Maut-Affäre: Strip-Poker mit Seehofer, Dobrindt und Dräcker im Kanzleramt

BONN (BAFMW) – Die Maut-Affäre um Bundesverkehrsminister erreicht nun auch das Bundesamt für magische Wesen. Viele Fragen sind offen; nach Berichten der Süddeutschen Zeitung soll es mehrere Geheimtreffen gegeben haben zwischen dem Bundesverkehrsministerium und den Mautformen CTS Eventim und Kapsch. Diese Treffen sind in den Akten zur Maut nicht dokumentiert.

In den letzten Tagen wurde auch bekannt, dass das Bundesministerium für Verkehr Akten zur Maut-Affäre als streng vertraulich hat kennzeichnen lassen, damit der Inhalt nicht an die Öffentlichkeit gelangt. Rund 90 Akten wurden auf Geheiß des Ministeriums abtransportiert und nachträglich als vertrauliche Verschlußsache eingestuft.

Weiteres geheimes Treffen am 22.02.2015 im Kanzleramt

BAfmW-VO 2015/02-22 Fliegende Besen sind von der Maut befreit. Sie gelten als besonders umweltfreundlich und schadstoffarm. Auch in der preußisch besetzten Sonder- verwaltungszone Bayern. gez. Edmund F. Dräcker

BAfmW-VO 2015/02-22: Fliegende Besen sind von der Maut befreit. Sie gelten als besonders umweltfreundlich und schadstoffarm. Auch in der preußisch besetzten Sonderverwaltungszone Bayern. gez. Edmund F. Dräcker

Die Maut, ein als Prestigeobjekt der CSU geltendes und vom damaligen CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer mit dem damaligen Verkehrsminister Dobrindt initiiertes politisches Vorhaben führte zu einem Geheimtreffen, an dem auch Edmund F. Dräcker, Präsident des Bundesamtes für magische Wesen teilgenommen hat. Es fand am 22.02.2015 in den Räumen des Entwicklungshilfeministeriums statt in Bonn statt, welches seinen Sitz im früheren Bundeskanzleramt hat.

Edmund F. Dräcker, langgedienter Kämpe im Dienste für und am Mitbürger magischer Provenienz hatte in harten Verhandlungen mit den beiden CSU-Politikern Horst Seehofer und Alexander Dobrindt durchgesetzt, dass fliegende Besen und Teppiche von der Maut befreit sind.

Nach 15stündigen Verhandlungen bei Weißbier und dem „Genuß“ weiterer „kulinarischer“ Spezialitäten der indigenen bajuwarischen Bevölkerung kam es zu vorgerückter Stunde im abhörsicheren Kabinettssaal des früheren Bundeskanzleramtes zur Entscheidung.

Edmund F. Dräcker drohte damit, den Schutzstatus des Wolpertinger aufzuheben, sollten die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen als umweltfreundlich und das bundesdeutsche Straßen- und Autobahnnetz nicht belastenden fliegenden Besen, Teppiche und Transportdrachen nicht umgehend von der Maut befreit werden.

Entscheidungsfindung durch Strip-Poker

Da sich die beiden CSU-Politiker wissenschaftlichen Fakten nicht zugänglich zeigten, wurde entschieden, die Entscheidung durch eine Partie Strip-Poker herbeizuführen. Dazu äußert sich Edmund F. Dräcker wie folgt:

„Die letzte Runde brachte mir ein gutes Blatt. Ich behielt die Ruhe und erhöhte um einige dem BAfmW am Herzen liegende Forderungen. Seehofer, der schon ganzen Abend nur geblufft hatte, wollte mich mit Dobrindt zusammen unter Druck setzen. Dabei hatten die beiden schon ihr letztes Hemd gesetzt. Da konnte nichts mehr kommen!“

Aus den handschriftlichen Aufzeichnungen des BAfmW-Präsidenten geht hervor, dass die Strip-Poker-Spielrunde gefilmt wurde und einige Bilder Eingang fanden in die Akten zur Maut-Affäre. Der in Gumbinnen bei Suleyken in Ostpreußen geborene Dräcker bestand darauf, Bayern als „preußisch besetzte Sonderverwaltungszone Bayern“ zu kennzeichnen.

„Preußisch besetzte Sonderverwaltungszone Bayern“

BAfmW-Tasse mit dem Bundeslurch, dem Logo des Bundesamtes für magische Wesen

BAfmW-Tasse mit dem Bundeslurch, dem Logo des Bundesamtes für magische Wesen

„Seehofer hatte nichts auf der Hand, da war also nur heiße Luft, als ich sehen wollte. Der hatte sich ganz auf seinen Adlatus verlassen und der präsentierte einen Straight Flush. Wollte schon alles einstreichen, dieser Löli!“

Edmund F. Dräcker behielt die Ruhe und legte langsam Karte für Karte auf den Tisch, dabei stets die beiden CSU-Politiker im Blick behaltend.

„Seehofer wurde kalkweiß, als er mein Blatt sah, und Dobrindt verlor völlig die Contenance. Das sei eine linke Verschwörung, dahinter stünden die Grünen und überhaupt seien das alles Vaterlandsverräter! Aber ein Royal Flush ist ein Royal Flush ist ein Royal Flush, wie schon meine Mutter, eine geborene Komtesse zu Stolze-Ohne Zaster zu sagen pflegte.“

Die Sache war endgültig entschieden und seit dem 22.02.2015 sind somit fliegende Besen u.a. zur Fortbewegung gedachte magische Transportmittel von der Maut befreit, so sie denn je kommt.

Dem damaligen CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer und dem damaligen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wurde seitens des BAfmW Diskretion zugesagt, und im handschriftlich gefertigten Gedächtnisprotokoll vom 23.02.2015 steht nur:

„Doofrind und Seehofer bei Strip-Poker aus- und über den Tisch gezogen! Guter Tag fürs BAfmW!“

Das Bundesamt für magische Wesen, welches bis zur Verstaatlichung des Bundesverkehrsministeriums der Kontrolle des Ein-Mann-Kontrollgremiums von Jakob Maria Mierscheid, MdB untersteht, wird dennoch alle diesbezüglichen Belege dem 2. Bundestagsuntersuchungsausschuss „Maut“ zur Verfügung stellen und sichert den Parlamentariern von CDU/CSU, SPD, Linke, Grüne und FDP zu, nach Weihnachten die zugehörigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

„Wir haben schließlich nichts zu verbergen“, so Präsident Dräcker. „Andererseits, wer will schon Horst Seehofer und Alexander Dobrindt beim Strip-Poker sehen? Diese Bilder zur politischen Entscheidungfindung könnten die deutsche Öffentlichkeit beunruhigen.“

 

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