haben und nun tauchte ihr Onkel auf? Seltsam! Gab es da einen Zusammenhang? Unten wurde gesprochen und trotz angestrengten Lauschens konnten Carolyn und Tom nur Bruchstücke verstehen, dann hörten sie schwere Schritte auf der Treppe, ihr Onkel kam zu ihnen herauf.

Lachend sah er die beiden an und sagte: „Na, wie geht es denn meinen beiden Spiegelreisenden?“ „Hans!“, rief Carolyn, sprang hoch und fiel ihrem Onkel um den Hals. Der strich ihr über das Haar, begrüßte dann Tom mit einem kräftigen Händedruck und fragte, während ein schelmisches Lächeln über sein Gesicht ging: „Hat jemand von euch Lanudas gesehen? Ihr wisst schon, den kleinen Troll, der mich auf meinen Reisen stets begleitete.“ „Ja“, rief Carolyn, „eben gerade schaute er aus dem Bild in meinem Zimmer hervor.“ Sie wies in die Richtung des Bildes, das durch die noch geöffnete Tür deutlich zu sehen war. Ihr Onkel schüttelte, vielleicht ein wenig ungläubig, den Kopf. Ich will dir glauben, aber jetzt ist er nicht da, mal sehen, ob ich eine Verbindung zu ihm herstellen kann.“

Er wandte sich um, trat vor das Bild und nahm dann einen kleinen grünen Kristall aus einem dunkelbraunen ledernen Beutel, den er aus einer seiner unzähligen Jackentaschen hervorgezogen hatte. Er begann, den kleinen grünen Stein zwischen seinen Handballen zu reiben, schnell und immer schneller. Ein schneidendes Geräusch entwickelte sich und Carolyn hielt sich entsetzt die Ohren zu. Er beugte sich vor, schnappte mit einem schnellen Griff den Troll an seinem Gürtel und stopfte ihn etwas unsanft in eine seiner großen Brusttaschen, verließ das Zimmer und begann, die Treppe hinabzusteigen.

Spiegelwelten - Der Kristallkrieg von Rolf Glöckner
Spiegelwelten – Der Kristallkrieg von Rolf Glöckner

Aufgeregt folgten ihm die Kinder hinunter in das große Wohnzimmer, in dem ihre Eltern sie schon erwarteten. Schnell setzten sie sich vor den alten Kamin, in dem ein munteres Feuer flackerte, und harrten der Dinge, die da kommen würden. Sollte ein neues Abenteuer auf sie warten? Was hatten ihr Onkel und der kleine Troll wohl zu berichten? Carolyn hüpfte aufgeregt immer wieder von ihrem Sessel hoch und rief: „Nun sag schon, was wollt ihr hier, was ist geschehen?“

Hans sah sie lächelnd an. „Noch immer so ungeduldig, meine Kleine? Sei geduldig, unser kleiner Freund ist derjenige, der allerlei zu berichten hat.“

Kapitel 2

Déjà-vu

Carolyn schauderte, als sie endlich in ihrer großen Wohnstube zur Ruhe gekommen waren. Es gab allerdings einige kleine Unterschiede zu damals: Ihre Eltern, Lakuno mit seiner Partnerin und Betty, die ihnen so unterschiedlich alt erschien, waren nicht dabei gewesen. Nun müsste nur noch Sulass aus dem Volk der Rucks auftauchen und alles wäre fast wie damals gewesen. Carolyn beschlich ein leises Angstgefühl, welches sie sich nicht erklären konnte. Es war, als hätte sie das alles schon einmal geträumt. Tom, ihr Bruder, dagegen schaute neugierig und abenteuerlustig in die Runde, als der Troll Lanudas das Wort ergriff. „Gefahr droht, eure Hilfe ist vonnöten!“

Kaum hatte er diesen Satz ausgesprochen, war von oben, ganz von oben, vom Dachboden nämlich, ein lautes Gerumpel zu vernehmen. Dann gab es einen heftigen Bums, als ob sich jemand an etwas Hartem gestoßen hätte, und als dann noch ein lautes, schmerzerfülltes Brummen ertönte, war es den Kindern sofort klar: Sulass war eingetroffen. Kurz darauf hörten sie seine schweren Schritte auf der Treppe, die Tür zum Wohnzimmer öffnete sich und Sulass trat ein, den unvermeidlichen großen

Sack auf den Schultern, suchte sich einen Platz und setzte sich, schmerzerfüllt brummend. Er rieb sich seinen runden Bärenschädel und rief ärgerlich: „Könnt ihr den Treppenaufgang denn nicht etwas höher bauen? Jedes Mal habe ich Mühe, die Stiege,

ohne mich zu verletzen, herabzusteigen.“ Alle, besonders die Geschwister, lachten laut auf. Sulass, noch immer brummend, stellte seinen großen geheimnisvollen Sack mit einem dumpfen Geräusch neben sich auf den Boden.

