Die Hiobsbotschaften im aktuellen Harpyienfleisch-Skandal weiten sich aus. Rund 1.000.000 Tonnen falsch deklarierte Waren sollen nach Nordrhein-Westfalen geliefert worden sein. Sind am Ende doch die Griechen schuld?

Athen/Bonn (BAfMW) – In Deutschland ist anscheinend erneut undeklariert Harpyienfleisch verkauft worden: So machten neulich Gruselfunde in einer bekannten Fastfood-Kette in Sozialen Netzwerken die Runde. Laut Geschäftsleitung handele es sich um ein Missverständnis.

Schlimm! So kann es nicht weitergehen! Harpyienfleisch-Skandal weitet sich aus. Quelle: fourwinds10.com

Schlimm! So kann es nicht weitergehen! Harpyienfleisch-Skandal weitet sich aus. Quelle: fourwinds10.com

„Es ist anzunehmen, dass Lieferungen vertauscht wurden, die eigentlich an BURGER KING gehen sollten“, so ein Sprecher des Unternehmens. So bekundete das Unternehmen zudem ein allgemeines Unverständnis, da Harpyienfleisch doch alles in allem sehr gesund sei.

„Manchmal muss man die Bürger auch einfach zu ihrem Glück zwingen“, heißt es weiter in der offiziellen Stellungnahme, die nur wenige Stunden später auf der Website des Konzerns veröffentlicht wurde.

Harpyienfleisch-Skandal: Verbraucherschutz NRW alarmiert

Auch die Verbraucherschutzzentrale ist bereits alarmiert. So sei der Ursprung der Lieferungen auf eine Großschlachterei in der griechischen Provinz Piräus zurückzuführen. Vom dortigen Hafen aus sei die falsch deklarierte Ware schließlich nach Deutschland gelangt. Laut einem Sprecher sei auch ein Zusammenhang mit der aktuellen Krise in Griechenland nicht auszuschließen. So fände nach der Privatisierung staatlichen Besitzes „ein regelrechter Ramschverkauf kultureller wie mythologischer Güter“ statt. Der Harpyienfleisch-Skandal passe da sehr gut ins Bild, so die weitere Verlautbarung.

Mögliche Konsequenzen aus dem Harpyienfleisch-Skandal zieht die Verbraucherschutzzentrale aufgrund der geringen gesundheitlichen Gefährdung noch nicht. Immerhin wurde der Verkauf der aus der Lieferung entstammenden Ware mit der Bezeichnung Harpyienfleisch vorerst gestoppt.

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