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Der Pakt – Zwischen Göttern und Teufeln von Laya Talis

Seit Jahrtausenden leben Vampire überall auf der Welt. Die ‚Organisation‘, ein Geheimbund von Menschen, ist verantwortlich für all jene unliebsamen Aufgaben, die sicherstellen, dass die Unsterblichen unerkannt bleiben. Doch die Führer der Organisation verachten alle Vampire als Kreaturen des Teufels und sehen sich selbst als Schöpfung Gottes. Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen beiden Gruppierungen, die das Machtgefüge der Welt für alle Zeit zu verändern drohen …

Band 1 – Der Pakt

Jessica Sommers ist eine Wächterin, geboren um der Organisation zu dienen und die Menschheit vor dem Bösen zu schützen – den Vampiren. Ihr Leben, das geprägt ist von Hass, Tod und der Jagd auf abtrünnige Vampire, gerät völlig aus den Fugen, als sie dem charismatischen Vampirsklaven Jeremias begegnet. Er übt eine unerwartete Anziehungskraft auf sie aus, der sie sich nur schwer entziehen kann.

Während sich Jessica und Jeremias näherkommen, entdeckt er ein düsteres Geheimnis der Organisation, das den geschlossenen Pakt zwischen Menschen und Vampiren in Gefahr bringt. Doch weder Jeremias noch Jessica ahnen, wie groß diese Bedrohung in Wirklichkeit ist. Was die Organisation hinter dem Rücken der Vampire seit Jahren plant.

Wenn der Pakt bricht, wird nichts mehr sein wie es war …

Der Pakt - Zwischen Göttern und Teufeln von Laya Talis

Der Pakt – Zwischen Göttern und Teufeln von Laya Talis

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 674 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 333 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verlag: epubli GmbH (25. Juni 2013)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00DSVJ5IQ

