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Zwischen Blut und Schatten von Jennifer Grimm

Zwischen Blut und Schatten, ein Fantasyroman von Jennifer J. Grimm

Vor einem Jahrtausend ließ Cassandra, die Königin der Unterwelt, jeden männlichen Vampir töten. Nun erfährt sie, dass eine ihrer Untergebenen diesen Befehl missachtet und erneut einen männlichen Vampir erschaffen hat. Ihre Assassine Niamh erhält den Auftrag ihn zu vernichten – doch als sie Henry begegnet, bringt sie es nicht über sich ihn zu töten. Zweifel an ihrer Königin steigen auf. Ihr Versagen macht sie zur Verräterin. Um Cassandras Rache zu überleben, muss sich die Schattentänzerin mit dem Vampir verbünden, denn ihr bleibt nur eine Möglichkeit: Die Königin muss sterben.

Zwischen Blut und Schatten von Jennifer Grimm
Zwischen Blut und Schatten von Jennifer Grimm

Produktinformation

  • Taschenbuch: 222 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (3. März 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1495974227
  • ISBN-13: 978-1495974229

Leseprobe aus „Zwischen Blut und Schatten“

»Ich bin die Assassine der Vampirkönigin.«
Als er das Ausmaß ihrer Worte begriff, entglitten ihm seine Gesichtszüge. »Du bist hergekommen … um mich zu töten?«, er nahm die Arme herunter. Niamh nickte und ließ ihn keinen Moment aus den Augen.
»Und warum lebe ich dann noch, Assassine?« Beim Klang seiner eisigen Stimme lief ihr ein Schauder über den Rücken. Und dies leider nicht auf die Weise, wie sie es eine Nacht zuvor getan hatte.
»Ich weiß es nicht«, gab sie zu. Gelassen saß sie da, doch die Anspannung in ihrem Gesicht konnte sie nicht ganz verbergen. »Vielleicht wollte ich einfach ein bisschen Spaß?«
Henrys dunkle Augen verrieten ihr, dass sie es mit ihrer Provokation nicht übertreiben sollte. Doch Niamh konnte sich nicht zurückhalten. »Und hey, welche Vampirin kann von sich behaupten Sex mit einem Kerl gehabt zu haben, der nicht einmal existieren dürfte?«
Ein graublauer Sturm toste in seinen Augen und er biss die Zähne aufeinander. »Spaß? Den kann ich dir geben!«, knurrte er wütend und ballte seine Fäuste zusammen. »Aber erst, wenn ich weiß, dass mein Leben nicht in Gefahr ist!« Aufgewühlt wallte seine Energie auf.
Niamh spürte die Kraft dahinter, doch da er nicht mit Cassandras Macht mithalten konnte, machte sie sich keine Sorgen. Unfähig weiterhin sitzen zu bleiben, stand sie auf. »Henry …«, begann sie, doch er unterbrach sie.
»Komm mir nicht so! Du willst mich umbringen, weil ich ein Mann bin?«, er fegte die wenigen Dekorationsstücke auf dem Regal neben sich zu Boden. »Nur weil dieses Miststück Vorurteile gegen Männer hat?«, Henry wandte sich zu ihr um. »Du hast keine Ahnung, wie das ist! Wenn du dich dein ganzes Leben verstecken musst, wegen solch eines dummen … Gesetzes!«, er packte Niamh fest an den Handgelenken. Verdutzt über seinen Gefühlsausbruch, wehrte sie sich nicht. Er drückte so fest zu, dass Niamh zusammenzuckte.
»Lass mich los, Henry!«
»Was hält mich davon ab dich zu töten?«, er presste sie grob gegen die Steinwand.
Heiß wallte das Blut durch ihre Adern. Zornig versuchte sie ihm ihre Arme zu entreißen, doch eisern umklammerte der Vampir sie weiter. Sie zog ihr rechtes Knie hoch und zielte nach einer sehr empfindlichen Stelle. Die Bewegung kam so plötzlich, dass Henry ihr nichts entgegenzusetzen hatte. Er musste ihr ausweichen – und ließ ihre Arme los.
Niamh stieß ihn von sich. Sein Rücken knallte gegen den breiten Fernseher. Knirschend gab das Plastikgehäuse nach und zerbrach unter seinem Gewicht. Stöhnend blieb er auf den Einzelteilen liegen.
»Warum du mich nicht töten kannst? Deshalb!«, sie setzte ihm einen Fuß auf die Brust und zog in derselben Bewegung ihre Klinge aus dem Stiefel. Sein Mund öffnete sich, doch kein Laut kam heraus. Die zusammengekniffenen Augen verrieten sein Missfallen an seiner Lage.
»Dann töte mich«, kam es heißer über seine Lippen. Plastiksplitter bohrten sich durch sein Shirt in seinen Rücken.
»Wenn ich deinen Tod wollte, wärst du bereits Geschichte.«, Niamh beugte sich über ihn und strich mit der Klinge ihres Messers über seine Wange.

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Über Jennifer Grimm

Jennifer Grimm
Jennifer J. Grimm ist eine junge Autorin aus Speyer. Sie lebt dort mit ihrem Freund, ihren beiden gemeinsamen Kindern und zwei eigenwilligen Fell-Babys. Sie schreibt schon seit ihrer Schulzeit und spinnt die Eindrücke, die sie inspirieren, zu ganzen Geschichten. Egal ob Bilder, Musik, Orte... Es gibt kaum etwas, dass ihren Kopf nicht dazu bringt, sich eine Geschichte auszudenken. Nicht nur beim Schreiben hört sie gerne Musik von Metal über Mittelalter bis hin zu Klassik. Wenn sie mal auf andere Gedanken kommen möchte, liest sie gerne oder setzt sich an die Nähmaschine. Müsste sie sich mit drei Worten beschreiben, wären diese Worte: stur, wissbegierig, verplant (und das trotz Taschenkalender, Handy-Wecker und Notizzetteln...). 2014 erschienen ihre beiden Romane "Zwischen Blut und Schatten (Teil 1 der Schattentänzerin-Serie), sowie "Soultaker - Dämonenblut". Ebenfalls zur Schattentänzerin-Geschichte gehört die Kurzgeschichte "Die Schattentänzerin". 2016 folgt die Fortsetzung der erfolgreichen Schattentänzerin-Reihe.

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