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The Tsar of Moscow von Sandra Busch

The Tsar of Moscow, ein Gay Romance Fantasyroman von Sandra Busch

Er ist der mächtigste Mann New Yorks und der ungekrönte Zar von Moskau. Er ist als skrupellos und gefährlich bekannt. Außerdem ist er das Oberhaupt eines Vampirclans: Bhreac Walker.

Dies ist die Geschichte von einem, der auszog sein Herz zu erobern. Aber hat ein Vampir wie Bhreac überhaupt ein Herz?

Bonusstory zur Trilogie um Far und Songlian.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 184 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 49 Seiten
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B009BLO3WU

 

Leseprobe aus “The Tsar of Moscow”:

Gestresst betrat Bhreac Walker seine Suite in der Moskauer Villa. Der Tag war anstrengend gewesen. Es verlangte ihm viel zu viel Kraft ab, das Familienimperium ganz allein zu führen und seine privaten Geschäfte nebenbei weiterzuleiten. Vielleicht wurde es allmählich Zeit, Abstand vom Waffenhandel zu nehmen. Wenn er bloß nicht den Nervenkitzel so lieben würde …

Er zog sein Sakko aus, reckte sich und freute sich bereits auf einen erlesenen Rotwein, der ihn hoffentlich in bessere Stimmung versetzen würde. Da fiel ihm der weiße Umschlag auf seinem massiven Schreibtisch ins Auge. Mit einem Stirnrunzeln nahm er ihn an sich. In geschwungenen Buchstaben stand sein Name darauf. Die Schrift war ihm seit Jahrhunderten vertraut und als er den Brief umdrehte, fand er den erwarteten Absender. Zu seiner Überraschung zierten weder eine Briefmarke noch ein Poststempel das Kuvert. Das konnte bloß bedeuteten, dass der Brief per Boten gebracht wurde. Wieso hatte man ihn nicht sofort informiert? Fraser wusste schließlich ganz genau, was der Absender für ihn bedeutete. Bhreac ließ sich in seinen Schreibtischsessel sinken und fuhr nachdenklich mit dem Finger über den Namen desjenigen, der ihm diesen Umschlag sandte: Songlian!

The Tsar of Moscow von Sandra Busch
The Tsar of Moscow von Sandra Busch

Er lehnte sich in seinem Sessel zurück und fragte sich, welche Gefühle sein kleiner Bruder heute in ihm auslöste. Noch vor Monaten hätte er Songlian am liebsten umgebracht. Doch dann hatte er ihm sogar das Leben gerettet, indem er ihren gemeinsamen älteren Bruder Lorcan getötet hatte. Und warum? Bhreac seufzte tief, als er sich die Wahrheit endlich eingestand. Er hatte Lorcan erschossen, damit Far seine einzige und wahre Liebe nicht verlor. Was ihn zu der Tatsache führte, dass …

„… dass ich wiederum Far, verdammt noch mal, geliebt habe“, murmelte er leise und fuhr sich mit der Hand über das Gesicht. Ja, zum Kuckuck! Er hatte Far Baxter geliebt. Aber dessen Herz war für ihn unerreichbar gewesen. Mit einem Mal erschien es Bhreac, als wäre eine große Last von ihm abgefallen. Liebe war schmerzhaft, bis man sie akzeptierte. So war das also. Und alles, was ihm blieb, war eine bittersüße Erinnerung.

Was konnte Songlian von ihm wollen, dass er ihm per Boten einen Brief bis nach Moskau sandte? Hätte er nicht anrufen oder eine Mail schicken können? Die Tage, in denen man einen Kurier auf einem schnellen Pferd beauftragt hatte, waren lange vorbei.

Bhreac riss den Umschlag auf. Songlians Handschrift war ihm seit Kindertagen vertraut. Sie sprang ihn regelrecht an, rührte etwas in ihm.

„Ich habe dir damals ganz schön zugesetzt“, murmelte er mit einem kleinen Lächeln, das schwand, als er dachte: Und vor Monaten habe ich dich deiner härtesten Prüfung ausgesetzt. Irgendwie tat es ihm heute beinahe leid. Als er Songlian zum Tode verurteilt in Paris zurückließ, hatte er tatsächlich Trauer verspürt. Ein Gefühl, dass ihn dagegen beim Auslöschen seines ältesten Bruders nicht befallen hatte. Den Gedanken abschüttelnd begann Bhreac zu lesen. Neugierig erst und gleich darauf ungläubig. Zum Schluss lachte er.

