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Von Wrykólakas, Vampiren und Werwölfen

Zu Herkunft, Verhalten und Auftreten von Vampire und Werwölfen sowie dem Umgang mit nocturn aktiven Spezies

Viele dem BAfmW bekannten Vampire frönen dem Sport und halten sich - auch zu Ernährungszwecken - gern in einem Fitnesstempel auf. (Foto: Barbara Frommann)
Viele dem BAfmW bekannten Vampire frönen dem Sport und halten sich – auch zu Ernährungszwecken – gern in einem Fitnesstempel auf. (Foto: Barbara Frommann)

BONN (BAfmW) – Der Ausdruck Wrykólakas (griechisch βρυκόλακας auch Wrukólakas, Brukolák, maskulin.) bezeichnet im griechischen Volksglauben einen Vampir. Ursprünglich slawischer Herkunft bezeichnete er einen Werwolf.

Nach bestimmten Vorstellungen verwandelte sich auch ein getöteter Werwolf in einen mächtigen Vampir, der dabei die Fangzähne, behaarten Handflächen und die glühenden Augen des Werwolfs übernimmt. Der Wrykólakas klopfte nachts an die Haustür und rief die Bewohner beim Namen. Wenn er beim ersten Mal keine Antwort bekam, ging er vorbei, ohne Schaden anzurichten. Daher antwortete man in bestimmten Gebieten erst beim zweiten Mal auf Klopfen oder Rufen. Opfer des Wrykólakas wurden selbst zu Vampiren.

Unter Umständen können Werwölfe zu Wrykólakas mutieren

Da ein solcher Blutsauger immer mächtiger wurde, wenn er ungehindert seinem Treiben nachgehen konnte, musste dem verdächtigen Leichnam so schnell wie möglich der Garaus gemacht werden, bevor aus solchen Leichnamen Wrykólakas werden.

Traditionelle Methoden waren das allseits bekannte Pfählen, Enthaupten, Ausreißen des Herzens mit anschließendem Aufkochen in Essig und das Verbrennen des Leichnams. Dabei wurden auch die von ihm befallenen Opfer wieder vom Fluch der untoten Existenz befreit. Im griechisch-orthodoxen Ritus war es üblich, nach 40 Tagen das Grab eines Verstorbenen zu öffnen und im Beisein des Priesters zu überprüfen, ob die Verwesung so weit fortgeschritten war, dass mit einer Rückkehr des Toten als Vampir nicht mehr zu rechnen war. Schien die Verwesung jedoch nicht eingesetzt zu haben, galt der Leichnam nach allgemeiner Überzeugung als vom Teufel besessen und musste daher vernichtet werden.

Von der Kirche geschürter Glaube an ewige Verdammnis

Das Bundesamt für magische Wesen - führend in der Erforschung postpubertärer Balztrituale von Werwolfteenagern. (Foto: Barbara Frommann)
Das Bundesamt für magische Wesen – führend in der Erforschung postpubertärer Balztrituale von Werwolfteenagern. (Foto: Barbara Frommann)

Als unverweslich galt jeder Tote, der nicht erlöst werden konnte. Es wird häufig berichtet, dass die orthodoxe Kirche diesen Volksglauben ausgenutzt habe, um die Gläubigen vom Übertritt zum Islam abzuhalten. Die Furcht, nicht erlöst werden zu können, beherrschte die Menschen auf dem Balkan.

Die merkwürdige Begriffsverwirrung Vampir-Werwolf-Wrykólakas ist bedingt durch die Übernahme des slawischen Wortes “vurkudlak”, das übersetzt “Wolfspelz” bedeutet und auch bei den Serben und Makedoniern inzwischen die Bedeutung von “Vampir” angenommen hat, zuweilen aber auch den Werwolf bezeichnet. Hintergrund ist der europaweit verbreitete Volksglaube, dass ein Mensch, der zu Lebzeiten andere in Gestalt eines Werwolfs schädigte, unerkannt blieb und nicht bestraft wurde, nach seinem Tod als Vampir wiederkehren oder als Nachzehrer aus dem Grab heraus die Lebenden schädigen werde, wenn nicht entsprechende Maßnahmen zum Bannen oder Vernichten des Unholds ergriffen wurden. Das ursprüngliche griechische Wort für Werwolf lautete “kallikántsaros”, während der häufig in der Literatur gefundene Begriff “lykanthropos” (wörtlich: “Wolfsmensch”) nur in der Gelehrtensprache, etwa bei den Medizinern, vorkam.

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Mafalda-Hildburgis Klütenstroh-Kofenbichler

Dr. Mafalda-Hildburgis Kluetenstroh-Kofenbichler, Jahrgang 1966, studierte Kryptozoologie an der Universität Bielefeld. Vor ihrer Tätigkeit im Referat für Werwölfe war sie Senior Research Fellow am renommierten Institute of Lycantropic Studies, wo sie sich mit der vielbachteten Arbeit "Lunare Zyklen und ihre Auswirkungen auf die Fertilität nichtseßhafter Werwolfrudel in der späten Paläologenzeit" habilitierte. Seit 2021 koordiniert sie den Nationalen Werwolf-Managementplan im Rahmen des EU-Programms zur Wiederansiedlung lycantropher Spezies.

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