Aus dem Sack, der nicht besonders fest zugebunden war, sahen zwei spitze Mützen heraus und eine schrille Stimme, die von Lakuno, ertönte: „Lanudas, du dachtest wohl, du könntest ohne uns auf eine neue Abenteuerreise gehen, wie?

Ich habe auch Ladina mitgebracht, vielleicht kann sie uns bei dem neuen Abenteuer, das uns offensichtlich hier zusammenführt, begleiten.“ Der Angesprochene nuschelte nur etwas in seinen Spitzbart, um dann fortzufahren: „Es droht Gefahr, ich sagte es schon, ich konnte nicht direkt zu euch springen, durch irgendeinen Umstand, den ich noch nicht kenne, wurde ich am Übergang gehindert und brauchte dazu den grünen Kristall von Hans, nur er konnte mir damit die Tür öffnen. Warum allerdings sich das mit der Gefahr schon so weit herumgesprochen hat, zeigt mir deutlich, dass die Gefahr jetzt größer ist, als ich bisher angenommen habe.“

June und auch Marc wollten, inzwischen ein wenig aufgeregt, etwas fragen, doch Carolyn und auch Tom kamen ihnen zuvor: „Welche Gefahr droht? Und was hat es mit dem grünen Kristall auf sich? Und an welchem Ort droht die Gefahr und wann und warum sind wir diejenigen, die helfen können?“ „Das weiß ich auch noch nicht genau“, antwortete der Troll, „jemand sprach zu mir wie in einem Traum, ich konnte ihn aber nicht genau erkennen.“ „Wegen eines Traumes hast du mich aufgescheucht, du spitzohriger Geselle, mich hierher zitiert?“, empörte sich Hans, „das wirst uns jetzt einmal genau erklären müssen!“

Alle setzten sich wieder auf ihre Plätze und der Troll begann zu sprechen.

Die Gefahr kommt

 

„Es ist eine alte Geschichte, die bei uns Trollen schon vor langer Zeit aufgeschrieben wurde und die sich in einer fernen Vergangenheit ereignete. Dieses Ereignis hatte fast das ganze Land der Trolle zerstört und nur mit der Hilfe von anderen Völkern gelang es, unser Land zu retten und wieder aufzubauen, denn die Zerstörung, die angerichtet wurde, war ungeheuer groß. Es hat mit Kristallen zu tun und der Welt, auf der sie leben. Diese Gefahr ist nun wieder präsent und dieses Mal wird sie sich gegen eure Welt richten. So sind zumindest die Erkenntnisse, zu denen unsere Ältesten, unsere weisen Trolle, gelangt sind. Ihr seid ihr Ziel!“

Carolyn sprang auf. „Was ist es denn nun für eine Gefahr? Sag es uns endlich!“, rief sie aus. Tom, von der Aussage des Trolls erschrocken, wollte ebenfalls wissen, was nun vorfallen würde und wie sie sich dagegen zur Wehr setzen könnten. Der Troll aber fuhr fort. „Es hat etwas mit dem Kristall zu tun, welcher sich im Besitz von Hans befindet und mit dem er mich hierherholen konnte, soviel weiß ich. Dieser Kristall kann Energie in unbeschränktem Umfang speichern und so seinem Träger die Möglichkeit geben, andere Personen zu sich zu holen, oder aber auch sich selbst an andere Orte zu begeben.

Dieser Kristall, vielleicht kann Hans über die Herkunft nachher noch etwas berichten, fehlt denen, die in einer geheimnisvollen Kristallwelt leben, und so werde sie kommen, um sich dieses für sie eminent wichtige Mineral zu holen und das wird sicher nicht friedlich ausgehen. Und nun sollte Hans weitererzählen, wie er an den Kristall gekommen ist und was er darüber weiß.“ Hans räusperte sich etwas verlegen, aber Sulass brummte ihm etwas zu und so musste Hans kleinbeigeben. Der Rucks begann zu erzählen.

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