1. Arbeitsbericht des Bundesamtes für magische Wesen
Sehr geehrte Damen, Herren und Sonstige,
werte LeserInnen,
das Bundesamt für magische Wesen ist stolz und erleichtert, Ihnen nunmehr seinen ersten Arbeitsbericht vorlegen zu können.
Bereits 2014 wurde ein Versuch unternommen, einen Bericht zusammenzustellen. Der zuständige Mitarbeiter ist aber wie vom Erdboden verschluckt. Konsequenterweise wurden einschlägig bekannte Drachen dazu befragt, sowie diverse Hexen und Zauberer, die kurz vor dem Verschwinden des Mitarbeiters Ordnungsgelder bezahlen, oder, in einem Fall, den Besenflugschein abgeben mussten.
Der erste BAfmW-Arbeitsbericht
Auch das Einwirken eines bösartigen Dschinn wird vermutet, während pessimistischere ZeitgenossInnen spekulieren, dass das Bundesamt von einem Gestaltwandler infiltriert wurde. Die Ermittlungen sind noch immer nicht abgeschlossen. Glücklicherweise waren die Texte aus den einzelnen Abteilungen nicht von dem Verschwinden betroffen, sodass nach Sichtung des Materials dieses um echte Namen bereinigt und schlussendlich teilweise als Fiktion umgeschrieben wurde. Auf dieses Vorgehen hatten sich alle MitarbeiterInnen geeinigt, um besorgte oder leichtgläubige Bevölkerungsschichten nicht weiter in Aufregung zu versetzen. Es ist schlimm genug, dass unserer unabhängig operierenden Behörde vorgeworfen wird, wir verschlängen Steuergelder.
Auch für 2015 können wir Ihnen versichern: Weder der Bund der Steuerzahler noch der Bericht des Bundesrechnungshofs wird uns in irgendeiner Form erwähnen. Dass wir unsere Arbeit trotzdem sorgfältig tun können, sollte der vorliegende Bericht hinreichend beweisen.
Wir wünschen Ihnen eine vergnügliche und informative Lektüre.
Ihre MinisterialrätInnen für magisches Buchwesen,
Alpha O’Droma
Sachverständiger für Okkulte Zeichensetzung
und
Carmilla DeWinter
Sachverständige für Paranormale Orthographie