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Bundesamt für magische Wesen warnt Werwölfe vor Reisen in die USA

Ausschnitt Grauer Timberwolf im Wildpark Lüneburger Heide, fotografiert von Quartl, via Wikimedia Commons.

BONN/SEATTLE (BAfmW) Das Bundesamt für magische Wesen sieht sich gezwungen, für Werwölfe eine Reisewarnung für den US-Bundesstaat Washington herauszugeben. Dies mag zuerst erstaunen, da in einigen sehr erfolgreich verkauften Berichten über glitzernde Vampire auch von Werwölfen die Rede ist, die dort leben und als relativ friedfertig gelten, vor allem im Vergleich zu britischen Werwölfen. Tatsächlich wissen wir von zahlreichen Werwölfen, die eben wegen dieser in Romanform veröffentlichen Berichte den US-amerikanischen Nordwesten als werwolffreundliche Reiseregion betrachten oder dort unter den ortsansässigen High-School-Schülerinnen auf Brautschau gehen.

Die Realität hält mit den Versprechen der Reisebüros nicht mit

Anfang des Monats wurde ein in Washington State ansässiges Rudel Wölfe zum Abschuss frei gegeben, obwohl Grauwölfe, bzw. Timberwölfe, als gefährdete Art eingestuft werden. Dieses besondere Rudel soll seit Mitte Juli bereits elf Kühe gerissen haben, weshalb sich die Farmer der Gegend beschwerten. In anderen Regionen der Welt halten sich Rinderhirten Hütehunde, um ihre Herden vor Wölfen zu schützen, aber in den USA verlässt man sich bekanntlich seit jeher auf Schusswaffen.

Die Grauwölfe sollen laut offizieller Verlautbarung nur in einem gewissen Gebiet und nur von der Polizei geschossen werden. Allerdings wissen wir alle: US-Amerikaner schießen lieber erst und kümmern sich dann um eventuelle Fragen, sofern diese dann noch beantwortet werden können. Dies gilt auch und besonders für Polizisten!

Neben schwarzen US-Amerikanern sind nun offensichtlich auch magische Minderheiten wie Werwölfe gefährdet.

Grauer Timberwolf im Wildpark Lüneburger Heide, fotografiert von Quartl, via Wikimedia Commons.
Grauer Timberwolf im Wildpark Lüneburger Heide (Foto: Quartl)

Wir bitten daher alle Werwölfe, Washington State möglichst zu meiden.

Betroffen sind besonders diejenigen, die bei voller Verwandlung graues Fell tragen.

Allen Werwölfen, die trotzdem nach Washington State reisen wollen, und insgesamt allem Reisenden in die USA raten wir, sich ausschließlich in menschlicher Form nach draußen zu wagen und sich über das richtige Verhalten im Umgang mit der US-amerikanischen Polizei gründlichst zu informieren.

Den Segnungen der Waffenlobby sind nämlich einige Besonderheiten zu verdanken. Wenn Sie beispielsweise bei einer Verkehrskontrolle angehalten werden, ist es unbedingt vonnöten, im Auto sitzen zu bleiben, das Licht anzuschalten und die Hände auf dem Lenkrad zu belassen. Steigen Sie auf keinen Fall unaufgefordert aus dem Auto!

Bei jedem Kontakt mit der Polizei in den USA müssen Sie davon ausgehen, dass Sie verdächtigt werden, eine Waffe zu tragen. Dementsprechend sind selbst nicht rassistische Polizeibeamte immer zuerst um ihre eigene Sicherheit besorgt.

Näheres über zum Abschuss freigegebenen Wölfe können Sie diesem englischsprachigen Artikel entnehmen.

Außerdem danken wir unserer Korrespondentin Melanie A. Downs für den lebensrettenden Hinweis. Wir möchten in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf unseren Arbeitsbericht Migration hinweisen.

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Über Carmilla DeWinter

Carmilla DeWinter

Carmilla DeWinter wurde 1981 in Pforzheim geboren. Carmilla DeWinter ist ein Pseudonym. Ihr bürgerliches Alter Ego arbeitet als Apothekerin. Wenn sie nicht seriös aus dem weißen Kittel schaut, oder liest, schreibt sie.

Nach einem fehlgeschlagenen Versuch Anfang der Neunziger, ein DinoPark-Ripoff zu verfassen, verlegte Carmilla DeWinter sich zunächst auf Gedichte und Liedtexte, bis sie zwischen Abitur und Studium zu viel Zeit hatte. Damals setzte sie sich bei weitgehender Nichtbeherrschung des Handwerks in den Kopf, Autorin zu werden. Mittlerweile liegt ihr Gesell*innenstück in Form der „Albenbrut“ vor.

Unglücklicherweise tendiert Carmilla DeWinter zu Formen, die viel Platz brauchen, deswegen hat es ihr Alter Ego bislang nur einmal geschafft, Kurzgeschichten in einer Anthologie unterzubringen. Ein bisschen englischsprachige Fanfiction ist per Suchmaschine verfügbar.

Auf Deutsch zu lesen gibt es Fantasy. Carmilla DeWinter liest und schreibt lieber Drama als Action, gerne mit mehr oder weniger Liebesgeschichte. Derzeitige Schwerpunkte: queere Figuren jeder Spezies, sowie allgemein magiebegabte Personen.

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