Leseprobe aus „Der Pakt – Zwischen Göttern und Teufeln“

… Jessicas Körper spannte sich kampfbereit und wachsam an, doch vorerst zog sie sich noch weiter in die Hausnische zurück und spähte die düstere Straße herunter. Aus einer Seitengasse traten zwei Gestalten.
„Vielleicht sollten wir ihm zeigen, wie man eine Frau gefügig macht.“
„Ich kann ihm noch einiges beibringen.“
Wieder lachten die fremden Männer.
Dreckskerle!, dachte Jessica.
„Was soll das? Verpisst euch, ihr Arschlöcher!“, pöbelte der Arzt mutig zurück.
Oho. Muttersöhnchen kannte Schimpfwörter. Er wurde Jessica langsam sympathisch.
Die zwei Männer, die sich dem Pärchen in Kreisen näherten, hatten eine straff gespannte, auffällig glatte und faltenlose Haut, die fast so bleich war wie Papier. Das Weiße ihrer Augen war heller als bei Menschen, die Stimmen einlullend und düster, die Bewegungen schnell und fließend. Mehr katzengleich, denn menschlich, pirschten sie sich an ihre Opfer heran. Dies zusammen ließ nur eine Schlussfolgerung zu:
Vampire.
Dass sie auf offener Straße das Paar anzugreifen beabsichtigten, war Jessica Beweis genug. Es mussten die Blutsauger sein, wegen denen sie hier war. Sie hatte allerdings nur einen Abtrünnigen erwartet. Schnäppchen. Zwei für den Preis von einem. Aber sie war allein. Verdammt. Jessica zog ihre SIG und taxierte nochmals die Umgebung, ob sich noch mehr Feinde zeigten, aber zum Glück konnte sie niemanden ausmachen.
Auf Mike konnte sie nicht warten. Sie wollte die Menschen nicht ihrem Schicksal überlassen und sie von den verfluchten Parasiten aussaugen lassen. Abgesehen davon, dass die beiden Vampire sie bereits bemerkt hatten und zu ihr herüber blickten. Da Jessica die typische olivgrüne Kleidung der Wächter trug, erkannten sie umgehend, was sie war.
„Sieh an, mein junger Freund. Eine Wächterin“, sagte einer von ihnen und schien sich zu freuen sie zu sehen. Das würde sich bald ändern. Noch wusste er nicht, welchem Wächter er gegenüberstand!
„Wächter, misch dich nicht ein. Das hier geht dich nichts an“, zischte der größere von ihnen und klang im Gegensatz zu seinem Kumpanen wütend. Er war untersetzt. Es war der erste dicke Vampir, dem Jessica jemals begegnet war. Der Körper von Verwandelten veränderte sich nicht mehr. Er konnte trainieren, so viel er wollte, er würde immer ein Pummelchen bleiben. Scheiße, und gegen sein Gesicht konnte er auch nichts machen. Seine Nase war so groß, dass es beinahe komisch aussah. Pech für ihn.
„Was soll das? Verschwinden Sie oder ich rufe die Polizei.“ Muttersöhnchen wurde richtig sauer und baute sich vor seiner kleinen Freundin auf, die hinter seinem Rücken Schutz suchte. Sein Handy lag schon einsatzbereit in seiner Hand.
Aha. Mit einer Handtasche verhauen konnte Muttersöhnchens Darling ihn, aber wenn wirkliche Gefahr drohte, sollte er sie trotzdem beschützen. Blöde Kuh!, dachte Jessica.
„Ich bin von der Polizei, Sir! Ich habe alles unter Kontrolle“, log Jessica, da sie die Cops genauso wenig hier haben wollte, wie die Blutsauger, an die sie sich jetzt wandte. „Ganz Recht, Parasit. Ich bin ein Wächter und ich knall dich ab!“, sagte sie völlig kalt und schoss. Das Liebchen von Muttersöhnchen schrie auf. Er hingegen reagierte erstaunlich besonnen, warf seine Freundin auf den Boden und sich selbst schützend auf sie.
„Sie können doch nicht einfach schießen“, rief der Arzt entsetzt. Wenn er wüsste wer, nein was, diese Männer in Wirklichkeit waren, würde er sich nicht daran stören, dass sie losgeballert hatte. Dennoch hoffte Jessica, dass er es nicht erfahren würde.
Jessica zog ihr langes Kampfmesser aus ihrem Stiefel. Ihre beiden Wurfmesser lagen noch verborgen in den an ihren Unterarmen umgeschnallten Scheiden und warteten geduldig auf ihren Auftritt. Die Jacke war weit genug geschnitten, dass sie problemlos die Griffe ergreifen und sie herausziehen konnte.
„Miststück!“, brüllte der dicke Vampir, auf den sie geschossen hatte. Er war mit einer Geschwindigkeit ausgewichen, die kein Mensch erreichen konnte, dennoch hatte Jessica ihn zweimal am linken Oberschenkel treffen können. So lange die Blutsauger keine beträchtliche Menge Blut verloren, war dies bedauerlicherweise keine Verletzung, die einen von ihnen länger als einige Sekunden aufhielt, da ihre Wunden zu schnell heilten.
Beide Vampire näherten sich Jessica. Der eine von rechts, der andere von links.
„Ich rieche dein Blut, Wächterin. Mhm, welch ein ungewöhnlich anziehendes Aroma. So verlockend, wie ich es bisher bei keinem anderen Menschen gerochen habe“, sagte der kleinere, nicht dicke Vampir. Sein Haar war beinahe schwarz und hing ihm in klebrigen Strähnen ins Gesicht. Erst als er näher kam, erkannte Jessica, dass es frisches Blut war, das sein Haar dunkler färbte und feucht glänzen ließ. Muttersöhnchen und seine Freundin wären heute Nacht nicht ihre ersten Opfer gewesen.
Jessica kämpfte gegen die Übelkeit an und stürmte auf den kleinen Vampir zu, der in die Luft sprang, um sich von oben auf sie zu stürzen.
Jessica machte einen Hechtsprung nach vorn, unter ihn hindurch, und drehte ihren Körper im Flug einmal um die eigene Achse, damit sie mit dem Gesicht nach oben durch die Luft glitt. Sie rammte ihr Messer geübt in den weichen Bauch über ihr und schlitzte den völlig überraschten Blutsauger bis zu seiner Brust auf. Das würde selbst einen Parasiten wie ihn etwas beschäftigen. Unsanft schlug sie mit dem Rücken auf den Asphalt. Durch den harten Aufprall wurde ihr die Luft aus den Lungen gepresst. Bei einem Kampf mit Vampiren konnte jede Rücksichtnahme auf Schmerzen ihren Tod bedeuten, deshalb schoss Jessica schon im Fall und auch nach ihrer Landung ununterbrochen auf den zweiten Blutsauger, der bereits auf sie zu gerannt kam. Sie verfehlte ihn jedoch und fluchte. Auch jeder noch so kleine Fehler konnte ihr Todesurteil sein, und sein Ziel zu verfehlen war weiß Gott kein kleiner Fehler. Ihre Hand war nass von dem kalten Blut des Vampirs und der Griff des Messers wurde dadurch glitschig. Jessica musste aufpassen, dass sie es nicht fallen ließ. Der magische, anziehende Duft von Vampirblut, nach Eisen und Minze, hüllte sie ein, doch eine erfahrene Wächterin wie sie, ließ sich davon nicht ablenken.
„Rennt! Los!“, rief sie dem Arzt und seiner Freundin zu. Letztere klammerte sich kreischend an Muttersöhnchen. Beide waren jetzt fast so bleich wie die Vampire, und lagen tatsächlich noch immer auf dem Bürgersteig und starrten Jessica und die Vampire schockiert an …