„Soll das ein Witz sein?“ Mit dem Brief in der Hand ging er zur Tür, riss sie auf und brüllte:

„Fraser! Wo ist der, der das Schreiben gebracht hat?“ Sofort nahm er hastiges Fußgetrappel wahr.

„Ich bin hier“, hörte er plötzlich eine Stimme in seinem Rücken. Bhreac wirbelte herum. Aus einem Ohrensessel in der Ecke seines Zimmers erhob sich eine schlanke Gestalt. Ein Vampir, menschgeboren, wie er mit einem kurzen geübten Blick gleich erkannte. Gespürt hatte er ihn nicht, zum einen weil sein Haus ohnehin voller Blutsauger war und zum anderen, weil er sich müde und erschöpft fühlte. Ärgerlich schmetterte er die Tür direkt vor Frasers Nase ins Schloss und ging einige Schritte auf den Fremden zu. Unter einem braunen Lockenschopf sahen ihm große grüne Augen unerschrocken entgegen.

„Bist du dieser Phillip, von dem So-lian schreibt?“

Sein Gegenüber nickte.

„Und Fraser hat dir gestattet, dich allein in meinen privaten Räumen aufzuhalten?“

„Ich habe ihm gegenüber behauptet, dass du das so wolltest. Da ich zukünftig der Mann an deiner Seite sein werde …“

Das war nicht nur dreist, das war geradezu unverschämt. Bhreac hob Songlians Brief an, den er noch in der Hand hielt, und las:

Phil ist ein wenig … speziell. Ich bitte dich, ihm nicht gleich den Hals umzudrehen. Warte wenigstens eine Weile …

Es schien, als hätte sein kleiner Bruder eine neue Form des Humors entdeckt. Bhreac warf den Brief auf seinen Schreibtisch und widmete sich seiner Bar, um sich anstelle des Rotweins Whiskey in ein Glas zu schenken. Mit dem Drink in der Hand drehte er sich zu seinem Besucher um.

„Hat So-lian dich gewandelt?“, fragte er. Phillip nickte bestätigend.

„Als So-lian mich in eine neue Aufgabe einweisen wollte, hat mich ein Taxi auf der Straße erwischt. Dem letzten Wunsch eines Sterbenden konnte er sich nicht verweigern. Du weißt ja, wie emotional er veranlagt ist. Außerdem sind wir Freunde. Ich war sein Spion, sein Spezialmasseur und sein Sparringspartner im Bett. Daher konnte er mir meine Bitte unmöglich abschlagen. Schließlich wurde sie von blutigen Lippen geseufzt. Zudem waren wir allein, es war später Abend und der Fahrer des Taxis hat sich davongemacht … Ein günstiger Moment für eine Wandlung.“ Phillips süßes Lächeln hätte Honigbienen in hilflose Ohnmacht versetzt. Bhreac ertappte sich dabei, wie er den jungen Mann anstarrte. Beinahe hastig trank er einen Schluck von dem handwarmen Alkohol.

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Über Sandra Busch

Sandra Busch
Am 23.02.1972 warf mich ein Storch direkt über Braunschweig ab und gab mir als Fallschirm die Leidenschaft für Bücher mit auf dem ziemlich luftigen Weg. Daher nahm ich mir bereits als Dreikäsehoch felsenfest vor, später einmal dort zu arbeiten, wo mich Bücher umgeben würden. Je mehr, desto besser. Ich wurde Beamtin. Um meinem Leben etwas mehr Sinn zu verleihen, besuchte ich die Abendschule, erwarb mein Fachabitur und sorgte für einen Abschluss als Diplom-Verwaltungswirtin (FH) im Studiengang Verwaltungsbetriebswirtschaft. Jetzt zählte ich schon zu den wichtigen Beamten. Ich sammelte Bücher, bis sich die Regale bogen; heiratete; ließ mich wieder scheiden; zähmte einen Drachen und strickte abends nicht nur Socken sondern auch Geschichten. Die schrieb ich nieder und versenkte sie im Nirgendwo. Bis eines Tages ein entscheidender Satz fiel: Wetten, dass du es nicht schaffst, ein richtiges Buch zu schreiben?

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