Auszug aus Kapitel achtzehn:

… Hendrik stand auf, verneigte sich lüstern grinsend und lockte Jessica mit seinem Zeigefinger zu sich. „Komm her, Wächterin. Ich warte schon lange darauf, dich in meine Finger zu kriegen. Süße, nun komm schon. Ich werde dich ficken und dabei zerfetze ich dir deinen hübschen Hals, wie ich es bei der Schlampe tat, als mich die kleine Ami so unsanft unterbrochen hat.“
Jessica kniff ihre Augen zusammen und erhob sich langsam von ihrem Sessel. „Das wirst du mit mir machen, Baby?“, fragte sie und, mit einer Geschwindigkeit und einer beeindruckenden Körperbeherrschung, wie sie Jeremias keinem Menschen zugetraut hätte, machte sie aus dem Stand einen flinken Radschlag über den Tisch, hockte sich angriffsbereit vor Ami und hatte schon deren Messer und Pistole in der Hand. „Komm schon, Baby. Kann´s kaum abwarten, dir dein verfluchtes Maul zu stopfen.“
„Blöde Hure!“, brüllte Hendrik wütend und sprang auf sie zu.
Genau das hatte Jessica offenbar mit ihrer Provokation bezwecken wollen. Sie schoss auf den Vampir, bis das Magazin leer war. Der Vampir wirbelte durch die Luft auf sie zu und konnte im Flug zwar den Kugeln ausweichen, aber dadurch fiel er in einen ungünstigen Winkel auf Jessica. Ohne Gegenwehr ließ sie sich von ihm umwerfen und brüllte Ami zu: „Verpiss dich in die Ecke, Wächter!“ Sie nutzte geschickt den Schwung Hendriks aus und riss, bereits auf dem Rücken mit dem Vampir auf sich liegend, die Beine hoch, so dass sie mit ihm eine Rückwärtsrolle hinlegte. Dies hatte zur Folge, dass Jessica wieder oben lag und dem sichtlich erstaunten Hendrik, das Messer in die Brust rammte. Doch Hendrik war ein alter Vampir, Jeremias schätzte ihn auf beinahe zweihundert Jahre. Die Klinge in seinem Herzen schwächte ihn, aber töten oder ernsthaft behindern, würde es ihn nicht. Wirklich schmerzempfindlich waren solch alte Vampire nur noch an ihrem Kopf.

Kalt lächelnd sah Hendrik zu Jessica auf. „Ist das alles?“ Er schlug ihr die Pistole aus der Hand und blitzschnell hatte er sich mit ihr umgedreht und lag auf ihr, zwischen ihren Beinen. „Mehr hast du Miststück nicht drauf?“
„Hey, Baby. Du freust dich ja richtig endlich mal auf einer Frau zu liegen, he? Wedelst du gleich mit deinem kleinen Schwänzchen, wie es aufgeregte Bellos machen?“, frotzelte die Wächterin weiter.
Jeremias ballte die Hände zu Fäusten und knurrte. Er tat bitte sehr was? War tatsächlich er es gewesen, der geknurrt hatte? Ja, zum Teufel. Er wollte diesen Vampir von ihr herunterreißen und ihn totschlagen. Er wollte die Wächterin beschützen. Niemand sollte ihr so nahe kommen!
Die Wächterin hatte es auch gehört und warf ihm einen knappen Blick zu. „Da ist wohl noch ein Bello.“ Sie schaute wieder zu Hendrik hinauf, der ihre Handgelenke umklammert hielt und ihre Arme auf den Boden neben ihren Kopf drückte. „Baby, zieh endlich das Messer aus deiner Brust. Du saust mich mit deinem Blut ganz voll.“

Hendrik schaute daraufhin tatsächlich auf seine Brust hinab. Der Griff des Messers ragte noch immer aus ihm heraus und bedächtig aber stetig, tropfte sein Blut auf die Wächterin hinab. Ihre weiße Bluse war durchnässt und durch den dünnen Stoff zeichneten sich deutlich ihre großen Brüste ab, die kurz Hendriks Blick fesselten und ein freudiges, böses Lächeln auf seinem Gesicht hervorrief.
„Idiot“, dachte Jeremias, aber er freute sich gleichzeitig auch über Hendriks Unachtsamkeit. Nur weil der Gegner am Boden lag, sollte man ihn nicht aus den Augen lassen. Jessica nutzte die Gelegenheit und rammte ihre Stirn mit voller Wucht gegen Hendriks Nase, die hörbar brach. Sie kannte die Schwachstellen von Vampiren. Kluge, hübsche Wächterin, dachte Jeremias …

Auszug aus Kapitel fünfundzwanzig:

… Jessica spielte an dem silbernen Kreuzanhänger um ihren Hals und während sie nachgrübelte, was sie tun wollte, legte sich ihre Stirn hinter den blonden Strähnen in Falten. „Mann, gut. Aber lass deine Hände bei dir.“
„Danke.“ Er ließ sie los, obwohl er sie festhalten wollte. Ihre Haut war weich und warm, ihr Puls war schnell und hatte so lebendig unter seinen Fingern gerast.
Bob kehrte zurück. Mit einer halbvollen Flasche Tequila. „Ich krieg‘ fünfhundert Dollar von dir.“
„So viel? Für eine angefangene Flasche?“ Jeremias hob eine Augenbraue und musterte ihn feindselig.
„Fünfzig für die halbvolle Flasche, fünfzig dafür, dass du bleiben darfst, und vierhundert, weil du ein Arschloch bist.“ Bob grinste und entblößte seine gelben Nagerzähne.
Jeremias zückte aus seiner Jackentasche mehrere Einhundert Dollarscheine und zählte fünf davon ab. Einen sechsten legte er obendrauf, den Rest steckte er wieder ein. „Wofür ist der sechste?“, fragte Bob, verstaute aber sofort das ganze Geld in seiner abgewetzten, löchrigen Bluejeans. Mehr verdiente er vermutlich in einem Monat nicht, so wie es hier aussah.
„Dafür, dass du heute nicht wieder zu uns an den Tisch kommst.“
„Fick dich!“ Bob stolzierte davon.

„Er mag mich nicht“, sagte Jeremias und hoffte diesen Kerl los zu sein.
„Er hat Geschmack.“ Jessica drehte langsam die Kappe von der Flasche und goss sich ein.
„Trinkst du oft Tequila?“
Sie prostete ihm zu, trank in einem Zug das Glas leer und goss sofort, dieses Mal beide Gläser, wieder voll. Eines davon schob sie zu ihm herüber. Eine Antwort blieb sie ihm schuldig.
Jeremias zeigte verwundert auf den Tequila, den sie ihm hingestellt hatte. „Du willst, dass ich das trinke?“
„Jupp!“
„Du weißt, dass ich so etwas nicht vertrage.“
„Jupp.“
„In spätestens einer Stunde würde ich es wieder erbrechen, Jessica.“
Sie grinste. „Bello, dann bin ich nicht mehr bei dir, habe dich aus meinem Gedächtnis getilgt, aber ich wette, du wirst dann noch an mich denken – während du kotzt.“
So ein kleines Biest. Fantastisch. „Ich werde mich auch so an dich erinnern.“
„Trink, Bello!“

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Über den Autor : Laya Talis


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